Biografie

Reinhold Beckmann

Der gelernte Radio- und Fernsehtechniker sowie studierte Theater- und Filmwissenschaftler machte seine ersten Medienerfahrungen als freier Mitarbeiter bei WDR und NDR. Ab 1992 wurde Reinhold Beckmann durch seine "SAT.1"-Sportsendungen "ran" und "ranissimo" einem breiteren Fernsehpublikum bekannt. Im Zuge seiner Rückkehr zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen brilliert der Sportkommentator, Journalist und Produzent seit 1999 mit der nach ihm benannten ARD-Talkshow...

Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
Reinhold Beckmann wurde am 23. Februar 1956 in Twistringen geboren.

Nach dem Schulbesuch absolvierte er zunächst den Zivildienst in einer Jugendbildungseinrichtung. Sodann machte Beckmann eine Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker an der Universität Köln. Dort studierte er auch Germanistik sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften. Für den WDR war Beckmann ab 1980 als freier Mitarbeiter tätig. Er lieferte Dokumentar-, Kultur- und Musikbeiträge für die Sendung "Aktuelle Stunde". 1985 begann Beckmann auch für die Sportredaktion des WDR zu arbeiten. 1987 erstellte er einige TV-Reportagen. Beim NDR moderierte Beckmann 1988 die Sendungen "Dreizeit" und "Flic-Flac".

Im Jahr 1989 kehrte er zum WDR zurück, um dort neben Helge Schneider als Moderator der "Offshow" zu wirken. 1990 wechselte Beckmann zum Privatfernsehen, um zunächst bei "Premiere" als Leiter der Sportredaktion einzusteigen. Ab 1992 war er für "SAT.1" tätig, wo er den Programmbereich Sport leitete und die Fußballsendungen "ran" und "ranissimo" ins Leben rief. 1993 stieg er zum Programmdirektor des Privatsenders auf. Zwei Jahre später schuf Beckmann die "SAT.1"-Sendungen "ran-Exklusiv" und "ran story". 1999 erfolgte die Rückkehr zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen, wo Beckmann zunächst für die ARD die Samstagabend-Show "Guinness - die Show der Rekorde" moderierte.

Außerdem entwickelte und produzierte er nun ebenfalls für das "Erste" die Talkshow "Beckmann", die seither regelmäßig unter seiner Moderation ausgestrahlt wird. Beckmann wurde 1995 mit der "Goldenen Kamera" ausgezeichnet. Er erhielt mehrere andere internationale Fernsehpreise. Sein Sendeformat "ran" wurde von "Sport-Bild" 1995 bis 1997 dreimal zur besten Studiosendung gekürt. Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft von 2000 stellte der Journalist seine Fähigkeiten als Live-Kommentator unter Beweis. Neben seinen TV-Auftritten wurde Beckmann außerdem Geschäftsführender Gesellschafter seiner Produktionsfirma "Beckground TV + Filmproduktion GmbH & Co. KG, Hamburg".

Indes schrieb er als Kolumnist für die Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" und für "Welt am Sonntag". Für die ab 2. August 2003 ausgestrahlte neue ARD-Sportschau, durch die nach 14 Jahren wieder die Bundesliga-Erstverwertung in das erste Programm des öffentlich-rechtlichen Fernsehens zurückkehrte, wurde auch Beckmann zum Moderator berufen. Die Neuauflage des legendären Sendeformats, das 1961 bis 1991 an der deutschen Fernseh- und Bundesliga-Geschichte mitschrieb, wird außerdem von Gerhard Delling moderiert und von Steffen Simon geleitet. 2005 erhielt er den "Peter-von-Zahn-Preis".

Weiter war Beckmann als Live-Reporter zahlreicher großer Sportereignisse wie der Fußball-Europameisterschaft 2004 aktiv. 2006 kommentierte er die Übertragung des Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft für die ARD. Für sein Interview mit Bert Dietz vom 21. Mai 2007 erhielt er in der Kategorie "Beste Moderation Information" den Deutschen Fernsehpreis 2007. 2008 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

Reinhold Beckmann ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.


Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur

NameReinhold Beckmann

Geboren am23.02.1956

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortTwistringen (D).