Biografie

Josef Stalin

Der diktatorische Politiker stellte ab 1922 den Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU); ab 1941 den Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare; ab 1946 den Vorsitzender des Ministerrats der UdSSR sowie in den Jahren 1941 bis 1945 den Obersten Befehlshaber der Roten Armee, der "Generalissimus". Nachdem er sich im Machtkampf innerhalb der KPdSU behauptet hatte, behielt er diese Ämter bis zu seinem Tod. Josef Stalin gab damit für ein Vierteljahrhundert den unbestrittenen Führer der sozialistischen Sowjetunion und den mächtigsten Mann im Ostblock ab. Der unwidersprochene Machtanspruch des Stalinismus beruhte auf einer skrupellosen und blutigen Säuberungspolitik, die der grausame Diktator gegen seine politischen Gegner entfaltete...

Die Staats und Parteichefs der UdSSR und der Russischen Föderation
Josif W. Dschugaschwili wurde am 21. Dezember 1879 in Gori, Georgien, als Kind eines Schuhmachers und einer Waschfrau geboren.

Noch im Jugendalter trat er 1894 dem orthodoxen Priesterseminar von Tiflis bei, wo er sich erstmals mit marxistischen Schriften befasste. Vier Jahre später wurde er Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands (SDAPR). Wegen seiner Beteiligung an revolutionären Aktivitäten erfolgte 1899 der Ausschluss des Sozialisten, der sich jetzt Stalin nannte, aus dem Priesterseminar. 1903 heiratete der Revolutionär Jekaterina Swanidse, mit der er einen Sohn bekam. Infolge der politischen Spaltung der SDAPR von 1903, wechselte Stalin auf die Seite der Bolschewiken unter Lenin. Kurz darauf wurde er nach Sibirien verbannt. Ein Jahr später gelang Stalin die Flucht aus Sibirien, worauf er sich an Raubüberfällen beteiligte, um die nötigen Mittel für die Umsetzung seiner politischen Anschauungen zu organisieren. So war Stalin auch an einem spektakulären Überfall auf die Reichsbankfiliale in Tiflis am 25. Juni 1907 maßgeblich beteiligt. Noch im selben Jahr starb seine Frau.

Im Jahr 1912 berief Lenin den revolutionären Aktivisten ins Zentralkomitee der Bolschewiken, wo er sich den Beinamen "der Stählerne" zulegte. Infolge seiner erneuten Verhaftung verbrachte Stalin die folgenden Jahre in sibirischer Verbannung. Im Zuge der russischen Oktoberrevolution von 1917 erlangte er seine Freiheit zurück. In der Folge übernahm er führende Aufgaben in der Parteiorganisation der Bolschewiken in St. Petersburg. Stalin wirkte mit an der Vorbereitung der Machtübernahme und trat der Redaktionsleitung der "Prawda" bei. Als Volkskommissar für Nationalitätenfragen betrieb er mit Hilfe der Roten Armee die gewaltsame Wiedereingliederung der von Sowjetrussland abgefallenen Kaukasusvölker. 1919 wurde Stalin bei der Neuordnung der Partei sowohl Mitglied des Polit- als auch des Organisationsbüros. Er heiratete im selben Jahr Nadesnda Allilujewa. In den folgenden Jahren konnte Stalin, insbesondere nach dem Tod Lenins (1924), seine Machtposition in Partei und Staat der sozialistischen Sowjetunion immer mehr ausbauen. 1928 stieg Stalin zum unbestrittenen Führer der KPdSU und der Sowjetunion auf.

Im Rahmen seines Fünfjahresplanes und der damit verbundenen "Großen Säuberung", ließ Stalin seine politischen Gegner in großer Zahl ermorden. Prominentestes Opfer der stalinistischen Verfolgung wurde sein früherer Mitstreiter und Parteigenosse Leo Trotzkij, den er bis in sein Exil verfolgen und dort ermorden ließ. 1941 wurde Stalin Vorsitzender des Rates der Volkskommissare. Nach dem Angriff des nationalsozialistischen Deutschland auf die Sowjetunion übernahm Stalin, der noch kurz zuvor mit Adolf Hitler einen Nichtangriffspakt geschlossen hatte, die Kriegsführung. Er proklamierte den "vaterländischen Krieg" gegen Hitler-Deutschland. Seinen erstgeborenen Sohn ließ Stalin als Landesverräter hinrichten. Nach dem Ende des Zeiten Weltkrieges führte Stalin seine diktatorische Innenpolitik fort, die weitere Säuberungsaktionen gegen politische Gegner vorsah. Im außenpolitischen Bereich versuchte Josif Stalin 1948 unter Verstoß gegen die Alliiertenverträge durch die Berlin-Blockade die gesamte Vier-Sektoren-Stadt in die Hand zu bekommen. Während der Verhandlungen über Deutschland und den EVG-Vertrag versuchte Stalin 1952 die Westintegration der Bundesrepublik Deutschland zu verhindern.

Josef Stalin starb am 2. März 1953 in Moskau. Als Todestag wurde der 5. März bekannt gegeben. Die Beisetzung des ehemaligen Staatschefs erfolgte im Moskauer Mausoleum. Wenige Tage später schritten seine Nachfolger zu einer Neuverteilung der Macht. Der am 13. September 1953 zum Ersten Sekretär des ZK der KPdSU erhobene Nikita Chruschtschow leitete in den folgenden Jahren die Abkehr vom Stalinismus ein, der als einer der dunkelsten Kapitel in der Geschichte der Sowjetunion gelten kann.

NameJosif Wissarionowitch Dschugaschwilli

AliasJosef Stalin

Geboren am21.12.1879

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortGori (Georgien)

Verstorben am02.03.1953

TodesortKunzewo (Moskau)