Biografie

Harry Valérien

Der Rundfunk- und Fernsehreporter prägte seit Beginn der 1950er Jahre ein halbes Jahrhundert deutscher Sportberichterstattung, die er Generationen sportinteressierter Zuschauer durch seine journalistische Brillanz und seinen bayerischen Humor näherbrachte. Harry Valérien berichtete von 1952 bis 1996 von fast allen Olympischen Spielen und moderierte 1963 bis 1988 das "Aktuelle Sportstudio" im ZDF. Als "Urgestein" der deutschen Fernsehgeschichte erhielt Valérien zahlreiche Auszeichnungen...

Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
Harry Valérien wurde am 4. November 1923 in München geboren. Als Teenager verlor er seine Eltern.

Unter dem Eindruck der Olympischen Spiele von 1936, die der Zwölfjährige am Radio verfolgte, beschloss Valérien, Sportreporter zu werden. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wandte sich Valérien dem Journalismus zu. Er begann 1949 als Reporter für Rundfunk und Fernsehen zu arbeiten. Hier machte er sich bald als Sportreporter einen Namen. Ab Beginn der 1950er Jahre bis zur Mitte der 1990er Jahre war Valérien als Sportjournalist bei fast allen Olympischen Spielen dabei. Größte Berühmtheit und Beliebtheit erlangte er jedoch als Moderator des "Aktuellen Sportstudios" im ZDF, durch das er seit 1963 führte. Im Rahmen dieser Sendung setzte sich Valérien frühzeitig für faire und menschliche Bedingungen auch im Leistungssport ein. Er trat als Vorkämpfer der Anti-Doping-Bewegung auf.

Valérien war seit 1960 mit der norwegischen Skiläuferin Randi verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte. 1973 machte der Sportjournalist auf sich aufmerksam, als er gegen den Profi-Schwimmer Werner Lampe antrat und trotz 30 Jahren Altersunterschied den Jüngeren bei dem Wettschwimmen besiegte. Neben der beliebten ZDF-Sportsendung war Valérien jedoch auch in anderen Sendungen als Moderator zu sehen. Für denselben Sender moderierte er auch die Talkshow "Live" und das Verkehrsmagazin "Telemotor". Nach dem Aufkommen des Privatfernsehens arbeitete er auch für die Sender Sat.1 und Premiere. Der Journalist machte auch im publizistischen Bereich von sich Reden, wo er auf zahlreiche Publikationen zu internationalen Sportgroßereignissen verweisen kann.

Im Jahr 1988 ließ sich Valérien nach 283 Folgen des "Aktuellen Sportstudios" pensionieren. Der beliebte Sportjournalist blieb seinem Publikum jedoch durch zahlreiche nachfolgende TV-Auftritte erhalten. Für seine journalistischen Leistungen erhielt Valérien zahlreiche Auszeichnungen wie etwa die "Goldene Kamera" in den Jahren 1965, 1976 und 1988 oder den "Goldenen Bambi" in den Jahren 1972, 1979 und 1990. Im Mai 2004 überreichte ihm Edmund Stoiber im Rahmen der Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises 2004 den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Harry Valérien starb im Alter von 88 Jahren am 12. Oktober 2012. Er erlag als Beifahrer einem Herzversagen Unterwegs zum Starnberger See.


Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur

NameHarry Valérien

Geboren am04.11.1923

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortMünchen (D).

Verstorben am12.10.2012

TodesortUnterwegs zum Starnberger See (D).