Biografie

Charlie Chaplin

Der in England geborene Schauspieler und Regisseur zählt zu den Pionieren und Wegbereitern der humoristischen Schauspielkunst des Kinos. Als der typische "Tramp" mit Melone, Spazierstock, Bürstenbärtchen und einem Gehrock mit zu weiter und zu kurzer Hose, wurde er die populärste Figur der Filmgeschichte. Seine größten Erfolge feierte er jedoch in Tragikkomödien, in denen er im Stil eines Gentlemans den kleinen Mann verkörperte, der dem Schicksal trotzt. Gegen alle Hürden der Moderne verkörperte er, bis in Perfektion, diese Figur in der unheilvollen Welt eines Vagabunden, ohne jemals seine Würde zu verlieren. Mit Filmen wie "Der große Diktator" 1938 oder "Monsieur Verdpux" 1947, schuf Sir Charlie Chaplin Film-Klassiker...
Charlie Chaplin, eigentlich Charles Spencer Chaplin, wurde am 16. April 1889 als Sohn des verarmten Schauspielerehepaares Charles und Hannah Chaplin in London geboren.

Charlie Chaplin begann früh eine Friseurlehre und trat nebenbei in Varietés auf. In der Zeit von 1906 bis 1912 spielte er bei den London Comedians die Rolle des Pantomimen. Mit dieser Truppe reiste er durch England, Frankreich und die USA. Nach einer Aufführung in New York erhielt er ein Engagement bei der Keystone Company. Chaplins ersten beiden Filme "Making a Living" und "Kid Auto Races at Venice" erschienen im Jahr 1914. In ihnen war er schon in seinem berühmten Outfit, große Hosen, Gehrock, Melone, Stock und Bürstenbärtchen, zu sehen. Ende desselben Jahres wechselte er zur Filmproduktionsfirma Essanay. In den tragisch komischen Rollen des kleinen Mannes wirkte er mit pantomimischen und psychologischen Effekten.

Im Jahr 1915 ging Chaplin nach Hollywood. Seit dieser Zeit schrieb er die Drehbücher zu seinen Filmen selbst und führte auch Regie. Er produzierte in diesem Jahr insgesamt zwölf Filme. In dieser Zeit begann auch seine Liebesbeziehung zu seiner Filmpartnerin Edna Purviance. Chaplin avancierte zu einem der berühmtesten Schauspieler der Welt. Im Jahr 1917 trat die USA in den Ersten Weltkrieg ein. Chaplin weigerte sich, freiwillig Soldat zu werden. Seine Haltung löste eine politische Kampagne gegen ihn aus. 1918 wurden die Chaplin-Studios in Hollywood eingeweiht. Im selben Jahr heiratete er die siebzehnjährige Mildred Harris. Zwei Jahre später ließ er sich wieder von ihr scheiden. Dadurch begann eine weitere Kampagne gegen ihn. Es folgte die Premiere seines ersten Spielfilmes "The Kid".

Danach war er auf Tournee durch Europa, die auch Erwähnung in seinem Roman "My Trip Abroad" fand. 1924 heiratete Chaplin Lita Grey in Mexiko. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor. Doch auch diese Ehe scheiterte vier Jahre später. Chaplin zog sich nach New York zurück. Danach folgten Reisen nach Europa, Japan und Indien. Erst 1932 kehrte er nach Hollywood zurück und heiratete in dritter Ehe Paulette Goddard. Es folgte der Film "Modern Times" von 1936, der die Entfremdung der Menschen in der Industriegesellschaft anklagte. Dieser wurde wegen kommunistischer Tendenzen in Italien und Deutschland verboten. Die Premiere seines ersten Tonfilmes "The Great Dictator" fand im Jahr 1940 statt. Der Anti-Hitler-Film, der den deutschen Führer der Nationalsozialisten parodierte, passierte zunächst nicht die amerikanische Zensur.

Im Jahr 1941 wurde auch die Ehe mit Paulette Goddard wieder geschieden. Zwei Jahre später heiratete er Oona O’Neill, mit der er vier Kinder bekam. Eines von diesen Kindern war die berühmte Schauspielerin Geraldine Chaplin. Im Jahr 1948 verschlimmerte sich die Front gegen angeblich linke Schauspieler und Regisseure. Auch Charlie Chaplin war davon betroffen. Vier Jahre später wurde ein Verfahren gegen ihn eröffnet, während er sich auf Europareise befand. Die Wiedereinreise in die USA wurde ihm verweigert. Er ließ sich daraufhin mit seiner Familie in der Schweiz in Corsier-sur-Vevey nieder. Mit dem Film "Rampenlicht" erschien im Jahr 1952 eine der anrührendsten und populärsten Arbeiten von Chaplin. Fünf Jahre später entstand die filmische Antwort auf die politische Hetze in den USA.

In der Komödie "A King in New York" parodierte Charlie Chaplin, in seiner unnachahmlichen Weise, das amerikanische Leben und die Verfolgung als kommunistischer Ausländer. Dieses Werk löste weitere Attacken gegen ihn aus - wegen angeblich kommunistischer Haltung und Aktivitäten. 1964 wurde Chaplins Autobiographie veröffentlicht. Zwei Jahre danach folgte der Film "A Countess from Hong Kong" mit Sophia Loren und Marlon Brando. Im Jahr 1972 erhielt Chaplin den "Oscar" für sein Lebenswerk. In den USA wurde er rehabilitiert. Im Jahr 1975 verlieh ihm das englische Königshaus den Adelstitel "Sir".

Sir Charlie Chaplin verstarb am 25. Dezember 1977 in Corsier-sur-Vevey in der Schweiz.

Im Sommer 2005 wurden die Schauspiel- und Filmkünste des Entertainers in einer glanzvollen Ausstellung "Chaplin et les Images" in der Pariser Ausstellungshalle des Jeu de Paume gefeiert.
1916 - "Der Feuerwehrmann".

1917 - "Der Tram;p".

1917 - "Eine stürmische Nacht".

1917 - "Der Abenteurer".

1921 - "Der Vagabund und das Kind".

1927 - "Der Zirkus".

1923 - "Ein Hundeleben".

1925 - "Goldrausch".

1931 - "Lichter der Großstadt".

1936 - "Moderne Zeiten".

1940 - "Der große Diktator".

1947 - "Monsieur Verdoux".

1952 - "Rampenlicht".

1960 - "Als Lachen Trumpf war".

NameCharles Spencer Chaplin

AliasCharlie Chaplin

Geboren am16.04.1889

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortLondon (GB).

Verstorben am25.12.1977

TodesortVevey (CH)..sur.Corsier