Biografie

Joan Miró

NameJoan Miró

Geboren am20.04.1893

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortBarcelona (E).

Verstorben am25.12.1983

TodesortMallorca (E).

Joan Miró

Der spanische Maler, Grafiker und Bildhauer zählt zu den bekanntesten Vertretern des Surrealismus. Nach Experimenten mit zeitgenössischen Kunstströmungen, schuf Joan Miró früh symbolhafte Bildelemente, die er zunächst noch in poetisch-naive Landschaften einbezog. Seine Bilder sind geprägt von einer starken Farbigkeit, die vielfach Elemente der abstrakten Malerei aufweisen. Seine in den 1940er und 1950er Jahren entstandenen Werke begründeten seinen Weltruhm. Sie zeichnen sich durch eine heitere und skurrile Kunstsprache aus. Neben Gemälden fertige der vielseitige Künstler auch Skulpturen, Plastiken, Keramikarbeiten, überlebensgroße Theaterpuppen und Druckgrafiken an...
Joan Miró wurde am 20. April 1893 als Sohn eines Goldschmiedes und Uhrmachers in Barcelona geboren.

Miró verlebte seine Kinderjahre in Barcelona. Bereits in dieser Zeit wurde er im Zeichnen unterrichtet. Er besuchte ab 1907 die Handelsschule und später die Kunstakademie "La Lonja" in Barcelona. Danach setzte er seine Kunststudien an der "Escola d`Art des Francisco Gali" fort. Seine erste Einzelausstellung fand 1918 in der Galerie Dalmau statt. In seinen frühen Arbeiten befasste sich der Künstler mit Stillleben, wie zum Beispiel "Nord-Süd" (1917), Porträts und Landschaften. In dem Gemälde "Nu debout" von 1921 werden verschiedene Anregungen aus dem Kubismus und dem Detailrealismus der neuen Sachlichkeit bemerkbar. Im Jahr darauf, 1919, reiste er nach Paris, wo er Pablo Picasso kennenlernte.

Eine Ausstellung dort bescherte ihm keinen Erfolg. 1923 begegnete er den Künstlern der Surrealisten um André Breton, den beiden Schriftstellern Henry Miller und Ernest Hemingway. Joan Miró schloss sich den Surrealisten an und stellte verschiedentlich auf ihren Ausstellungen aus. In dieser Pariser Zeit um die Mitte der 1920er Jahre fand ein grundsätzlicher Wechsel in der künstlerischen Ausdruckskraft des Malers statt, nicht nur aufgrund von Bezügen zum Surrealismus, sondern auch zum Dadaismus. Die Malkunst der Gegenständlichkeit trat zurück, zugunsten von mehr Farbe, Linien, Symbolen und Zeichen. So zeugt Mirós Werk "Danseuse II" (1925) von seiner neuen Formsprache, mit denen er seine Traumbilder schuf. 1928 präsentierte er seine Werke in der Pariser Galerie Georges Bernheim. Diese Ausstellung machte ihn als Maler bekannt.

In seinem Frühwerk ließ er sich leiten von der katalanischen Traditionsmalerei, der Volkskunst, den Werken von Vincent van Gogh, Paul Cezanne und Henri Matisse. Im folgenden Jahr, 1929, heiratete er Pilar Juncosa, zwei später kam seine Tochter Maria Dolores zur Welt. Während seiner Zeit in Barcelona stellte Joan Miró seine Werke nicht nur dort aus, sondern auch in den USA. Miró gehört zu den unruhigen Malern, was die ständige Suche nach einer individuellen Bildersprache angeht. Ständig reflektierte er sein Kunstschaffen und suchte besonders in den 1930er Jahren einen Ausgleich zwischen dem figürlichen und abstrakten Kunststil, dessen breites Spektrum ihn künstlerisch berührte, und das er als Spannungsfeld empfand. Zu Beginn des spanischen Bürgerkrieges 1936 siedelte der Künstler nach Paris über.

Als die Deutschen während des Zweiten Weltkrieges 1940 in Frankreich einmarschierten, zog er sich auf Mallorca zurück, lebte aber auch zeitweise in Montroig oder in Barcelona. Miros Werke waren in dieser Zeit auf zahlreichen Ausstellungen präsent und wurden vielfach ausgezeichnet. In den Jahren 1940 und 1941 entstand die Bildfolge "Constellations", für die Gestaltungselemente wie Flecken, Linien und Farbflächen charakteristisch sind, zugleich aber auch Figurationen. Auffallend dazu die Komposition der Grundfarben Schwarz, Grün, Gelb, Blau und Rot. Zu dieser Bildersprache zählen außerdem Mirós Arbeiten mit dem Titel "Femmes dans la nuit" (1946) und "Femme, lune, étoile" (1949). Von ihnen holte sich Jackson Pollock Anregungen. 1956 siedelte er wieder auf Mallorca über.

Seine in den 1940er und 1950er Jahren entstandenen Werke begründeten seinen Weltruhm. Sie zeichnen sich aus durch eine heitere und skurrile Kunstsprache. Zur künstlerischen Spätphase zählen unter anderem die Skulpturen "Femme" (1967) und "Le roi guerrier" (1981-83), die zu Mirós bedeutendsten Spätwerken gehören. Joan Miró ist einer der populärsten Vertreter des Surrealismus im 20. Jahrhundert. Seine Bilder wirken durch ihre starke Farbgebung und ihre Orientierung am abstrakten Stil. Neben Gemälden fertige der vielseitige Künstler auch Skulpturen, Plastiken, Keramikarbeiten, überlebensgroße Theaterpuppen und Druckgrafiken an. Das Monumentalwerk der zehn mal 55 Meter großen Fassade des Wilhelm-Haack-Museums in Ludwigshafen ist Mirós Kunstwerk mit den größten Ausmaßen.

Miró wurde Teilnehmer der documenta 1 (1955), der documenta II (1959), der documenta III (1964) und auch der documenta 6 im Jahr 1977 in Kassel.

Joan Miró starb am 25. Dezember 1983 auf Mallorca.

NameJoan Miró

Geboren am20.04.1893

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortBarcelona (E).

Verstorben am25.12.1983

TodesortMallorca (E).

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