Biografie

Billy Wilder

Der US-amerikanische Regisseur österreichischer Herkunft zählte zu den populärsten und einflussreichsten Filmemachern der 1950er und 1960er Jahre. Unvergesslich wurde Billy Wilder mit komödiantischen Arbeiten wie "Das verflixte siebte Jahr" (1955), "Manche Mögens heiß" (1959) mit Marilyn Monroe, oder "Küss mich Dummkopf" (1964) mit Dean Martin. Außerhalb dieses Genres feierte er ebenso große Erfolge in Kriminalfilmen, wie der Agatha Christie Adaption "Zeugin der Anklage" (1957) mit Marlene Dietrich in der Hauptrolle. Wilder, der während seiner langen Karriere mit den bedeutendsten Schauspielern seiner Zeit zusammenarbeitete, wurde für Filme wie "Das verlorene Wochenende" (1946) oder "Der Glückspilz" mit Jack Lemmon und Walter Matthau, mit den höchsten Ehrungen des internationalen Filmgeschäfts bedacht...
Billy Wilder, eigentlich Samuel Wilder, wurde am 22. Juni 1906 als Sohn jüdischer Eltern in Sucha bei Krakau (Polen) geboren.

Wilder wuchs in Wien auf. Im Alter von 18 Jahren brach er sein Jurastudium ab und ging als Reporter zum Boulevardblatt "Die Stunde". Zwei Jahre später kam er dann als Reporter nach Berlin. Er schrieb hier sein erstes Drehbuch mit dem Titel "Menschen am Sonntag". Wilder freundete sich mit dem bekannten Drehbuchautor Carl Mayer an und schrieb weitere Filmdrehbücher. Wilder verließ Deutschland und emigrierte 1933 nach Paris. 1934 erfolgte seine Emigration in die USA. Seine Mutter, Großmutter und sein Stiefvater starben in Auschwitz. Im Alter von 33 Jahren wurde er in Hollywood von Paramount angestellt und binnen weniger Jahre wurde Wilder einer der höchst bezahlten Autoren in den USA. 1938 inszenierte Ernst Lubitsch sein Drehbuch zu "Ninotschka". Doch Wilder wollte selber Regie führen und sein erster Film wurde "The Major and the Minor". Es folgte der klassische Thriller "Frau ohne Gewissen". "Das verlorene Wochenende", die Geschichte eines alkoholsüchtigen Dichters, brachte ihm die Auszeichnung für den besten Film des Jahres 1945 ein.

Mit Filmen wie "Ich küsse ihre Hand, Madame" (1947) mit Bing Crosby und "Eine auswärtige Affäre" mit Marlene Dietrich avancierte Wilder zum Star. In den 1950er Jahren folgten weitere Filme wie "Boulevard der Dämmerung", "Das verflixte siebente Jahr" und "Manche mögen’s heiß" mit Marilyn Monroe in der Hauptrolle. Unvergessen wurde 1957 der Krimi der Extra-Klasse "Zeugin der Anklage" mit Marlene Dietrich. 1960 erhielt Wilder wieder drei "Oscars" für den Film "Das Appartement" mit Jack Lemmon und Shirley MacLaine. In diesem Jahrzehnt entstanden auch die Filme "Eins, zwei, drei", "Das Mädchen Irma La Douce", "Küss mich Dummkopf" mit Dean Martin und "Der Glückspilz", erneut mit Jack Lemmon und Walter Matthau. 1981 drehte Wilder seinen letzten Film "Buddy, Buddy" mit Jack Lemmon und Walter Matthau. Zuletzt arbeitete er nur noch als Berater in Hollywood. Wilder hatte mit seinen Werken Kinogeschichte geschrieben. An 50 Filmen war er als Autor oder Regisseur beteiligt. Wilder wurde für sein Werk mit insgesamt sechs "Oscars" ausgezeichnet.

Am 27. März 2002 starb Billy Wilder im Alter von 95 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung in Beverly Hills.

NameSamuel Wilder

AliasBilly Wilder

Geboren am22.06.1906

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortSucha bei Krakau (P)

Verstorben am27.03.2002

TodesortBeverly Hills (USA)