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Günther Jauch wurde am 13. Juli 1956 in Münster geboren.
Jauch wuchs in dem Berliner Villenviertel Lichterfelde-West auf. Er besuchte die katholische Grundschule St. Ursula in Berlin-Zehlendorf. Später war er in der katholischen Kirche als Ministrant aktiv. Nach dem altsprachlichen Gymnasium Steglitz in Berlin und einer Abiturnote von 3,1 besuchte er die Deutsche Journalistenschule in München. 1975 wurde er hier mit 19 Jahren der damals jüngste Absolvent.
Nach seinem Abschluss studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Politik und Neuere Geschichte. Seine journalistische Laufbahn begann er 1975 als freier Mitarbeiter beim RIAS Berlin Sportfunk. 1977 wechselte Jauch in die Sportredaktion des Bayerischen Rundfunks, für den er später als "Zeitfunk"-Redakteur und Hörfunk-Korrespondent in Bonn tätig war. Ab 1985 arbeitete Jauch mit Thomas Gottschalk für die "B3-Radioshow", die neu auf Sendung ging.
Jauch war für den journalistischen Teil der Sendung zuständig, Gottschalk für das musikalische Programm. Erste TV-Erfahrung sammelte der damals 29-jährige Jauch als Reporter für die B3-Sendung "Rätselflug". Danach war er Moderator der populären Jugendsendung "Live aus dem Alabama". 1986 wurde das ZDF auf Jauch aufmerksam und übertrug ihm im März 1987 die Moderation der Sendung "So ein Zoff".
Noch im selben Jahr führte er während der Internationalen Funkausstellung in Berlin jeden Nachmittag durch die Sendung "Na siehste!". Jauch avancierte zum Senkrechtstarter der ZDF-Unterhaltung. Auf Wunsch von Dieter Kürten löste Jauch, nach den Olympischen Sommerspielen von Seoul, Harry Valérien als einen der fünf Moderatoren des "Aktuellen Sportstudios" ab. Er leitete erstmals am 29. Oktober 1988 durch die Sendung.
Als Fernsehjournalist arbeitete Jauch, der den Bayerischen Rundfunk im Sommer 1989 verließ, zunächst exklusiv für das ZDF. Er präsentierte dort bis 1996 auch die Show "Menschen" und leitete gemeinsam mit Thomas Gottschalk die "Große Show der Achtzigerjahre". 1989 unterzeichnete Jauch einen Vertrag mit RTL, bei dem er seit April 1990 als Moderator und Leiter von "sternTV" tätig wurde. Von September 1992 bis September 1994 übernahm Jauch auch die Chefredaktion und erreichte mit seiner Sendung einen Marktanteil von bis zu 25 Prozent.
Ab Mitte 1992 arbeitete Jauch zudem beim privaten "Berliner Rundfunk" als Pogrammkoordinator. Im Juni 1995 unterzeichnete er bei RTL einen neuen Vertrag. 1998 ging er dort mit seiner Show "Millionär gesucht! - Die SKL Show" auf Sendung. Ab September 1999 moderierte Jauch die Erfolgs-Show "Wer wird Millionär?" und im April 2001 präsentierte er die erste Staffel der "10 Millionen SKL Show". Außerdem machte er sich viele Fans durch seine Berichterstattung als Sportkommentator für RTL, beispielsweise beim Skispringen der 4-Schanzen-Tournee und der Fußball-Champions-League.
Im Jahr 2000 gründete Jauch seine eigene Produktionsfirma; "i&u TV" steht für Information und Unterhaltung. Diese produzierte nun unter anderem die Sendungen "sternTV", moderiert von Jauch selbst, und die "70er/80er/90er-Show", moderiert von Hape Kerkeling und Oliver Geissen. Für seine journalistische Tätigkeit erhielt Jauch mehrere Auszeichnungen, wie etwa die "Goldene Kamera", den "Bayerischen Fernsehpreis", den "Tele-Star, den "Goldenen Löwen", den "Deutschen Fernsehpreis" und den "Adolf Grimme Preis".
Bei zahlreichen repräsentativen Umfragen über die populärsten Show-Moderatoren platzierte das deutsche Fernsehpublikum Jauch mehrfach auf Platz 1 der Beliebtheitsskala, wo ihm Kollegen wie Thomas Gottschalk und Jörg Pilawa folgten. Im September 2003 wurde Jauch mit dem Publikums-Preis des Deutschen Fernsehpreises ausgezeichnet. Zwei Monate später erhielt der Moderator den Medienpreis "Bobby", der von der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung für besonders sensiblen Umgang mit Behinderten verliehen wird.
Mit seiner Quiz-Sendung "Wer wird Millionär?" stellte Jauch im Herbst 2004 mit einer Quote von 27,7% (8,96 Millionen Zuschauer) einen Rekord auf. Mitte Oktober 2004 wurde Jauch in der Zeitschrift "Gentlemen's Quarterly" (GQ) von einer Fachjury aus anerkannten Medienjournalisten auf Platz 14 der bedeutendsten Fernsehproduzenten gewählt. Für die Sendung "Wer wird Millionär? – Das Prominenten-Special" wurde Günther Jauch im November 2004 mit dem "Bambi" für das "TV-Ereignis des Jahres" ausgezeichnet.
Bei einer Umfrage unter Fernsehzuschauern nach der beliebtesten TV-Persönlichkeit belegte Jauch im Januar 2005 den ersten Platz vor Johannes B. Kerner, Jörg Pilawa, Thomas Gottschalk, Sandra Maischberger, Harald Schmidt und Reinhold Beckmann. Nach Sabine Christiansens Bekanntgabe über die Aufgabe ihrer Polit-Talkshow im Jahr 2007, war Günther Jauch im Gespräch über die eventuelle Übernahme ihres Sendeplatzes, was er jedoch im Januar 2007 endgültig ablehnte.
Günther Jauch lebt mit seiner Frau Dorothea (Thea) Sihler in Potsdam; gemeinsam haben sie die Kinder Svenja und Kirstin, die 1989 und 1993 geboren wurden. Im Dezember 1997 adoptierten Jauch und Sihler die damals 13 Monate alte Katja, ein Waisenkind aus Sibirien. Anfang 2000 adoptierte das Paar ein zweites sibirisches Mädchen. Die Trauung des Paares erfolgte nach 18 Jahren Beziehung im Juli 2006.
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