Biografie

Hans Arp

Der deutsch-französische Bildhauer, Maler und Dichter hatte als Zentralfigur der Dada-Bewegung (1916), des Cabaret Voltaire in Zürich, als Mitverfasser des Ersten Surrealistischen Manifests in Paris (1924) sowie als führender Vertreter der Konkreten Kunst bedeutenden Einfluss auf die Entsehungsphasen der modernen Kunst. Er entwickelte eine neue abstrakte Formensprache. Ab dem Jahr 1930 konzentrierte er sich auf die Bildhauerei. In seinem stilistischen Ausdruck herrschten runde, fließende Formen vor, die ohne jeden naturalistischen Anklang organisch wirken. Stets bemühte sich Hans Arp so um einen Ausgleich zwischen abstrakten und organischen Formen. In der Poesie orientierte er sich gleichfalls an den Surrealisten...
Hans Arp wurde am 16. September 1886 als Sohn eines Unternehmers in Straßburg im Elsass geboren.

Arp begann nach seiner Schulzeit 1900 ein Studium an der Kunstgewerbeschule in Straßburg. Noch während seiner Studienzeit verfasste er erste Gedichte und publizierte sie. 1904 verließ er Straßburg und siedelte nach Weimar über. Dort setzte er von 1905 bis 1907 seine Studien an der Kunstschule fort. 1908 ließ er sich in Paris nieder, wo er an der Académie Julian im Jahr 1910 sein Studium beendete. 1911 zog es ihn nach Weggis in die Schweiz. Drei Jahre später befand er sich unter den Mitbegründern der schweizerischen Künstlergruppe "Moderner Bund". Im selben Jahr machte er die Bekanntschaft von Wassily Kandinsky und es entstand eine Verbindung zu den Expressionisten der "Blauen Reiter" in München.

Im Jahr 1913 erschienen mehrere Beiträge in der expressionistischen Berliner Zeitschrift "Der Sturm". Nachdem der Erste Weltkrieg ausbrach, emigrierte Hans Arp in die Schweiz. 1915 stellte der Künstler seine abstrakten Bilder in der Tanner Galerie in Zürich aus. Dort begegnete er der Malerin Sophie Teuber, die später seine Frau wurde. 1914 betätigte sich Arp als Illustrator der "25 Gedichte" des französischen Lyrikers Tristan Tzara (Sami Rostenstock). Während des Ersten Weltkriegs bekundete Hans Arp öffentlich seine pazifistische Haltung. Zu seiner Künstlergruppe zählten unter anderem der deutsche Schriftsteller Hugo Ball und der deutsche Arzt, Psychoanalytiker und Schriftsteller Richard Huelsenbeck.

Die Gruppe rief 1916 die Dada-Bewegung in der Schweiz ins Leben. Zu ihrer Tätigkeit gehörte die Veranstaltung von dadaistischen Kabaretts. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ließ sich Hans Arp im Jahr 1919 in Köln nieder. Dort hatte er Kontakt mit den beiden Malern Max Ernst und Johannes Theobald Baargeld, woraus sich eine freundschaftliche Verbindung ergab. Arp schloss sich den Beiden an, woraus die Kölner Dada-Gruppe entstand. In seiner Kölner Phase schuf Arp provozierende, politische Arbeiten. Er gab zusammen mit Ernst und Baargeld eine satirische Zeitschrift mit dem Titel "Der Ventilator" heraus. Ab dem Jahr 1920 orientierte sich Arp mehr am abstrakten Surrealismus. 1921 heiratete er Sophie Teuber. 1923 entwickelte sich eine Zusammenarbeit mit Kurt Schwitters.

Im selben Jahr veröffentlichte Arp Beiträge in der Zeitschrift "Merz". In dieser Zeit verließ er Deutschland und zog nach Paris. Dort beteiligte er sich von 1924 bis 1928 an der Ausstellung der Surrealisten. Arp wurde Mitbegründer der Gruppe Abstraction-Création unter der Leitung des belgischen Bildhauers, Malers und Architekten Georges Vantongerloo. 1926 ließ sich der deutsche Künstler in Meudon, dem heutigen Clamart, in Frankreich nieder. Im selben Jahr nahm er die französische Staatsbürgerschaft an. 1930 entstanden erste Vollplastiken. Ab dem Jahr 1931 wandte sich Arp endgültig der Bildhauerei zu. Er fertigte zunehmend abstrakte Formen aus Marmor oder Bronze. 1940 stuften die Nationalsozialisten in Deutschland die Bilder von Hans Arp als sogenannte "entartete Kunst" ein.

Nachdem die Nazis in Frankreich einmarschierten, emigrierte Arp in den unbesetzten südfranzösischen Teil nach Grasse bei Nizza. 1941 zog es ihn nach Zürich in die Schweiz. Zwischen den Jahren 1950 und 1959 schuf er mehrere Plastiken für die Universitäten Harvard und Caracas sowie für das UNESCO-Gebäude in Paris. In den Jahren von 1952 bis 1958 führten Hans Arp Reisen nach Griechenland, Mexiko und in die USA. Im Jahr 1959 siedelte er nach Locarno in die Schweiz über. Dort heiratete er im selben Jahr Marguerite Hagenbach.

Hans Arp starb am 7. Juni 1966 in Basel.

NameHans Arp

Geboren am16.09.1886

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortStraßburg (F).

Verstorben am07.06.1966

TodesortBasel (CH).