Biografie

Thomas Gottschalk

Der deutsche Entertainer und Schauspieler avancierte nach einer Tätigkeit als Radiomoderator mit der TV-Spiel-Show "Wetten dass...?" (ab 1987) zu einem der erfolgreichsten deutschen Fernseh-Moderatoren. In Folge eines dramatischen Unfalls bei "Wetten, dass?...", erklärte er 2011 seinen Rücktritt von der bis dahin erfolgreichsten Samstagabend-Show im deutschen Fernsehen. Mit der Sendung "Na so was!" (1982-1987) gelang ihm der Durchbruch im Abendprogramm des ZDF. In den 1970er Jahren wurde er als Redakteur durch die freche Moderation der BR Radio-Show "Pop-nach-acht" populär. Neben zahlreichen Fernsehproduktionen war Thomas Gottschalk auch in einigen Kinoproduktionen zu sehen. Zu seinen populärsten Filmen zählen "Die Supernasen", "Sister Act 2", "Zärtliche Chaoten" und "Late Night Show"...

Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
Thomas Gottschalk wurde als Sohn eines Rechtsanwaltes am 18. Mai 1950 in Bamberg geboren.

Die Familie war zuvor aus Oberschlesien geflüchtet und wurde im fränkischen Kulmbach sesshaft. Gottschalk wurde hier Ministrant in der Stadtpfarrkirche. Nach Abschluss der Schule mit Abitur am Humanistischen Gymnasium in Kulmbach studierte er Germanistik und Geschichte für das Grund- und Hauptschullehramt in München. Ab 1971 arbeitete Gottschalk als freier Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk. Als fester Mitarbeiter moderierte er dort von 1976 bis 1989 unter anderem die Hörfunksendung "Pop nach acht" und "Thommy's Radio-Show" sowie die "Szene-Sendung" des dritten TV-Programms.

In dieser Zeit, 1976, heiratete Gottschalk seine Jugendfreundin Thea. Aus dieser Beziehung gingen Sohn Roman und Adoptivsohn Tristan hervor. 1977 wurde er als Moderator der vom SWF in Baden-Baden produzierten Game-Show "Telespiele" erstmals einem großen TV-Publikum bekannt. Nach weiteren Erfolgen wechselte Gottschalk 1982 zum ZDF, wo er insgesamt vier Jahre die Sendung "Na so was" begleitete. Während dieser Zeit feierte er bereits große Erfolge als Schauspieler in humoristischen Unterhaltungsfilmen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Mike Krüger war er in Kinofilmen wie etwa "Piratensender Powerplay" oder "Die Supernasen" zu sehen. Für "Na sowas!" wurde er 1983 mit dem "Goldener Gong" ausgezeichnet, 1985 erhielt er die "Goldene Kamera".

Im Jahr 1986 übernahm Thomas Gottschalk in der Nachfolge von Frank Elstner die Moderation der ZDF-Show "Wetten dass...?". Die Show war 1981 erstmals auf Sendung gegangen. Der neue Moderator machte die Sendung zur erfolgreichsten Samstagabend-Show Europas mit bis zu 15 Millionen Zuschauern. Inhalt des Programms waren spektakuläre Wetten, die gegen die zumeist weltbekannten Star-Gäste abgeschlossen werden. Gottschalk wurde schnell als neuer Moderator akzeptiert und führt nach einer zweijährigen Pause (1992-1994) das Erfolgskonzept "Wetten dass...?" fort. Ab 1990 arbeitete Gottschalk auch für RTL. Bis 1992 war er Gastgeber der wöchentlichen Personality-Show "Gottschalk", bis 1995 moderierte er die "Gottschalk Late Night Show".

