Biografie

Marlene Dietrich

Die deutsche Sängerin und Schauspielerin zählte in den 1930er Jahren zu den größten internationalen Filmstars. Nach der Machtübernahme der NSDAP emigrierte Marlene Dietrich in die USA, um als Antifaschistin gegen die Vorgänge in Hitler-Deutschland einzutreten. Der Film "Der Blaue Engel", in dem sie das Lied "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" populär machte, bedeutete ihren Durchbruch zum Weltstar. Sie verkörperte die emanzipierte Frau und avancierte zum Idol, besonders der Zuschauerinnen. Angesichts der Vorwürfe des Landesverrats verzichtete die sie nach Kriegsende auf eine Rückkehr nach Deutschland, um erst posthum in ihre Berliner Heimat zurückzukehren. 1987 publizierte die Diva ihre Memoiren unter dem Titel "Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin"...
Marlene Dietrich wurde am 27. Dezember 1901 als zweite Tochter des Polizeileutnants Louis Dietrich und dessen Frau Wilhelmine (geb. Felsing) unter dem Namen Marie Magdalene Dietrich in Berlin-Schöneberg geboren.

Marlene erhielt eine strenge, preußische Erziehung, bei der besonderer Wert auf ihre musikalische Ausbildung gelegt wurde. Im Jahr 1908 starb ihr Vater. Ihre Mutter heiratete daraufhin den Leutnant Edouard von Losch, der während des Ersten Weltkrieges fiel. In den Jahren von 1918 bis 1921 besuchte Marlene Dietrich ein Internat in Weimar, wo sie eine Ausbildung zur Konzertgeigerin erhielt. Nach dem Abschluss der Schule setzte sie ihre Ausbildung für ein weiteres Jahr an der Berliner Hochschule für Musik fort, musste diese aber wegen gesundheitlicher Probleme abbrechen. 1922 sprach Marlene Dietrich erstmals an einer Schauspielschule vor und wurde kurz darauf von dem renommierten Theaterregisseur Max Reinhardt in dessen Inszenierung von "Der Widerspenstigen Zähmung" besetzt.

Durch ihre Arbeit lernte sie den Regieassistenten Rudolf Sieber kennen, den sie am 17. Mai 1923 ehelichte. Zu dieser Zeit erhielt Marlene Dietrich erste kleinere Filmrollen, so auch in "Der Mensch am Wege" und in "Tragödie der Liebe". Die gemeinsame Tochter Maria kam am 12. Dezember 1924 zur Welt. Der Regisseur Josef von Sternberg wurde auf Marlene Dietrich aufmerksam und sah in ihr die perfekte Besetzung der "Lola". Er gab ihr 1930 die Hauptrolle in dem Kinofilm "Der Blaue Engel" mit Hans Albers ein. Der Film wurde für alle Beteiligten ein großer Erfolg und markierte für Marlene Dietrich den internationalen Durchbruch. Darin machte sie das Lied "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" populär.

Mit Sternberg verband Dietrich fortan eine enge Freundschaft. Sie begleitete ihn nach Hollywood, wo sie bei der Filmgesellschaft "Paramount Pictures" einen siebenjährigen Vertag unterzeichnete. In ihrem ersten amerikanischen Film "Marocco" trat sie als Sängerin in Männerkleidung auf, was einen Sturm der Entrüstung auslöste, gleichzeitig aber eine Revolution der Damengarderobe darstellte - viele Frauen folgten ihrem Beispiel und trugen fortan Hosen. In den folgenden Jahren entstanden aus der Zusammenarbeit mit Regisseur Sternberg einige ihrer erfolgreichsten Filme, darunter auch "Shanghai Express" und "The devil is a Woman". Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland im Jahr 1933 und des Inkrafttretens des Ermächtigungsgesetzes zog sich Marlene Dietrich vollständig in die USA zurück.

In den folgenden Jahren versuchte die nationalsozialistische Regierung, die in der Auswanderung Dietrichs einen großen Schaden für das Ansehen Hitler-Deutschlands erkannte, den Film-Star durch attraktive Rollenangebote zu einer Rückkehr nach Deutschland zu bewegen. Dietrich lehnte jedoch konsequent ab und wurde seither vom nationalsozialistischen Regime als Landesverräterin gebrandmarkt. Von den USA aus engagierte sich die Schauspielerin als aktive Antifaschistin, indem sie jüdische Emigranten unterstützte und in zahlreichen musikalischen Arbeiten gegen die Sinnlosigkeit des Krieges eintrat. Ihr Erfolg in Amerika lieb unterdessen ungetrübt. In den Jahren von 1936 bis 1939 drehte sie mit den größten Filmschaffenden jener Zeit, wie Alfred Hitchcock, Orson Welles, Billy Wilder und Ernst Lubitsch.

Ihre letzte Reise nach Deutschland vor Beendigung des Zweiten Weltkrieges unternahm die Dietrich im Jahr 1937. Aus Protest gegen die Nationalsozialisten nahm sie im Jahr 1939 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Ab dem Jahr 1943 unterbrach sie ihre schauspielerische Tätigkeit und begleitete bis zum Kriegsende im Jahr 1945 US-amerikanische Soldaten auf ihren Auslandseinsätzen mit Auftritten in den Militärstützpunkten. In der Zeit von 1947 bis 1950 wurde Marlene Dietrich vom amerikanischen Kriegsministerium mit der "Medal of Freedom", der höchsten Auszeichnung für Zivilisten, bedacht. In Frankreich wurde sie mit den Auszeichnungen "Chevalier de la Légion d'Honneur" und "Officier de la Légion d'Honneur" gehrt. 1960 kehrte Dietrich kurzzeitig nach Deutschland zurück, wo sie große Konzerterfolge feierte.

