Biografie

Jürgen Klinsmann

Der deutsche Fußballer stellt seit 2011 den Trainer der US-amerikanischen Nationalmannschaft. Er avancierte in den 1990er Jahren als Stürmer zu einem Star-Spieler. Die Höhepunkte seiner Karriere markierten als Nationalspieler (1987 bis 1998) die Siege der Fußball-Weltmeisterschaft (1990) und der Europameisterschaft (1996). Als Vereinsspieler spielte er in Deutschland, Italien, Frankreich und England sowie in den Vereinigten Staaten. Er gewann zweimal den UEFA-Pokal (1991, 1996) und eine deutsche Meisterschaft (1997). Jürgen Klinsmann wurde indes zu "Deutschlands Fußballer des Jahres" (1988, 1994), "Englands Fußballer des Jahres" (1995) sowie zum "Welttorjäger" (1995) gewählt. 2004 bis 2006 übernahm Klinsmann das Amt des Trainers der deutschen Nationalmannschaft. Er führte die DFB-Auswahl bei der Weltmeisterschaft 2006 auf den dritten Platz. Nach der WM stellte er von 2008 bis 2009 den Cheftrainer des FC Bayern München...

Die Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft
Jürgen Klinsmann wurde am 30. Juli 1964 in Göppingen geboren.

Seine Laufbahn als Fußballspieler startete Klinsmann von 1972 bis 1974 beim "TB Gingen" und von 1974 bis 1978 beim "SC Geislingen". Nach Abschluss der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Bäcker. Über die "Stuttgarter Kickers", bei denen Klinsmann von 1978 bis 1984 spielte, gelang ihm der Sprung in die Bundesliga zum "VfB Stuttgart", wo er bis 1989 unter Vertrag blieb. Von 1987 bis 1988 war Klinsmann Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga. 1990 errang er bei der WM in Italien mit der deutschen Nationalelf unter Franz Beckenbauer den Weltmeistertitel: Deutschland bezwang im Endspiel Argentinien mit 1:0 durch ein Elfmetertor von Andreas Brehme. Mit Inter Mailand, bei denen Klinsmann von 1989 bis 1992 spielte, holte er zusammen mit Lothar Matthäus und Andreas Brehme 1991 den UEFA-Cup.

Von 1992 bis 1994 stürmte er für den "AS Monaco" in der französischen Liga. In den Jahren 1994 bis 1995 spielte Klinsmann erfolgreich in der englischen Liga für "Tottenham Hotspur". Indes wurde er in England zum "Fußballer des Jahres" gewählt. 1995 profilierte sich der torgefährliche, kopfballstarke und einsatzfreudige Spieler als Welttorjäger des Jahres. Klinsmann war weiterhin 1995 von 1997 beim "FC Bayern München" aktiv, mit dem er 1996 erneut den UEFA-Pokal und 1997 die deutsche Meisterschaft gewann. In der Europacup-Saison 1995/96 stellte Klinsmann mit 15 Toren einen neuen Torschützenrekord auf. Nach Ablauf der Saison 1996/97 wechselte er zu Sampdoria Genua, kehrte dann im Januar 1998 nach Tottenham zurück, um diesen Verein dann aber wieder nach Saisonende zu verlassen. In den Jahren 1988 und 1994 wählte man Jürgen Klinsmann zu "Deutschlands Fußballer des Jahres".

Ebenfalls 1988 erlangte er den Titel des Bundesliga-Torschützenkönigs. Klinsmann erzielte in 221 Bundesligaspielen 110 Tore und in 108 Länderspielen 47 Tore. In 14 Olympia-Auswahlspielen kickte er den Ball acht Mal ins Netz. Mit seinem Erfolg bei Länderspielen liegt er hinter Gerd Müller (68 Tore) und gemeinsam mit Rudi Völler auf Rang zwei der ewigen Bestenliste. Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul gewann Klinsmann mit der deutschen Nationalmannschaft die Bronzemedaille. 1996 führte Klinsmann bei der Europameisterschaft in England die deutsche Mannschaft als Kapitän zum Titelgewinn: Deutschland siegte gegen Tschechien mit 2:1 in der Verlängerung durch zwei Treffer von Oliver Bierhoff. Außerdem nahm Klinsmann in den Jahren 1988 und 1992 an der Europameisterschaft teil, wobei er 1992 Vize-Europameister wurde.

