Biografie

Yves Tanguy

NameYves Tanguy

Geboren am05.01.1900

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortParis (F).

Verstorben am15.01.1955

TodesortWoodbury, Connecticut (USA).

Yves Tanguy

Der französische Maler zählt mit Salvador Dali zu den Hauptvertretern des Surrealismus. Seine motivischen Anfänge im Zeichnen galten Szenen aus Pariser Cafés. In seinen Hauptwerken stellt er oftmals Erinnerungs- oder Traumlandschaften dar, die der Autodidakt mit seinen Eindrücken aus der afrikanischen Wüste verband. Im Vergleich zu Dali spielte in seinen Werken eine fantastische, sich im Unendlichen verlierende Landschaft ohne Horizont eine zentrale Rolle. Vor solcher Kulisse ließ Yves Tanguy schwebende technisch-organische Objekte und Formen auftauchen. Die Sujets wurden in silbriggraues Licht gehüllt, wodurch der Eindruck der vollkommenen Stille einer nicht mehr irdischen Welt entsteht...
Yves Tanguy wurde am 5. Januar 1900 in Paris geboren.

Nachdem er die Schule beendet hatte, meldete er sich zur Handelsmarine. Die Fahrten führten ihn nach England, Südamerika und Afrika. In seiner Militärausbildung begegnete er dem Dichter Jacques Prévert, woraus sich eine Freundschaft entwickelte. Im Anschluss meldete er sich freiwillig zum Militärdienst in Tunis. 1922 ließ er sich dann in Paris nieder. Dort begann er Szenen aus den Pariser Café-Betrieben zu zeichnen. Tanguy brachte sich sein künstlerisches Handwerk autodidaktisch bei. 1923 entschloss er sich, Maler zu werden. Ausschlaggebend für diese Entscheidung soll im Jahr 1922 eine Begegnung mit den Werken des italienischen Malers Giorgio de Chirico in der Galerie Paul Guillaume gewesen sein.

In den beiden darauffolgenden Jahren entstanden Zeichnungen und Aquarelle nach dadaistischer Manier. 1924 fand er sich mit den beiden Schriftstellern Jacques Prévert und Georges Duhamel zu einer Wohngemeinschaft zusammen. Dort kehrten die Pariser Maler des Surrealismus ein und aus. 1925 wurde Tanguy Mitglied der Surrealisten um André Breton, der auch sein Mentor war. Bretons klassischer Stil des Surrealismus blieb Zeit seines Lebens für Tanguy bestimmend. Im "Salon de l'Araignée" beteiligte er sich mit drei Zeichnungen an einer Ausstellung. In seiner Frühphase unterlag der Künstler noch den Einflüssen von Expressionismus, Kubismus und Neue Sachlichkeit. Seinen eigenen surrealistischen Stil malte er erst ab dem Jahr 1925.

Zu seinem Umgang zählten Persönlichkeiten wie Salvador Dali, René Magritte, Max Ernst oder André Masson. Yves Tanguy heiratete 1925 Jeannette Ducrocq. Ab 1927 hatte er regelmäßige Einzelausstellungen, aber auch an Gemeinschaftsausstellungen wie mit André Masson, Hans Arp, Joan Miró, Pablo Picasso und Max Ernst beteiligte er sich. Die erste Einzelausstellung fand 1927 in der Galerie Surréaliste in Paris statt. 1938 lernte Tanguy in Paris die amerikanische Malerin Kay Sage kennen. Sie heirateten 1940, nachdem er sich im selben Jahr von seiner ersten Frau hatte scheiden lassen. Bereits im Jahr des Kriegsausbruchs ging er mit ihr in die USA.

Im Jahr 1948 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Die Motive seiner Bilder aus dieser Zeit wurden bestimmt vom Kriegsgeschehen. Erst später tauchten seine poetisch anmutenden Erlebnis- und Traumlandschaften auf, die er in einer glatten, wenig perspektivischen Weise realisierte. Sie erinnern in ihrer phantastischen Weite und Leere an den Stil von Salvador Dali. Im Vergleich zu Dali spielten in seinen Werken Landschaften ohne Horizont eine zentrale Rolle. Vor solcher Kulisse ließ Tanguy schwebende technisch-organische Objekte und Formen auftauchen. In diesen Bildern standen abstrakte Gebilde, die in ihrer Vereinzelung gespensterhaft wirken. Davon zeugen Titel wie "Toilette d`Air" (1937) oder "Divisibilité indéfinie" (1942).

Zu Yves Tanguys bedeutendsten Werken zählen unter anderem Titel wie "Rendezvous der Parallelen" (1935), "Die Sonne in ihrem Kästchen" (1937), "Imaginäre Zahlen", "Die Geschwindigkeit des Schlafes" (1945) oder "Multiplikation der Bögen" (1954). In den letzten Lebensjahren verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Künstlers zunehmend. Noch im Todesjahr präsentierte das Museum of Modern Art in New York eine große Tanguy-Retrospektive.

Yves Tanguy starb am 15. Januar 1955 in Woodbury an einem Hirnschlag, den er infolge eines Sturzes erlitt. Einige seiner Werke wurden postum auf der documenta II (1959) in Kassel gezeigt.

NameYves Tanguy

Geboren am05.01.1900

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortParis (F).

Verstorben am15.01.1955

TodesortWoodbury, Connecticut (USA).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html