Zugleich sah sie sich von unverbesserlichen Bevölkerungsteilen weiterhin mit dem nationalsozialistischen Stigma der "Landesverräterin" bedacht. Der Filmstar zog sich daraufhin mehr und mehr aus der deutschen Öffentlichkeit zurück, um zunächst in den USA, später in Paris zu leben. Im Jahr 1961 hatte Dietrich ihre letzte große Rolle in dem Film "Judgment at Nuremberg" inne, in dem sie die Witwe eines zum Tode verurteilten deutschen Generals mimte. 1978 stand sie für den Streifen "Schöner Gigolo, armer Gigolo" letztmalig vor der Kamera. Marlene Dietrich wirkte nicht allein durch ihr schauspielerisches Können, sondern gleichfalls durch ihre imponierende elegante Erscheinung. Dabei legte sie eine große Vielfalt an den Tag - ob in Frack und Hose, in Fliegerkluft, in Zigeunergarderobe oder im Abendkleid.

Sie verkörperte die emanzipierte Frau und avancierte zum Idol, besonders der Zuschauerinnen. 1987 publizierte die Diva ihre Memoiren unter dem Titel "Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin".

Marlene Dietrich verstarb am 6. Mai 1992 im Alter von 90 Jahren in Paris.

Nach längeren bürokratischen Anstrengungen wurde sie ihrem Wunsch entsprechend in Berlin beigesetzt. Der von Berliner Senatsseite für die endgültige Rückkehr des Film-Stars in seine Heimat äußerst schlicht gehaltene feierliche Rahmen, provozierte öffentlichen Unmut gegen die unehrenvolle Behandlung einer so berühmten Persönlichkeit der Stadt. Im Oktober 2005 erschien ein Gedichtband mit bisher unveröffentlichten Texten Dietrichs unter dem Titel "Nachtgedanken".
1928 - "Es liegt in der Luft".

1928 - "Wenn die beste Freundin".

1930 - "Nimm Dich in acht vor blonden Frauen".

1930 - "Falling in love again".

1930 - "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt".

1930 - "Blonde Woman".

1930 - "Ich bin die fesche Lola".

1930 - "Wenn ich mir was wünschen dürfte".

1930 - "Kinder, heut Abend da such ich mir was aus".

1931 - "Leben ohne Liebe kannst du nicht".

1931 - "Peter", Chanson.

1931 - "Give me the Man".

1931 - "Jonny".

1931 - "Quand L´Amour meuret".

1933 - "Ja so bin ich".

1933 - "Mein Blondes Baby".

1933 - "Allein in einer großen Stadt".

1933 - "Wo ist der Man;n".

1987 - "Mythos Marlene Dietrich".

1989 - "Lili Marleen".

1991 - "Die größten Erfolge".

1992 - "Das War mein Milljöh".


Pastum:

1994 - "Mythos und Legende".

1994 - "Marlene Dietrich Recorded Live".

1998 - "Silent Night, Holy Night".

2000 - "Marlene".

2000 - "Einfach das Beste".

2001 - "Der Blonde Engel".

2001 - "Marlene Dietrich".
Stummfilme

1922: So sind die Männer (Der kleine Napoléon)
1922: Tragödie der Liebe
1923: Der Mensch am Wege
1923: Der Sprung ins Leben
1926: Eine Dubarry von heute
1926: Manon Lescaut
1926: Der Juxbaron
1926: Der Tänzer meiner Frau
1926: Kopf hoch, Charly!
1926: Madame wünscht keine Kinder
1927: Prinzessin Olala
1927: Sein größter Bluff
1927: Café Elektric (Wenn eine Frau den Weg verliert)
1929: Ich küsse Ihre Hand, Madame
1929: Das Schiff der verlorenen Menschen
1929: Die Frau, nach der man sich sehnt
1930: Gefahren der Brautzeit

Tonfilme

1930: Der blaue Engel
1930: Marokko (Morocco)
1931: Entehrt (Dishonored)
1932: Shanghai-Express
1932: Blonde Venus
1933: Das hohe Lied (Song of Songs)
1934: Die scharlachrote Kaiserin (The Scarlett Empress)
1935: Der Teufel ist eine Frau (The Devil is a Woman)
1936: Der Garten Allahs (The Garden of Allah)
1936: Sehnsucht (Desire)
1937: Engel (Angel)
1937: Tatjana
1939: Der große Bluff (Destry rides again)
1940: Das Haus der sieben Sünden (Seven Sinners)
1941: Die Abenteurerin (The Flame of New Orleans)
1941: Herzen in Flammen (Manpower)
1942: Die Freibeuterin (The Spoilers)
1942: Pittsburgh
1942: The Lady is willing
1944: Follow the Boys
1944: Kismet
1946: Martin Roumagnac
1947: Golden Earrings
1948: Eine auswärtige Affäre (A Foreign Affair)
1949: Jigsaw
1950: Die rote Lola (Stage Fright)
1951: Die Reise ins Ungewisse (No Highway in the Sky)
1952: Engel der Gejagten (Rancho Notorious)
1956: In 80 Tagen um die Welt
1957: Die Monte Carlo Story
1958: Im Zeichen des Bösen (Touch of Evil)
1958: Zeugin der Anklage (Witness for the Prosecution)
1961: Das Urteil von Nürnberg (Judgement at Nuremberg)
1962: The Black Fox
1964: Zusammen in Paris (Paris when it Sizzles)
1972: I wish you Love
1978: Schöner Gigolo, armer Gigolo
1984: Marlene (Dokumentation von Maximilian Schell)

NameMarlene Dietrich

Geboren am27.12.1901

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortBerlin-Schöneberg (D).

Verstorben am06.05.1992

TodesortParis (F).

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