Biografie

Senta Berger

Die österreichische Schauspielerin zählt zu den wenigen international erfolgreichen Darstellerinnen aus dem deutschsprachigen Raum. Während ihrer langen Karriere, in der sie mit den namhaftesten Kollegen zusammenarbeitete, wurde die Charakterdarstellerin mit den bedeutendsten Filmpreisen ausgezeichnet. Im Fernsehen erlangte Senta Berger Mitte der 1980er Jahre große Popularität mit Helmut Dietls satirischer TV-Serie "Kir Royal". In ihren Produktionen verkörperte sie immer wieder die starke und feminine Frau. Von 2003 bis 2010 war Berger an der Seite von Günter Rohrbach die erste Präsidentin der Deutschen Filmakademie. Zu ihren bekanntesten Filmen zählen "Es muss nicht immer Kaviar sein", "Liebe im 3/4 Takt" und "Als die Frauen noch Schwänze hatten"...
Senta Berger wurde am 13. Mai 1941 in Wien als Tochter des Komponisten Josef Berger geboren.

Aufgewachsen ist Senta Berger bei ihren Eltern in Wien, wo sie auch die Schule besuchte. Von ihrem Vater wurde sie schon früh musikalisch gefördert und erhielt Klavier- und Ballettunterricht. Noch während der Schulzeit wurde sie im Max-Reinhardt-Seminar in Wien ausgebildet und ab dem Jahr 1958 am Theater von Wien unter Vertrag genommen. In zahlreichen Aufführungen mit erstklassigen Kritiken konnte Senta Berger schon früh auf sich aufmerksam machen. So spielte sie nicht nur in Wien, sondern wirkte auch in einigen Vorstellungen in Salzburg und Berlin mit. Ihr Filmdebüt feierte sie im Jahr 1957 in dem Streifen "Die unentschuldigte Stunde".

Ihren Durchbruch schaffte Senta Berger mit der Verfilmung des Romans von Johannes Mario Simmel "Es muss nicht immer Kaviar sein". Zu internationalem Ruhm kam sie im Jahr 1962 mit der Walt Disney- Produktion "Liebe im 3/4 Takt" und dem Klassiker "Das Testament des Dr. Mabuse" an der Seite von Gert Fröbe. Nach diesem Erfolg entstanden zahlreiche weitere US-amerikanische Produktionen. Sie wurde von Columbia Pictures unter Vertag genommen; im Jahr 1964 wurde "Major Dundee" und im Jahr 1968 der Film "Marquis de Sade" abgedreht. 1965 erhielt sie den "Golden Globe Award" und 1968 den "Bambi".

In Hollywood avancierte Senta Berger zum Weltstar und drehte neben berühmten Kollegen wie Kirk Douglas, John Wayne, Dean Martin, Frank Sinatra, Charlton Heston, Yul Brynner oder Sir Alec Guinness. 1965 gründete Berger die Senta-Filmproduktion. 1966 heiratete sie den Schauspieler, Filmregisseur und Arzt Dr. Michael Verhoeven. Es folgten auch wieder einige deutsche und europäische Arbeiten, wie im Jahr 1970 mit der italienischen Regisseurin Lina Wertmüller, wobei sie in der Komödie mit dem Titel "Quando le donne avevano la coda", zu deutsch "Als die Frauen noch Schwänze hatten", mitspielte.

Einige dieser Werke wurden von der Senta-Filmproduktion hergesellt. Bei einigen Werken führte ihr Mann auch die Regie. In den beiden Jahren 1972 und 1979 wurden die zwei Kinder Simon Vincent und Luca Paul geboren. Zwischen 1974 und 1982 war sie die "Buhlschaft" im "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen an der Seite von Curd Jürgens und Maximilian Schell. 1983 erhielt sie das "Filmband in Silber". Aus Senta Bergers Produktion erschien im Jahr 1982 "Die weiße Rose" und im Jahr 1989 "Das schreckliche Mädchen". Seit dieser Zeit war sie häufig in einigen deutschen Erfolgsarbeiten fürs Fernsehen zu sehen. Zu den bekanntesten TV-Produktionen zählen Mehrteiler wie "Kir Royal" aus dem Jahr 1985/86 oder "Lilli Lottofee" sowie die ARD-Verfilmung "Dr. Schwarz und Dr. Martin".

