Biografie

Frank Sinatra

Der US-amerikanische Sänger, Entertainer und Schauspieler wurde mit seiner unverwechselbaren melancholischen und charaktervollen Stimme zentraler Sänger des "Rat Pack" und des amerikanischen Showbusiness der 1940er, 1950er und 1960er Jahre. Als Darsteller wurde ihm der "Oscar" verliehen; seine Beziehungen zur Mafia gaben häufig Anlass zur Kritik. Sein Name avancierte zum Inbegriff des Entertainments und zur Verkörperung des amerikanischen Zeitgeistes. In seiner Karriere stand er für Filme wie "Verdammt in alle Ewigkeit" oder "Die oberen Zehntausend" mit den größten Stars seiner Zeit vor der Kamera. Stücke wie "The Lady is a Tramp", "Strangers in the Night" und "New York - New York" unterstrichen seinen Erfolg und bescheren Frank Sinatra über seinen Tod hinaus ungebrochene Popularität...
Frank Sinatra wurde als Francis Albert Sinestra am 12. Dezember 1915 in Hoboken, New Jersey, als Sohn eines aus Sizilien stammenden Feuerwehrmanns geboren.

Sinatras Mutter Natalie stammte aus Genua und war Präsidentin der Demokratischen Partei in Hoboken. Aus dem gemeinsamen Einkommen finanzierten sie ein kleines Lokal, in dem auch Sinatra eingespannt wurde. Nach dem er die Highschool beendet hatte, wurde er im Alter von 19 Jahren Mitbegründer der Band "Hoboken Four" und Sportjournalist bei der regionalen Tageszeitung. Mit dem Vokalquartett "The Hoboken Four" gewann Sinatra im September 1935 mit dem Song "Night and Day" einen Talentwettbewerb der Radioshow "Major Bowes Amateur Hour" und ging mit ihnen in den folgenden Monaten auf Tournee. Ab 1937 arbeitete er dann in einem festen Engagement als Entertainer in einem Musiklokal in New Jersey.

Im Februar 1939 heiratete Sinatra Nancy Barbato. Aus dieser Ehe ging 1940 seine Tochter Nancy Sinatra hervor. Ihr folgten 1944 Sohn Frank Sinatra jr. und 1948 Tochter Tina Sinatra. Sinatra hatte seit Anfang der 1940er Jahre Kontakt zu einigen Mafia-Familien. Als Frank Sinatra trat er ab dieser Zeit in zahlreichen Clubs auf und erhielt auch erste Radioauftritte. Ab 1939 wurde er Leadsänger im Orchester von Harry James und von 1940 bis 1942 in der Big Band von Tommy Dorsey. Im Anschluss startete er seine Solokarriere. Zusammen mit James nahm Sinatra seine ersten Schallplatten auf, darunter den Titel "All Or Nothing At All", der ihm dann bei seiner Wiederveröffentlichung 1943 erste Popularität als Solo-Künstler bescherte. 1941 feierte er mit "Las Vegas Nights" sein Kinodebüt. Der Streifen wurde für ihn zum Riesenerfolg, und sowohl die Schallplattenindustrie als auch er verdienten ein Vermögen.

Schon nach wenigen Monaten lagen ihm die Amerikaner zu Füßen, er erhielt den Spitznahmen "Frankie Boy" und seine Fans schwärmten, seine Stimme sei so amerikanisch wie ihre Hymne, weshalb er den Beinahmen "The Voice" erhielt. 1943 unterzeichnete er seinen Plattenvertrag bei Columbia. Für den von ihm konzipierten und realisierten Kurzfilm "The House I Live In" wurde er 1946 mit dem ersten "Oscar" ausgezeichnet. 1951 heiratete er in seiner zweiten Ehe die Schauspielerin Ava Gardner, von der er jedoch bereits 1957 wieder geschieden wurde. Zahlreiche Filmproduktionen mit namhaften Kollegen folgten, bis er 1952 durch Blutungen an den Stimmbändern pausieren musste. Ärzte fürchteten, Sinatra würde seine Stimme verlieren, weshalb er von Columbia aus seinem Vertrag entlassen wurde. Nun kämpfte er energisch um seine Besetzung in "Verdammt in alle Ewigkeit". Sein Wunsch war, die Rolle des Soldaten "Angelo Maggio" in James Jones Roman zu spielen.

Nach langen Verhandlungen war die Filmgesellschaft bereit, Sinatra die Rolle zu überlassen. Sinatra erhielt jedoch nur US$ 8.000 Gage. 1953 erschien der Film in den Kinos und machte Frank Sinatra zum internationalen Filmstar. Für seine schauspielerische Leistung wurde er mit dem "Oscar" für die "Beste Nebenrolle" bedacht. Zur Mitte der 1950er Jahre erholte sich seine Stimme zusehends und mit den Einnahmen aus TV, Film und Plattenproduktionen, sowie der eigens gegründeten Produktionsgesellschaft "Sinatra Enterprises", entstand ein Vermögen, welches er in Hotels, Spielkasinos und Rennbahnen investierte. Abermals wurden Sinatra enge Kontakte zur organisierten Kriminalität vorgeworfen. Dennoch wurden seine Konzerte zu gesellschaftlichen Ereignissen, bei denen Prominenz aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens anwesend war.

