Biografie

André Masson

NameAndré Masson

Geboren am04.01.1896

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortBalagny (F).

Verstorben am28.10.1987

TodesortParis (F).

André Masson

Der französische Maler und Grafiker war ein exponierter Vertreter der Surrealisten. Er schuf sogenannte "automatische" Zeichnungen. Nach einer kurzen Zeit der Distanzierung vom Surrealismus fand André Masson wieder Anschluss an diesen Malstil. Über den Automatismus entwickelte André Masson eine Art Zeichenschrift. In seinen Werken bereitete er die Strömung des Informel maßgeblich vor. So beeinflusste er unter anderem die Abstrakten Expressionisten, allen voran den amerikanischen Maler Jackson Pollock, der auf der Grundlage von Massons Werken später das Action Painting realisierte. Massons Werke prägen schwingende Linien oder auch unruhige Schriftzüge, die sich an fernöstliche Kalligraphie orientieren. Seine Bilder setzten Maßstäbe in der europäischen und amerikanischen modernen Kunst, dennoch war er nie ein abstrakter Maler...
André Masson wurde am 4. Januar 1896 in Balagny im Departement Oise geboren.

Nach seinem Schulabschluss studierte André Masson an der Pariser Kunstakademie. Später setzte er seine Studien in Italien fort, wo er sich besonders der Freskomalerei zuwandte. Er ging vor dem Ersten Weltkrieg in Schweiz und ließ sich dort in Brüssel und in Bern nieder. Der Künstler ließ die Gelegenheit ungenutzt verstreichen, Schweizer Staatsbürger zu werden. Stattdessen ließ er sich zum Kriegsdienst einziehen. Im April des Jahres 1916 wurde Masson im Walküren-Schützengraben in der Nähe des Chemin des Dames schwer verletzt. Es folgten längere Krankenhausaufenthalte und unter anderem auch psychische Betreuung in entsprechenden Anstalten.

Nach dem Ersten Weltkrieg eröffnete er zusammen mit dem spanischen Maler, Grafiker und Bildhauer Joan Miro und anderen Künstlerin in Paris ein Atelier. 1924 knüpfte er Verbindung zu den Surrealisten. Er wurde zunächst von der Ausdruckskraft des Kubismus angeregt. Durch die surrealistische Malweise gelang Masson der Einblick in die psychologischen Quellen der Kunst. Ab dem Jahr 1929 distanzierte er sich erstmals wieder davon. Er verließ die Gruppe aus Protest gegen den autoritären Führungsanspruch des Dichters und Surrealismustheoretiker André Breton. André Masson schuf seine automatischen Zeichnungen und seine ersten Sand-Bilder. Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts begannen die Arbeiten zu der Massaker-Serie, die aus rund 100 Werken besteht. Das Historial de la Grande Guerre enthält allein 40 Zeichnungen.

In diesen Kunstwerken kommen seine Eindrücke und Erlebnisse des Ersten Weltkriegs zur Verarbeitung. Masson verwendete für diese zeitlos erscheinende Werkreihe mythologische Elemente, die auch immer wieder an anderer Stelle seine Werkschaffens auftreten. André Masson verließ Paris und siedelte nach Spanien über, dort ließ er sich in Tossa de Mar in Katalonien nieder. In dieser Zeit holte er sich für sein Werk Anregungen aus dem spanischen Stierkampf. In dieser Zeit wurden seine zwei Söhne geboren. Als im Jahr 1936 der Spanische Bürgerkrieg um Franco ausbrach, verließ er das Land wieder. Er kehrte nach Frankreich zurück und fand dort abermals Anschluss an die surrealistische Stilgruppe. 1937 stellte er im New Yorker MoMA aus. Es folgten weitere zahlreiche internationale Ausstellungen.

Schon zu seinen Lebzeiten wurden ihm mehrere Retrospektiven gewidmet, so beispielsweise im Jahr 1941 in Baltimore, im Jahr 1958 im Wiener Albertium oder im Jahr 1964 in der Berliner Kunstakademie. Aufgrund von Massons antifaschistischer Haltung emigrierte er während des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1941 in die Vereinigten Staaten. Dort hinterließ er einen großartigen Eindruck auf die Avantgardisten. So beeinflusste er unter anderem die Abstrakten Expressionisten, allen voran den amerikanischen Maler Jackson Pollock, der auf der Grundlage von Massons Werken später das Action Painting realisierte. Dennoch zählt André Masson nicht zu den Vertretern der abstrakten Malerei. Kurz nach dem Kriegsende im Jahr 1945 verließ er die USA wieder und kehrte nach Frankreich zurück. Dort ließ er sich in Paris nieder.

In dieser Zeit beschäftigte er sich besonders mit der Illustration von Büchern. Daneben schuf er Bühnenbilder. Diese beiden Bereiche nehmen einen bedeutenden Teil seines künstlerischen Schaffens ein. Der Künstler kehrte Paris den Rücken und zog nach Aix-en-Provence. Dort entstanden vor allen Dingen seine Landschaftsbilder. Ab dem Jahr 1955 kennzeichnet sie Hinwendung zum Zen die chinesische Phase des Künstlers. Seine Werke prägen schwingende Linien oder auch unruhige Schriftzüge, die sich an fernöstliche Kalligraphie orientieren. Aus seiner Beschäftigung mit den deutschen Bauernkriegen in der Renaissance ging die Serie mit dem Titel "Délire-Lansquenet" hervor. Danach spielen die Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg wieder eine vordringliche Rolle in seinem Schaffen. Masson kritisiert die Gewalt und Brutalität und Unmenschlichkeit des Kriegs.

Seine Darstellungen sind unter anderem kämpfende Fische oder ein Mensch, der sich ein Messer ins Auge stößt als grausame Visionen. In ihrer Gestaltung lehnen sich die Werke an das Strukturmodell des Kubismus an.

André Masson starb am 28. Oktober 1987 in Paris.

NameAndré Masson

Geboren am04.01.1896

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortBalagny (F).

Verstorben am28.10.1987

TodesortParis (F).

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