Biografie

Erich Ribbeck

Der deutsche Fußballer zählte in den 1990er Jahren zu den populärsten Trainern der Bundesliga. Als "Gentleman" des deutschen Fußballs begann er als jüngster Coach eines Erstligisten seine Laufbahn als Fußballtrainer. Nach einigen Erfolgen in wechselnden Vereinen stellte Erich Ribbeck 1998-2000 den siebten deutschen Nationaltrainer. In dieser Funktion hatte er bei der Europameisterschaft 2000 eine der größten Blamagen in der Geschichte des deutschen Fußballs zu verantworten...

Die Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft
Erich Ribbeck wurde am 13. Juni 1937 in Wuppertal geboren.

Schon in seiner Kindheit und Jugend begeisterte er sich für den Fußballsport. Nach der Schule begann Ribbeck seine Laufbahn als Fußballspieler zunächst in Jugendvereinen. Als professioneller Spieler spielte er zunächst beim "SSV 1904 Wuppertal" und beim "Wuppertaler SV". Später folgte der Wechsel zu "Viktoria Köln". Als Trainer begann Ribbeck 1967 für "Rot-Weiß Essen" zu arbeiten, wo er bis 1968 blieb. Dann erfolgte der Wechsel zum Verein "Eintracht Frankfurt", wo er als Jüngster aller Bundesliga-Coachs bis 1973 arbeitete. In den Jahren 1973-1978 war Ribbeck als Trainer beim "1. FC Kaiserslautern" im Einsatz. Er führte den Pfälzer Verein 1976 auf Platz 2 des DFB-Pokals.

Im Anschluss daran arbeitete er bis 1984 beim Deutschen Fußballbund (DFB). Ribbeck trainierte 1984/85 den Fußballverein "Borussia Dortmund" und von 1985 bis 1988 die Mannschaft von "Bayer Leverkusen". Hier feierte er, indem er die Leverkusener 1988 zum UEFA-Pokal führte, seinen größten Erfolg. Danach war Ribbeck 1988/89 Sportchef des "Hamburger SV". Außerdem fungierte er als Sport-Beauftragter des Automobilproduzenten Opel. Nach einer kurzen Pause stellte er 1992/93 den Coach von "FC Bayern München". Mit den Bayern erreichte er 1993 Platz 2 in der Bundesliga. 1995 kehrte Ribbeck zu "Bayer Leverkusen" zurück, wo er die Mannschaft bis 1998 trainierte. Der erfahrene Bundesliga-Trainer wurde 1998 vom DFB in der Nachfolge Berti Vogts zum siebten Teamchef der Deutschen Nationalmannschaft berufen.

Im Sommer 2000 schied jedoch die deutsche Nationalelf bei der Europameisterschaft in Belgien und den Niederlanden bereits in der Vorrunde aus. Das schlechte Spiel der deutschen Nationalmannschaft wurde als größte Blamage in der deutschen Fußballgeschichte bezeichnet. Nach dieser Enttäuschung übernahm Ribbeck die Verantwortung und stand für eine Verlängerung seines Vertrages im Juni 2000 nicht mehr zur Verfügung. Zu Ribbecks Nachfolger wurde der Leverkusener Coach Christoph Daum berufen. Bis zu dessen Wechsel von Leverkusen zur Nationalelf sollte jedoch Rudi Völler als Interimstrainer fungieren. Infolge der Kokainaffäre Daums übernahm Völler dann aber endgültig das Amt.

Nach seinem Rücktritt als Bundestrainer zog sich Ribbeck aus der Öffentlichkeit zurück, um sich nur noch seiner Familie zu widmen. Erst im Vorfeld der Europameisterschaft 2004 meldete sich der Alttrainer Ende Mai 2004 in den Medien wieder zu Wort, um mit dem DFB und den Intrigen im deutschen Fußball abzurechnen, die ihn vier Jahre zuvor gestürzt hätten.


Die Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft
Stationen als Trainer


1965–1967 Borussia Mönchengladbach

1967–1968 Rot-Weiss Essen (Zweite Liga)

1968–1973 Eintracht Frankfurt

1973–1978 1. FC Kaiserslautern

1978–1984 Deutschland (Assistent von Jupp Derwall)

1984–1985 Borussia Dortmund

1985–1988 Bayer Leverkusen

1992–1993 FC Bayern München

1995–1996 Bayer Leverkusen

1998–2000 Deutschland

NameErich Ribbeck

Geboren am13.06.1937

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortWuppertal (D).