Im Anschluss wechselte er zu SAT.1, wo er von 1995 bis 1997 zu "Gottschalks Haus-Party" einlud und ab September 1998 wöchentlich die Show "Gottschalk kommt!" moderierte. Indes begleitete Gottschalk auch zahlreiche Kinoproduktionen als Schauspieler. Dazu zählen "Zärtliche Chaoten" (1987), "Eine Frau namens Harry" (1990), "Trabbi Goes to Hollywood (1991) und "Sister Act 2" aus dem Jahr 1994 an der Seite von Whoopi Goldberg. Diese Arbeiten, insbesondere die professionelle Fortsetzung von "Wetten dass...?", machten den Wahl-Amerikaner Gottschalk, der sich mit seiner Familie zu beginn der 1990er Jahre in Malibu niedergelassen hat, zum erfolgreichsten deutschen Talk-Master. Im November 1999 wurde er für seine Sendung "Wetten, dass...?" mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Weiter stand er als Schauspieler für die von Helmut Dietl 1998 inszenierte Kino-Komödie "Late Show" an der Seite von Harald Schmidt vor der Kamera. Neben zahlreichen Werbeauftritten für HARIBO und McDonald's wurde Gottschalk mit seinem Bruder Christoph auch für die Deutsche Post AG werbend aktiv. Im November 2003 kündigte sich an, dass Gottschalk die ZDF-Show "50 Jahre Rockmusik" im April 2004 sowie eine ZDF-Dokumentation über den Hollywood-Regisseur Wolfgang Petersen moderieren würde. Als Synchronsprecher trat Gottschalk in verschiedenen Kinofilmen wie etwa "In tierischer Mission" (2003) auf. Auch lieh er dem animierten Kater "Garfield" im gleichnamigen Film seine Stimme. Die Produktion kam im August 2004 in die deutschen Kinos. Ebenfalls im August 2004 wurde eine Biografie über Gottschalk von Gert Heidenreich unter dem Titel "Thomas Gottschalk" veröffentlicht.

Am 2. Oktober 2004 moderierte Gottschalk die 150. Ausgabe der "Wetten, dass...?"-Show im ZDF. In der 23-jährigen Geschichte des Formats gehen allein 102 Ausgaben auf Gottschalks Konto. Gottschalk kaufte Ende 2004 das Schloss Marienfels bei Remagen am Rhein das er seit 2006 bewohnt. Im Februar 2005 wurde Gottschalk als "bester internationaler Showmaster" für seine ZDF-Show "Wetten, dass ...?" für die Goldene Rose von Luzern nominiert. Anfang Mai 2005 wurde Gottschalk beim Fernsehfestival Rose d'Or (Goldene Rose) in Luzern als bester Game-Show-Gastgeber mit der Goldenen Rose ausgezeichnet. Am 28. August 2005 und 26. August 2006 war er dann Gastgeber der Sendung "Die Cleversten – Der große Drei-Länder-Check", bei der Teams aus den drei deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz gegeneinander antreten.

Zwischen 2000 und 2005 sendete das ZDF zehn Folgen von "Gottschalk America". Im April 2008 moderierte er die Sendung "Musical Showstar 2008". 2008 war er auch neben Till Schweiger in der Kinoproduktion "1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde" zu sehen. Ab dem 3. Oktober 2009 gestaltete Gottschalk gemeinsam mit Michelle Hunziker die Moderation der Sendung "Wetten dass...?". 2009 hatte er einen Gastauftritt in der 895. Folge der TV-Serie "Sturm der Liebe". Im selben Jahr spielte er in der 60. Folge von "Das Traumschiff". Zu Beginn der 192. "Wetten, dass?..." Sendung, am 4. Dezember 2010, verletzte sich der Wettkandidat Samuel Koch dramatisch. Die Live-Übertragung wurde daraufhin abgebrochen. In der Folge erklärte Gottschalk seinen Rücktritt als Moderator der Sendung.


Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
1977/1979 - "Telespiele" / SWF

1981 - "Piratensender Powerplay"

1982/1985 - "Na sowas" / ZDF

1983 - "Die Supernasen"

1985 - "Die Einsteiger"

1986/1992 - "Wetten dass" / ZDF

1987 - "Zärtliche Chaoten"

1988 - "Zärtliche Chaoten II"

1990/1992 - "Gottschalk" / RTL

1991 - "Trabbi goes to Hollywood"

1990 - "Eine Frau namens Harry"

1992/1995 - "Gottschalk Late night Show" / SAT 1

1994/bis heute - "Wetten dass" / ZDF

1994 - "Sister Act 2"

1995/1997 - "Gottschalks Haus-Party" / SAT 1

1999 - "Late Show"

2004 - "Garfield" (Synchronstimme)

2008 - 1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde

2009 - Sturm der Liebe / ARD (Gastauftritt)

2009 - Das Traumschiff / ZDF (Folge 60)

NameThomas Gottschalk

Geboren am18.05.1950

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortBamberg (D).