Biografie

Rudi Völler

Der deutsche Profi-Fußballer stellt seit 2005 den Sportdirektor beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Als Spieler zählte zu den populärsten Persönlichkeiten des Fußballs. Den Höhepunkt seiner Erfolge markierte der Sieg der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 sowie der gewinn der Champions League (1993) mit seinem damaligen Verein Olympique Marseille. Zu seinen weiteren Erfolgen zählen "Deutschlands Fußballer des Jahres" (1983), Italienischer Meister (1991) sowie Europapokalsieder der Landesmeister (1993). Nach seiner glänzenden Karriere als Bundesliga- und Nationalspieler (1982-1984), stellte Rudi Völler von 2000 bis 2004 den Bundestrainer der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Infolge der Niederlage der deutschen Nationalelf bei der Europameisterschaft 2004 trat Völler von dieser Funktion zurück...

Die Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft
Rudi Völler wurde am 13. April 1960 im hessischen Hanau geboren.

Seine Sportlerlaufbahn begann bereits in den Kinderjahren, als er 1968 Mitglied des "TSV 1860 Hanau" wurde. 1976 wechselte Völler zum Verein "Kickers Offenbach", dem er bis 1980 angehörte. Ab 1982 spielte er für "Werder Bremen", wo er seinen ersten Vertrag als Profi-Spieler erhielt und im ersten Jahr zum Bundesliga-Torschützenkönig aufstieg. Zur selben Zeit debütierte Völler in der Deutschen Nationalmannschaft. 1987 wechselte der Fußballer zu dem italienischen Erstligisten "AS Rom". Hier avancierte der elegante Dribbel-Künstler zum Star-Spieler. Mit Völler wurde die Deutsche Nationalmannschaft unter der Leitung von Franz Beckenbauer 1990 in Italien Fußball-Weltmeister. Den "AS Rom" führte Rudi Völler 1991 zum italienischen Meistertitel. 1992 wechselte er zu "Olympic Marseille", mit dem er 1993 Gewinner des Europapokals der Landesmeister wurde.

Im Jahr 1994 kehrte Rudi Völler nach Deutschland zurück, um sich für "Bayer 04 Leverkusen" zu verpflichten. Hier beendete er 1996 seine aktive Profi-Karriere, nachdem er in 90 Länderspielen 47 Tore für die Deutsche Nationalmannschaft erzielt hatte. Im Anschluss fungierte Völler bis 2001 als Sportlicher Direktor bei "Bayer Leverkusen". Nach dem schwachen Auftakt der deutschen Nationalelf zur Europameisterschaft 2000 berief man Völler in der Nachfolge Erich Ribbecks zum vorübergehenden Teamchef der Deutschen Nationalmannschaft. Als Christoph Daum wegen Vorwürfen des Drogenmissbrauchs sein Amt als Trainer bei "Bayer Leverkusen" niederlegte, vertrat ihn Völler vorübergehend in dieser Funktion. Nachdem sich die Nationalmannschaft zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea erfolgreich qualifiziert hatte, wurde Völlers Vertrag bis 2006 verlängert. Einen Höhepunkt in Völlers Trainer-Karriere markierte die deutsche Vize-Weltmeisterschaft im Jahr 2002. Im WM-Finale unterlag seine Mannschaft 0:2 gegen Brasilien.

Im selben Jahr wurde Völler das Bundesverdienstkreuz verliehen. Des weiteren wurde er Träger des Capo-Cicero-Preises. Im Anschluss an das Spiel der deutschen Nationalelf gegen Island am 6. September 2003, das 0:0 geendet hatte, verlor Völler in einem ARD-Interview die Kontrolle: In einem stetig eskalierenden Wutausbruch griff er die ARD-Kommentatoren Gerhard Delling und Günter Netzer für ihre Fußball-Berichterstattung scharf an. Nach der 2:1 Niederlage gegen Tschechien im Vorrundenspiel der Europameisterschaft 2004 in Portugal gab Rudi Völler am 24. Juni seinen Rücktritt als Trainer der Nationalmannschaft bekannt. Zu seinem Nachfolger wurde Jürgen Klinsmann berufen. Im Anschluss verpflichtete sich Rudi Völler als Trainer des "AS Roms" in der italienischen Serie A. Nach 25 Tagen als "Roma-Coach" trat er jedoch am 26. September 2004 überraschend von seinem Amt zurück. Völler gab seinen Entscheid unmittelbar nach einer 1:3-Niederlage des "AS Rom" gegen "Bologna" bekannt.

Im Anschluss daran wurde Völler ab dem 18. Januar 2005 Sportdirektor des Bundesligisten "Bayer Leverkusen". Außerdem gab er im Frühjahr 2005 bekannt, bei der Übertragung der Weltmeisterschaft 2006 als RTL-Teamchef zu fungieren. Bereits ab November 2005 werde er als Fußballmoderator bei dem Kölner Privatsender auftreten.

Rudi Völler ist in zweiter Ehe mit Sabrina verheiratet. Er ist Vater der drei Söhne sowie zwei Töchtern.


Die Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft
Stationen als Vereinsspieler, Spiele (Tore)

1977-1980 - Kickers Offenbach, 73 (18)

1980-1982 - TSV 1860 München, 70 (46)

1982-1987 - Werder Bremen, 137 (97)

1987-1992 - AS Rom, 142 (44)

1992-1994 - Olympique Marseille, 58 (24)

1994-1996 - Bayer 04 Leverkusen, 62 (26)


Stationen als Nationalspieler, Spiele (Tore)

1979-1982 - Deutschland U-21, 19 (10)

1980-1981 - Deutschland B, 3 (0)

1982-1994 - Deutschland 90, (47)

NameRudi Völler

Geboren am13.04.1960

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortHanau (D).