In den folgenden Jahren nahm er eine Reihe bahnbrechender Alben wie "In The Wee Small Hours", "Songs For Swingin' Lovers", "Come Fly With Me" oder "Sinatra Sings For Only The Lonely" auf. 1956 spielte Sinatra eine Glanzrolle neben Grace Kelly in "Die oberen Zehntausend", der zu seinen bedeutendsten Filmen zählt. 1960 gründete er seine eigene Plattenfirma "Reprise Records". 1963 verkaufte Sinatra die Firma mit großem Gewinn an die Warner Bros. Seine größten Konzert-Erfolge feierte er in den Spielkasinos von Las Vegas. Seine Duette mit den Kollegen Dean Martin und Sammy Davis jr. im sogenannten "Rat Pack" wurden legendär. 1966 gelang ihm mit "Strangers In The Night" der bis dahin größte Erfolg seiner Karriere, der mit dem "Grammy"-Gewinn für die Alben "September Of My Years" und "A Man and His Music" zusammenfiel und von mehreren "Emmy"-Auszeichnungen für seine "A Man and His Music" Fernsehreihe von 1965 und 1967 begleitet wurde.

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere in den 1960er Jahren, unterstützte er die Bürgerrechtsbewegung von Martin Luther King. Ebenso unternahm er 1962 eine komplett auf eigene Kosten finanzierte Welttournee zugunsten verschiedener Kinderhilfsprojekte. Er engagierte sich stark für die Jugendarbeit in Israel und im Westjordanland, wo er 1964 in Nazareth ein Erziehungsheim für jüdische und arabische Waisenkinder ins Leben rief. Als Elvis Presley nach seiner Militärzeit in Deutschland 1960 in die USA zurückreiste, bereitete ihm Frank Sinatra einen spektakulären Empfang. In der Fernsehshow "Welcome Home, Elvis" führte er das Publikum durch den Abend. Im Jahr 1966 heiratete er in dritter Ehe Mia Farrow, doch auch diese Verbindung wurde schon 1968 wieder gelöst. Ende Dezember 1968 nahm er mit "My Way", einer von Paul Anka getexteten englischen Adaption des französischen Chansons "Comme D'Habitude", auf, das zu einem seiner bekanntesten Stücke avancierte.

Im Jahr 1971 gab Frank Sinatra seinen Rücktritt aus dem Showgeschäft bekannt, von dem noch zahlreiche folgten. 1976 heiratete er in seiner vierten Ehe Barbara. Ebenso spektakulär wie seine privaten Affären mit seinen Kolleginnen, war auch sein politischer Einfluss durch die Freundschaft zu den US-Präsidenten John F. Kennedy und später Ronald Reagan. 1978 gründete er das Frank Sinatra International Student Center an der Hebräischen Universität Jerusalem. Für seinen sozialen Einsatz wurde er mehrfach ausgezeichnet. Mit der Freiheitsmedaille des Präsidenten und der Goldmedaille des Kongresses wurde Sinatra mit den beiden höchsten zivilen Orden der USA bedacht. Anfang der 1980er Jahre zog sich Frank Sinatra mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück, dennoch entstanden noch einige Filme und Konzert des bis ins hohe Alter aktiven Entertainers.

Mit zahlreichen Konzertreisen in alle fünf Kontinente wurden die 1980er Jahre zu Sinatras kommerziell erfolgreichsten Bühnenjahren im Ausland. Ende Mai und Anfang Juni 1993 gastierte Sinatra letztmals in Europa. Vier Wochen später begann Sinatra mit den Aufnahmen für "Duets", dem 1994 "Duets II" sein letztes Studioprojekt folgte. 1994 absolvierte Sinatra nochmals über 80 Auftritte und unternahm Konzertreisen auf die Philippinen und nach Japan. Seinen letzten Gesangsauftritt hatte Sinatra beim Aufzeichnungstermin der offiziellen Gala zu seinem 80. Geburtstag am 19. November 1995, wo er letztmals auf einer Bühne stand.

