Biografie

Sandra Maischberger

Die deutsche Journalistin zählt zu den erfolgreichsten Moderatorinnen in der deutschen Fernsehlandschaft. Sandra Maischberger hat sich unter anderem als vielseitige Talkerin beim privaten Nachrichtensender n-tv (2000-2006) und auch in der ARD einen Namen gemacht. Ab September 2003 moderierte sie die Talkshow "Menschen bei Maischberger" im Ersten. Sie ist unter anderem Trägerin des deutschen Fernsehpreises, des Hanns-Joachim-Friedrich-Preises und des Bayerischen Fernsehpreises...

Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
Sandra Maischberger wurde am 25. August 1966 in München geboren.

Fünf Jahre lang besuchte Maischberger als Kind eine Schule in Italien, ihre Erstsprache ist damit italienisch. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland besuchte sie bis 1985 das Gymnasium in Garching bei München. Nach ihrem Schulabschluss absolvierte Maischberger in der Zeit von 1987 bis 1989 die Journalistenschule München. Bereits nach ihrem Abitur und schon während ihrer Ausbildung arbeitete sie als freie Journalistin im Radioprogramm des Bayerischen Rundfunks. Sie besorgte dort die Redaktion, Moderation, Reportagen und Interviews. Diese Tätigkeit führte sie bis 1993 aus, wobei sie zuletzt die Funktion der Chefin vom Dienst wahrnahm.

In den Jahren von 1988 bis 1989 arbeitete Maischberger für den Privatsender Tele5, wo sie unter anderem als Moderatorin beschäftigt war. Ab 1989 moderierte die Dreiundzwanzigjährige die wöchentliche Jugendsendung "Live aus dem Schlachthof" für den Bayerischen Rundfunk. 1992 folgte die wöchentliche Live-Sendung "Talk im Turm" für den Sender SAT.1. Längst hatte sich Maischberger einen Namen als bewährte Moderatorin und Talkerin gemacht. Das lebendige Gespräch und beharrliche Interview wurde ihr bevorzugtes journalistisches Medium, das sie auch bei den deutschen Zuhörern und Zuschauern bekannt machte.

Im Jahr 1992 übernahm Maischberger die Interviewsendung "0137" beim Sender Premiere. In der Zeit von 1993 bis 1994 war Maischberger an der Konzeption von "Spiegel TV Interview" beteiligt, wobei sie die Sendung auch moderierte. Nach dieser Tätigkeit hielt sie sich für längere Zeit im Ausland auf. Im Anschluss daran fungierte sie als freie Mitarbeiterin von "Spiegel TV", für das sie Themenbeiträge, Interviews und Reportagen lieferte. In der Zeit von 1996 bis 1997 übernahm Maischberger die Moderation der Live-Sendung "Freitag Nacht", die im Rahmen von Spiegel TV beim Sender Vox ausgestrahlt wurde und zugleich den Sendetitel "Greenpeace TV" bei RTL.

Es folgten freie Mitarbeiten für die Sender WDR, ZDF, Amica und andere. Seit 2000 sahen die Zuschauer die Talkmasterin in der Talksendung "Maischberger" bei n-tv, die an fünf Tagen in der Woche gesendet wurde. Sie avancierte zur Stamm-Talkerin im deutschen Fernsehen. Maischberger wurde indes mit bedeutenden Auszeichnungen geehrt. So erhielt sie 2000 den Hanns-Joachim-Friedrich Preis. Im selben Jahr wurde Maischberger mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Im Jahr darauf teilte sich Maischberger mit dem Entertainer Günther Jauch die Auszeichnung als "Fernsehmacher des Jahres 2001".

Im Jahr 2002 verlieh man Maischberger die Goldene Kamera. Neben ihrem Talk bei n-tv begann die Moderatorin am 2. September 2003 eine neue Talkshow "Menschen bei Maischberger", die dienstagabends in der ARD ausgestrahlt wird. Als Produzent fungierte der abgetretene TV-Moderator Alfred Biolek, auf dessen früherem ARD-Sendeplatz ("Boulevard Bio") nun Maischbergers Talk platziert wurde. Auf n-tv blieb Maischberger indes von den Programmeinstellungen des Senders, die im November 2003 aus finanzpolitischen Gründen erfolgten, verschont.

Anlässlich des 200. Geburtstags des dänischen Dichters Hans Christian Andersen im Jahr 2005 wurde Maischberger zur Märchenbotschafterin ernannt, als welche sie für den Kampf der abc-Stiftung gegen Analphabetismus warb. Im Oktober 2004 veröffentlichte Sandra Maischberger "Die musst Du kennen - Menschen machen Geschichte", ein Nachschlagewerk für Kinder mit über 250 der wichtigsten Wissenschaftler, Künstler und Politiker von der Antike bis in die Gegenwart. Am 21. März 2005 feierte Maischberger ihre 1000. Sendung bei n-tv. Zum Jubiläum war Bundeskanzler Gerhard Schröder bei "Maischberger" zu Gast.

Im Jahr 2008 wurde sie mit der Goldenen Kamera in der Rubrik "Beste Information" ausgezeichnet.

Maischberger hat einen Wohnsitz in Berlin und in Hamburg. Sie ist mit dem Kameramann Jan Kerhart liiert.


Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
2002
Hand aufs Herz - Sandra Maischberger im Gespräch mit Helmut Schmidt (Sachbuch)

2003
Ich bin so frei - Sandra Maischberger im Gespräch mit Hildegard Hamm-Brücher (Sachbuch)

2004
Die musst du kennen. Menschen machen Geschichte (Nachschlagewerk für Kinder)

2007
Helmut Schmidt außer Dienst; 2003-2007 (TV-Dokumentationen)
2000
Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis

2000
Deutscher Fernsehpreis ("Beste Moderatorin einer Informationssendung")

2001
Bayerischer Fernsehpreis (Für "Maischberger")

2001
Fernsehmacherin des Jahres

2001
Goldenes Schlitzohr

2002
Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik

2002
Ernst-Schneider-Preis (Rubrik: Wirtschaft in einer Talkshow)

2002
Der goldene Lachs (Ehrenpreis der norwegischen Botschaft)

2002
Radio Regenbogen Award (Medienfrau 2002)

2002
Goldene Kamera (Rubrik: TV-Journalismus)

2004
Medienpreis für Sprachkultur (Rubrik: Radio/Fernsehen)

2008
Goldene Kamera (Rubrik: Beste Information)

NameSandra Maischberger

Geboren am25.08.1966

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortMünchen (D).