Im Jahr 1998 wurde Berger mit dem "Karl-Valentin-Preis" und der "Romy" ausgezeichnet. 1999 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Die komödiantischen Fernsehfilme "Scharf aufs Leben" und "Bis das dein Tod uns scheidet" entstanden 2000 und 2001. Mit dem ZDF drehte sie 2002 den TV-Film "Unter Verdacht - Verdecktes Spiel", wofür sie mit dem Adolf-Grimme-Preis (2003) ausgezeichnet wurde. 2003 folgte unter der Regie von Friedemann Fromm "Unter Verdacht - Eine Landpartie". Für ihre Leistungen erhielt sie 2002 den Bayrischen Verdienstorden überreicht. Neben ihrer Arbeit als Filmschauspielerin ist auch sie immer wieder am Theater sowie bei umschwärmten Lesungen literarischer Werke zu sehen.

Ihr Leben fasste sie in ihren Memoiren zusammen, die sie unter dem Titel "Ich habe ja immer gewusst, dass ich fliegen kann" im März 2006 veröffentlichte. Von 2003 bis 2010 war Berger an der Seite von Günter Rohrbach die erste Präsidentin der Deutschen Filmakademie.
1957 - Die unentschuldigte Stunde
1957 - Die Lindenwirtin vom Donaustrand
1958 - Der veruntreute Himmel
1958 - Die Reise (The Journey)
1959 - Katja – Die ungekrönte Kaiserin
1960 - Ich heirate Herrn Direktor
1960 - Der brave Soldat Schwejk
1960 - O sole mio
1961 - Geheime Wege (The Secret Ways)
1961 - Das Wunder des Malachias
1961 - Junge Leute brauchen Liebe
1961 - Eine hübscher als die andere
1961 - Immer Ärger mit dem Bett
1961 - Adieu, Lebewohl, Goodbye
1961 - Es muß nicht immer Kaviar sein
1961 - Diesmal muß es Kaviar sein
1961 - Ramona
1961 - Das Geheimnis der schwarzen Koffer
1962 - Frauenarzt Dr. Sibelius
1962 - Das Testament des Dr. Mabuse
1962 - Liebe im 3/4 Takt
1962 - Sherlock Holmes und das Halsband des Todes
1963 - Die Sieger (The Victors)
1963 - Kali Yug – Die Göttin der Rache
1963 - Kali Yug – Aufruhr in Indien
1963 - Jack und Jenny
1964 - Spion mit meinem Gesicht (The Spy With My Face)
1965 - Sierra Charriba (Major Dundee)
1965 - Die glorreichen Reiter (The Glory Guys)
1965 - Schüsse im Dreivierteltakt
1966 - Der Schatten des Giganten (Cast a Giant Shadow)
1966 - Marrakesch (Our Man in Marrakesh)
1966 - Mohn ist auch eine Blume (The Poppy Is Also a Flower)
1966 - Lange Beine – Lange Finger
1966 - Das Quiller-Memorandum – Gefahr aus dem Dunkel
1966 - Unser Boß ist eine Dame
1967 - Der grausame Job
1967 - Paarungen
1967 - Wenn Killer auf der Lauer liegen (The Ambushers)
1967 - Eine Chance für den Playboy (A Thief Is a Thief)
1967 - Mit teuflischen Grüßen
1968 - Istanbul Express
1968 - Babeck (TV-Dreiteiler)
1968 - Geier können warten
1969 - So reisen und so lieben wir
1969 - Das ausschweifende Leben des Marquis de Sade
1970 - Als die Frauen noch Schwänze hatten
1971 - Wer im Glashaus liebt (auch Produktion)
1971 - Kommando Kobra (Le saut de l'ange)
1971 - Roma Bene – Liebe und Sex in Rom
1971 - Die Moral der Ruth Halbfass
1971 - Der Geliebte der großen Bärin
1972 - Toll trieben es die alten Germanen
1972 - Der scharlachrote Buchstabe
1973 - Die weiße Mafia (Bisturi, la mafia bianca)
1973 - Reigen
1974 - Der Mann ohne Gedächtnis (L'uomo senza memoria)
1975 - MitGift (auch Co-Produktion)
1975 - Per Saldo Mord
1976 - Die Herrenreiterin (La padrona è servita)
1976 - Das chinesische Wunder
1976 - Steiner – Das Eiserne Kreuz
1977 - Die nackte Bourgeoisie (Ritratto di Borghesia in nero)
1982 - Die weiße Rose (Co-Produktion)
1983 - Spider Murphy Gang (Produktion)
1984/86 - Kir Royal (TV-Serie)
1985 - Killing Cars (auch Co-Produktion)
1988/89 - Die schnelle Gerdi (TV-Serie)
1989 - Das schreckliche Mädchen (Produktion)
1990 - Schlaraffenland (Produktion)
1994/96 - Ärzte (TV-Serie)
1998 - Bin ich schön?
2002/06 - Unter Verdacht (TV-Serie)
2004 - Die schnelle Gerdi und die Hauptstadt (TV-Serie)
2004 - Zimmer mit Frühstück

NameSenta Berger

Geboren am13.05.1941

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortWien (A).