Biografie

Herbert C. Hoover

Der US-amerikanische Bergbauingenieur, Krisenmanager und Politiker amtierte von 1929 bis 1933 als 31. Präsident der Vereinigten Staaten. Herbert Clark Hoover legte dabei jedoch eine Regierungsphilosophie an den Tag, die ihn von entschiedenen und wirksamen Staatsinterventionen zur Bewältigung der Wirtschaftskrise abhielt. Hoovers Festhalten am überkommenen Voluntarismus führte zwar das Scheitern seiner Wirtschaftspolitik herbei, zugleich bereitete es in der Öffentlichkeit jedoch auch die Wende für eine Stärkung der Bundesbehörden vor, wie sie dann mit dem "New Deal" seines Nachfolgers Franklin D. Roosevelt herbeigeführt werden sollte...

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Herbert Clark Hoover wurde am 10. August 1874 in West Branch (Iowa, USA) geboren.

Hoover, dessen Vorfahren aus Deutschland (Pfautz, Wehmeyer) und der deutschen Schweiz (Huber, Burkhart) stammten, wuchs in einer Quäker-Familie auf. Nach dem Tod seiner Eltern lebte er in Newberg, Oregon. Er immatrikulierte sich 1891 an der neu gegründeten Stanford Universität und schloss dort als Bergbauingenieur ab. Nach dem Studienabschluss war er zunächst als Bergbauingenieur in den Weststaaten, in Australien und in China tätig. 1899 heiratete Hoover seine College-Kommilitonin Lou Henry. Das Paar hatte zwei Söhne. 1901 trat Hoover in London als Gesellschafter in eine Bergbaufirma ein. 1908 gründete er dort sein eigenes Unternehmen in dieser Branche, das ihm ein großes Vermögen einbrachte.

Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde Hoover 1915 in London zum Vorsitzenden des Hilfswerks für Belgien berufen. Während er diese Funktion wahrnahm, war er außerdem bis 1919 als Organisator der amerikanischen Lebensmittelversorgung tätig. Nach Kriegsende leitete Hoover von 1918 bis 1923 die Hilfsorganisation "American Relief Administration", die sich vor allem mit Lebensmittellieferungen in das kriegszerstörte Europa befasste. Von 1921 bis 1928 fungierte Hoover unter den Präsidenten Warren Harding und John Calvin Coolidge als Handelsminister.

In diesem Amt förderte er die Expansion des amerikanischen Außenhandels. 1928 gewann der erfolgreiche Handelsminister den Präsidentschaftswahlkampf. Der Republikaner musste in seiner nachfolgenden Amtszeit als 31. US-Präsident von 1929 bis 1933 jedoch schwere Einbußen in der Umsetzung seiner Politik hinnehmen, die in der Unterschätzung der Probleme der Weltwirtschaftskrise verschuldet waren. Im außenpolitischen Bereich leitete Hoover eine "Politik der guten Nachbarschaft" gegenüber Lateinamerika ein. Seine Bemühungen um internationale Abrüstung, die sich in der Londoner Konferenz von 1930 und in der Genfer Abrüstungskonferenz von 1932 niederschlugen, waren weniger erfolgreich.

Als besonders umstrittene außenpolitische Strategie galt Hoovers Duldung der japanischen Invasion in der Mandschurei, die aus Furcht vor einem Krieg mit der asiatischen Vormacht lediglich die amerikanische Nichtanerkennung durch die "Stimson-Doktrin" von 1932 nach sich zog. Zur Entschärfung der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise verkündete der Präsident 1931 das sogenannte "Hoover-Moratorium", das einen einjährigen Aufschub aller zwischenstaatlichen Schuldenzahlungen einräumte. Hoovers zögernde wirtschaftspolitische Interventionsbereitschaft brachte die amerikanische Wirtschaft bis zum Ende seiner Amtszeit 1933 an den Tiefpunkt ihrer Krise.

Hoover galt nun als der meistgehasste Präsident in der US-amerikanischen Geschichte. Nach dem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt nahm Hoover weiterhin aktiven Anteil an der Politik. Vehemente Kritik übte er etwa am "New Deal", der von seinem Nachfolger Franklin D. Roosevelt realisiert wurde und den er für die Verlängerung der Wirtschaftskrise verantwortlich machte. Von 1947 bis 1949 fungierte Hoover unter Präsident Harry S. Truman und 1953-1955 unter Präsident Dwight Eisenhower als Vorsitzender von Ausschüssen zur Rationalisierung der Bundesverwaltung. Die von ihm entwickelten Reformen gaben ihm weitgehend sein früheres Ansehen zurück.

Als Herbert Clark Hoover am 20. Oktober 1964 in New York City starb, galt er in weiten Teilen der US-amerikanischen Öffentlichkeit als einer der angesehensten Staatsmänner der Nation.


John Calvin Coolidge < Herbert Hoover > Franklin D Roosevelt

NameHerbert C. Hoover

Geboren am10.08.1874

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortWest Branch, Iowa (USA).

Verstorben am20.10.1964

TodesortNew York, NY City (USA).

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