Frank Sinatra starb am 14. Mai 1998 im Alter von 83 Jahren in Los Angeles.
1946 - The Voice Of Frank Sinatra
1947 - Songs By Sinatra
1949 - Frankly Sentimental
1950 - Dedicated To You
1950 - Sing And Dance With Frank Sinatra
1954 - Songs For Young Lovers
1954 - Swing Easy
1955 - In The Wee Small Hours
1956 - Songs For Swinging Lovers
1957 - Close To You
1957 - A Swingin’Affair
1957 - Where Are You?
1958 - Come Fly With Me
1958 - Sinatra Sings For Only The Lonely
1959 - Come Dance With Me
1959 - No One Cares
1960 - Nice’n’Easy
1961 - Sinatra’s Swingin’Session
1961 - Ring-A-Ding-Ding
1961 - Come Swing With Me
1961 - Swing Along With Me
1961 - I Remember Tommy
1962 - Sinatra And Strings
1962 - Point Of No Return
1962 - Sinatra And Swingin’Brass
1962 - Sinatra Sings Great Songs From Great Britain
1962 - All Alone
1963 - The Concert Sinatra
1963 - Sinatra’s Sinatra
1964 - Sinatra Sings
1964 - Softly As I Leave You
1965 - Sinatra 65: The Singer Today
1965 - September Of My Years
1965 - My Kind Of Broadway
1966 - Moonlight Sinatra
1966 - Strangers In The Night
1966 - That’s Life
1967 - Francis Albert Sinatra & Antonio Carlos Jobim
1967 - The World We Knew
1968 - Francis A. & Edward K.
1968 - Cycles
1969 - My Way
1969 - A Man Alone
1970 - Watertown
1971 - Sinatra & Company
1973 - Ol’Blue Eyes Is Back
1974 - Some Nice Things I’ve Missed
1974 - The Main Event – Live
1980 - Trilogy: Past-Present-Future
1981 - She Shot Me Down
1984 - L.A. Is My Lady
1993 - Duets
1994 - Duets II.
1943 - Higher and Higher
1944 - Step Lively
1945 - Urlaub in Hollywood (Anchors Away)
1945 - The House I Live In
1946 - Bis die Wolken vorüberziehen (Till the Clouds Roll By)
1947 - Ihre beiden Verehrer (It Happend in Brooklyn)
1948 - Die Glocken von Coaltown (The Miracle of the Bells)
1948 - The Kissing Bandit
1949 - Take me Out to the Ball Game
1949 - Heut' gehn wir bummeln (On the town)
1951 - Doppeltes Dynamit (Double Dynamite)
1952 - Zu allem entschlossen (Meet Danny Wilson)
1953 - Verdammt in alle Ewigkeit (From Here To Eternity)
1954 - Der Attentäter (Suddenly)
1955 - Man soll nicht mit der Liebe spielen (Young At Heart)
1955 - ...und nicht als ein Fremder (Not As A Stranger)
1955 - Die zarte Falle (The Tender Trap)
1955 - Schwere Jungs - leichte Mädchen (Guys and Dolls)
1955 - Der Mann mit dem goldenen Arm
1956 - Johnny Concho - Der Bruder des Banditen
1956 - Die oberen Zehntausend (High Society)
1957 - Stolz und Leidenschaft (The Pride and the Passion)
1957 - Schicksalsmelodie (The Joker Is Wild)
1957 - Pal Joey
1958 - Rivalen (Kings Go Forth)
1958 - Verdammt sind sie alle (Some Came Running)
1959 - Eine Nummer zu groß (A Hole In The Head)
1959 - Wenn das Blut kocht (Never So Few)
1960 - Can Can
1960 - Frankie und seine Spießgesellen (Ocean's Eleven)
1961 - Der Teufel kommt um vier (The Devil At Four O'Clock)
1962 - Die siegreichen Drei (Sergants 3)
1962 - Botschafter der Angst (The Manchurian Candidate)
1963 - Wenn mein Schlafzimmer sprechen könnte
1963 - Vier für Texas (4 For Texas)
1964 - Sieben gegen Chicago (Robin & The Seven Hoods)
1965 - Der Lohn der Mutigen (None But The Brave)
1965 - Colonel von Ryans Expreß (Von Ryan's Express)
1965 - (Dreimal nach Mexiko (Marriage On The Rocks)
1966 - Überfall auf die Queen Mary (Assault On A Queen)
1967 - Der Mann am Draht (The Naked Runner)
1967 - Der Schnüffler (Tony Rome)
1968 - Der Detektiv (The Detective)
1968 - Die Lady in Zement (Lady In Cement)
1970 - Dirty Dingus, der scharfe Bandit (Dirty Dingus Magee)
1977 - Das Cherry-Street-Fiasko (Contract On Cherry Street)
1980 - Die erste Todsünde (The First Deadly Sin)
1983 - Highway II (Cannonball Run II)
1987 - Magnum (TV-Serie: Laura)
1988 - Wer ist hier der Boss ? (TV-Serie: Sinatras größter Fan)

NameFrank Sinatra

Geboren am12.12.1915

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortHoboken, New Jersey (USA).

Verstorben am14.05.1998

TodesortLos Angeles, Kalifornien (USA).