Unter Bundestrainer Bertie Vogts war er 1994 an der Weltmeisterschaft in den USA beteiligt. Privat heiratete er 1995 Debbie Chin. Klinsmann wurde Vater von zwei Kindern. Als Kapitän wirkte er 1998 an der WM in Frankreich mit. Nach diesem Turnier erklärte Klinsmann seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft, womit er seine aktive Spieler-Karriere beendete. Klinsmann wandte sich in der Folge der Wirtschaft zu. Als "Technical Director" von adidas organisierte er in den USA Sommercamps zur Förderung des Fußballspiels an High Schools. Ab Februar 2004 arbeitete Klinsmann als sportlicher Berater der Los Angeles Galaxy in seiner Wahlheimat Kalifornien. Am 28. Juli 2004 wurde Jürgen Klinsmann zum Bundestrainer der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft berufen. Mit der Übernahme des Traineramtes sollte er mit Team-Manager Oliver Bierhoff und Co-Trainer Joachim Löw die Nationalelf zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland führen.

Im Vorfeld dieses internationalen Großereignisses betätigte sich Klinsmann als internationaler Botschafter der WM 2006. Im selben Jahr erreichte Jürgen Klinsmann mit der DFB-Auswahl in Deutschland den dritten Platz des Konföderationen-Cup hinter Argentinien und Brasilien. Im Herbst 2005 nahmen die Kontroversen zwischen Klinsmann und einigen Sportfunktionären aus der Bundesliga bezüglich des Arbeitsstils des Bundestrainers zu. Auf einem DFB-Krisengipfel vereinbarte man daher Ende Oktober 2005 eine Abstimmung zwischen Klinsmann und seinen Kritikern. Große Erfolge feierte Klinsmann bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Nachdem die Deutsche Nationalmannschaft am 30. Juni 2006 mit einem 5:3 Sieg n.E. gegen Argentinien ins Halbfinale einzog, unterlag die Mannschaft unter Kapitän Michael Ballack am 4. Juli 2006 mit 0:2 Toren in der Verlängerung gegen Italien.

Im Spiel um Platz 3 am 8. Juli in Stuttgart konnte die deutsche Elf einen 3:1 Sieg gegen Portugal erringen. Der Triumph im "kleinen Finale" wurde von der Bitte an Jürgen Klinsmann begleitet, die Nationalelf bis zur nächsten Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika nicht zu verlassen. Das Erreichen des Fußball-Weltmeistertitels 2006 ging im Finale am 9. Juli an Italien, denen Frankreich im Elfmeterschießen unterlag. Wenige Tage nach dem Finale gab Jürgen Klinsmann bekannt, dass er seinen Ende Juli auslaufenden Trainervertrag nicht verlängern werde. Für seine Verdienste erhielt er durch die Bundeskanzlerin Angela Merkel das Bundesverdienstkreuz am Bande. Darauf übernahm er am 1. Juli 2008 die Tätigkeit als Cheftrainer der Profimannschaft des FC Bayern München. Nachdem Erfolge ausblieben, wurde er am 27. April 2009 vorzeitig freigestellt. Am 3. November 2010 verpflichtete der Toronto FC Klinsmann als Berater für den Club.

Am 1. August 2011 wurde er in seiner Wahlheimat in der Nachfolge Bob Bradleys Trainer der US-amerikanischen Nationalmannschaft. Am 28. Juli 2013 gewann die US-Nationalmannschaft den 22. CONCACAF Gold Cup, womit auch die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien verbunden war. Am 12. Dezember 2013 wurde sein Trainer-Vertrag bis 2018 verlängert.


Die Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft
Vereine als Profi, Spiele (Tore)

1981 - 1984 Stuttgarter Kickers, 41 (22)
1984 - 1989 VfB Stuttgart, 156 (79)
1989 - 1992 Inter Mailand, 95 (34)
1992 - 1994 AS Monaco, 65 (29)
1994 - 1995 Tottenham Hotspur, 41 (21)
1995 - 1997 FC Bayern München, 65 (31)
1997 - 1997 Sampdoria Genua, 8 (2)
1998 - 1998 Tottenham Hotspur, 15 (9)
2003 - 2004 Orange County Blue Star, 8 (5)


Spieler der deutschen Nationalmannschaft

1980 - 1981 Deutschland U-16
1984 - 1985 Deutschland U-21
1987 - 1998 DFB Nationalmannschaft


Erfolge als Spieler

1988 - Bundesliga-Torschützenkönig
1988 - Olympische Bronzemedaille in Seoul
1988 - Fußballer des Jahres in Deutschland
1989 - Italienischer Fußball-Supercupsieger
1990 - Fußball-Weltmeister
1991 - UEFA-Pokalsieger
1994 - Fußballer des Jahres in Deutschland
1995 - Englands Fußballer des Jahres
1995 - Welttorjäger
1996 - UEFA-Cup-Torschützenkönig mit 15 Treffern; Weltrekord
1996 - Europameister (Mannschaftskapitän)
1996 - UEFA-Pokalsieger
1997 - Deutscher Meister

NameJürgen Klinsmann

Geboren am30.07.1964

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortGöppingen (D).