Biografie

Nicolas Berggruen

Der deutsche Investor hatte sich international einen Namen durch erfolgreiche Unternehmensbeteiligungen und Immobilienprojekte gemacht. Dazu gründete und leitete er die Vermögensverwaltungsgesellschaft Alpha Group. In Deutschland gründete Nicolas Berggruen die Nicolas Berggruen Holdings GmbH. Das inhabergeführte Investmentunternehmen in Berlin ist in der Immobilienbranche tätig. Der erfolgreiche Geschäftsmann und Milliardär hat vor allem in Deutschland als Retter der Kaufhauskette Karstadt Schlagzeilen gemacht. Neben eigenen geschäftlichen Erfolgen hat auch der Name des Vaters, Deutschlands bekanntestester Kunstsammler Heinz Berggruen, zu einer breiten Medienaufmerksamkeit beigetragen...
Nicolas Berggruen wurde am 10. August 1961 in Paris als dritter Sohn des Kunstsammlers und Mäzens Dr. h. c. Heinz Berggruen (1914-2007) und seiner zweiten Ehefrau, der Schauspielerin Bettina Berggruen, geborene Moissi, geboren.

Berggruen verbrachte Kindheit und Jugend in Paris sowie in der Schweiz und in England. Durch seinen Vater kam er früh und sehr eng mit Kunst in Berührung. So lernte er als Kind noch Pablo Picasso persönlich kennen. In seiner Jugend rebellierte Berggruen gegen Schule und das Establishment und folgte zeitweise linker Ideologien. Nachdem Berggruen die Schule verlassen musste, absolvierte er sie in London. 1979 ging er nach New York. Dort studierte er an der New York University, die er 1981 mit dem Bachelor in International Business and Finance abschloss. Danach war er kurze Zeit für Investmentfirmen tätig. Berggruen machte sich im Anschluss als Investor selbstständig und gründete 1984 die Berggruen Holdings.

Das Unternehmen handelte mit Aktien, Unternehmensbeteiligungen und Immobilienprojekte. Vier Jahre später hob er die Vermögensverwaltungsgesellschaft Alpha Group aus der Taufe, deren Präsident er auch war. Im Jahr 2004 verkaufte Berggruen die Alpha Group an die Safra Bank. Im Jahr 2005 gründete der Geschäftsmann die Nicolas Berggruen Holdings GmbH in Berlin. Die Holding wird als unabhängiges Investmentunternehmen vom Inhaber geführt und ist im Immobiliensektor tätig. Schnell hat Nicolas Berggruen im Laufe seiner globalen Investmenttätigkeiten bewiesen, dass er ein erfolgreicher Geschäftsmann ist. Zu international bekannten Deals der Berggruen Holding zählt unter anderem das Engagement an Media Capital, Portugals größtem Medienunternehmen, oder an dem US-amerikanischen Brillenhersteller FGX.

Im Jahr 2006 verkaufte Berggruen Media Capital wieder mit einem Gewinn von 150 Millionen Euro. Seit Berggruen sich verstärkt in Deutschland geschäftlich engagiert, hat er dabei mehr als 200 Millionen Euro vor allem in Berliner und Potsdamer Immobilienprojekte investiert. Dazu gehören unter anderem die Hauptpost in Potsdam, das Café Moskau an der Berliner Karl-Marx-Allee oder die Sarotti-Höfe in Kreuzberg – allesamt Sanierungsobjekte im Denkmalschutz. Berggruen konzentriert sich seit 2007 auf Investitionen in sozial orientierte Unternehmungen, hat im gleichen Jahr den Förderverein des Museums Berggruen gegründet, das die Kunstsammlung des Vaters ausstellt. Im Jahr 2009 eröffnete er die Nicolas Berggruen Institute, eine Denkfabrik in New York.

Einen größeren Bekanntheitsgrad in Deutschland hat sich Nicolas Berggruen als Retter und Sanierer des Pleite gegangenen Kaufhausunternehmens Karstadt erworben. Er gilt als rastloser Geschäftsmann, der überwiegend in der USA lebt, keinen festen persönlichen Wohnsitz hat und überwiegend in Hotels wohnt. Berggruen, der fließend Englisch, Französisch und Deutsch spricht, ist unverheiratet und kinderlos. Sein Vermögen wird laut "Forbes"-Liste mittlerweile mit rund 2,2 Mrd. Dollar angegeben.

NameNicolas Berggruen

Geboren am10.08.1961

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortParis (F).