Biografie

Max Ernst

NameMax Ernst

Geboren am02.04.1891

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortBrühl (D).

Verstorben am01.04.1676

TodesortParis (F).

Max Ernst

Der deutsche Maler, Collagekünstler, Bildhauer, Zeichner und Dichter ist Mitbegründer der Dada-Gruppe und des Surrealismus. Früh brach er mit den konventionellen künstlerischen Techniken. Max Ernst erfand 1925 die sogenannte Frottagetechnik in der Graphik, die er auch in der Malerei anwendete. Ernst verstand es, Naturformen und alltägliche Dinge in irrealer Weise miteinander zu verbinden. Seine Bilder erinnern an eine Welt des Traumes und des Unterbewussten. Die Verfremdung des Alltäglichen sowie die irritierende Inszenierung des Unerklärlichen und des Traumhaften wurden dabei immer wieder durch Ironie und Humor gebrochen...
Max Ernst wurde als Sohn des Taubstummenlehrers Philipp Ernst und seiner Frau Luise, geborene Kopp, am 2. April 1891 in Brühl bei Köln geboren.

Ernst studierte von 1909 bis 1914 an der Universität Bonn Psychologie, Philosophie und Kunstgeschichte. In dieser Zeit befreundete er sich mit dem Maler August Macke, und er schreibt Kunst- und Theaterkritiken. 1913 beteiligte er sich an der Bonner Ausstellung "Rheinische Expressionisten". Er begegnete den Malern Hans Arp und Robert Delaunay. 1914 meldete er sich als Freiwilliger zum Militärdienst im Ersten Weltkrieg. Ein Jahr darauf präsentierte er seine Bilder in der Galerie "Sturm" in Berlin.

Während seines Urlaubs von der Front machte er die Bekanntschaft der beiden Maler George Grosz und Wieland Herzfelde. 1917 nahm er an der "Zweiten Sturm-Ausstellung" in der Züricher Galerie "Dada" teil. 1918 erfolgte die Beförderung zum Leutnant. Nach Kriegsende kehrte er nach Köln zurück und heiratete 1918 Luise Strauß. Aus der Verbindung stammte ein Sohn. Ernst und Arp gründeten 1919 die Kölner Gruppe "Zentrale W/3". In dieser Zeit beschäftigte sich Max Ernst mit Collagearbeiten. 1921 stellte er erstmals in Paris aus. Zusammen mit dem Dichter Paul Éluard begannen in diesem Jahr die Arbeiten zu dem Gedichtband "Répétitions".

Im Jahr 1922 verließ Max Ernst Köln und siedelte nach Paris über. Er knüpfte enge Kontakte mit den Surrealisten und beteiligte sich regelmäßig an deren Ausstellungen. 1923 wurde sein Werk "Rendez-vous der Freunde" im "Salon des Indépendants" präsentiert. 1924 unternahm er mit seiner Frau eine Reise nach Indochina. Im Jahr 1925 entwickelte Max Ernst die Technik der "Frottage", wobei es sich um eine graphische Abreibetechnik für Bleistiftzeichnungen handelt. Er entwickelte seine Erfindung weiter für die Malerei und nannte sie "Grattage". Beide Techniken wurden bestimmend für seinen Stilausdruck. 1928 schuf er Bildzyklen mit Motiven aus Vögeln, Wäldern und Muscheln.

Ernst trat 1920 als Schauspieler in dem surrealen Film "Làge dòr" auf. Er übernahm die Rolle des Räuberhauptmannes. 1932 beteiligte er sich an der Gründungsversammlung der "Association des écrivains et artistes révolutionnaires". Im Jahr der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 wurde der Künstler Max Ernst als "entartet" eingestuft und diffamiert. 1934 begann er mit der Skulpturenkunst. Ein Jahr später entstanden Dschungelbilder und Werke, die versteinerte Städte zeigen. Auf der Münchner Ausstellung "Entartete Kunst" 1937 zeigten die Nationalsozialisten zwei Bilder von Max Ernst. Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges wurde Ernst 1939 in Frankreich interniert, im gleichen Jahr aber zu Weihnachten wieder frei gelassen.

Doch im Jahr darauf musste er wieder ins Internierungslager. Max Ernst gelang zweimal die Flucht. 1941 flüchtete er nach Madrid und Lissabon. Dann setzte er sich in die USA ab. Dort heiratete er die Kunstsammlerin und Mäzenatin Peggy Guggenheim. Bereits 1943 erfolgte die Scheidung. 1942 wurde Ernst Mitherausgeber der Zeitschrift "VVV". Damit verbunden war die Verbreitung des Surrealismus in den USA. 1946 ging er eine Ehe mit der Malerin Dorothea Tanning ein. Das Paar zog nach Arizona. Zwei Jahre später wurde Max Ernst amerikanischer Staatsbürger. Zu seinem 60. Geburtstag fand in seiner Heimatstadt Brühl eine große Retrospektive statt, die als Wanderausstellung auch an anderen Orten präsentiert wurde.

Im Jahr 1953 siedelte er wieder nach Paris über. Ein Jahr später wurde er mit dem Malerpreis der 27. Biennale in Venedig geehrt. Das hatte ein Jahr später zur Folge, dass er aus dem Kreis der Surrealisten ausgeschlossen wurde. 1955 wählte er Husmes bei Tours als seinen Wohnort. Im Jahr darauf wurde er in die Akademie der Künste in Berlin aufgenommen. Im Jahr 1958 erhielt Max Ernst die französische Staatsbürgerschaft. Zwei Jahre später erschien sein Buch "La nudité de la femme est plus sage que l'enseignement du philosophie". Im New Yorker Museum of Modern Art wurde 1960 eine Max-Ernst-Retrospektive veranstaltet.

Max Ernst erhielt zahlreiche Ehrungen, Preise und Auszeichnungen: Der Regisseur Peter Schamoni drehte 1963 in Husmes einen Film über Max Ernst mit dem Titel "Max Ernst - Entdeckungsfahrten ins Unbewusste". Ein Jahr später ehrte die nordrhein-westfälische Landesregierung den Künstler mit dem Titel des Ehrenprofessors. 1966 wurde er Offizier der Ehrenlegion. Im gleichen Jahr trug seine Geburtsstadt Brühl ihm die Ehrenbürgerschaft an, die der Künstler aber ablehnte. 1970 wurde er Ehrendoktor der Universität Bonn. Ernst zog in die Provence nach Seillans. 1975 reiste er zur Eröffnung der Max-Ernst-Retrospektive im Solomon R. Guggenheim Museum in New York. Im gleichen Jahr fand eine Retrospektive zu Ehren des Künstlers im Grand Palais in Paris statt.

Max Ernst starb am 1. April 1976 in der Nacht zu seinem 85. Geburtstag in Paris.

Zu seinem Gedenken eröffnete die Stadt Brühl im April 2005 ein Max-Ernst-Museum.

NameMax Ernst

Geboren am02.04.1891

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortBrühl (D).

Verstorben am01.04.1676

TodesortParis (F).

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