Biografie

Luciano Pavarotti

Der italienische Opernsänger zählte im Gestirn der "drei Tenöre" neben Plàcido Domingo und José Carreras zu den bedeutendsten Stimmen der Weltbühne. 1963 gelang ihm der Durchbruch, worauf er durch seine lyrischen und dramatischen Partien zum Superstar aufstieg. Sein Repertoire umfasste vor allem Werke von Donizetti, Verdi und Puccini. Für sein Schaffen wurde er mit über 70 Opernpreisen, dem Großen Ritterkreuz des italienischen Verdienstordens, verschiedenen weltweiten Ehrenbürgerschaften sowie zahlreichen künstlerischen Preisen ausgezeichnet. Mit dem musikalischen Projekt "Pavarotti & Friends" verband er ab 1993, mit Stars der Pop-Musik, moderne Interpretationen mit der klassischen Oper...
Luciano Pavarotti wurde am 12. Oktober 1935 in Modena (Italien) geboren.

Pavarotti absolvierte zunächst nach der Schule eine Lehrerausbildung, wandte sich dann aber dem Gesangsstudium zu, bei dem er durch die Tenöre Arrigo Pola und Ettore Campogalliani ausgebildet wurde. Nach einem ersten öffentlichen Auftritt im "Teatro Comunale" seiner Heimatstadt, debütierte er 1961 als "Rodolfo" in "La Bohème" in Reggio nell' Emilia. Im selben Jahr heiratete Pavarotti Adua Veroni, mit der er drei Töchter bekam. Es folgten 1962 Auftritte in Amsterdam und London. 1963 gelang ihm der Durchbruch in "La Bohème" nach Giacomo Puccini in London. 1965 führte ihn eine Tour durch Australien. 1966 trat er erstmals auch an der Mailänder Scala auf.

Dem US-amerikanischen Publikum stellte er sich erstmals 1965, als er einen Part in einer Aufführung von "Lucia di Lammermoor" in Miami sang. Durch zahlreiche Interpretationen der Opernpartien von Giuseppe Verdi und Gaetano Donizetti machte sich Pavarotti in den 1960er Jahren an den renommiertesten Häusern der internationalen Opernkultur, wie dem Covent Garden in London und der Metropolitan in New York, einen Namen. In den folgenden Jahrzehnten vollzog Pavarotti eine steile künstlerische Karriere, die ihn neben Plácido Domingo und José Carreras zum weltweit anerkanntesten Tenor werden ließ. Sein Erfolg schlug sich in zahlreichen Aufnahmen nieder, die enorme Verkaufsquoten erreichten.

Neben seinen Auftritten in den bedeutendsten Opernhäusern der Welt sang Pavarotti auch bei den Festspielen von Glyndebourne und Salzburg. 1981 wirkte er mit einer Rolle in dem Film "Yes Giorgio", im Jahr darauf in "Rigoletto" mit. 1989 führte er für eine Inszenierung von Gaetano Donizettis "La favorita" erstmals auch Regie. Das Sängertrio Domingo, Carreras und Pavarotti trat als "Die drei Tenöre" erstmals anlässlich der Fußballweltmeisterschaft von 1990 in den römischen Caracalla-Thermen auf, wiederholten dies in der Folge jedoch öfter. Zu einem spektakulären Erfolg geriet vor allem ihre Welttournee von 1996, bei der sie sich von einem begeisterten Publikum in Tokio, London, Wien, New York, Melbourne und München feiern ließen. 1993 nahm der Tenor an einem Benefizkonzert für die Initiative zur Rettung des Regenwaldes in New York teil.

Im Jahr 1997 trat er neben Vittorio Gassman auf dem Festival der Nationen in Città del Castello auf. Ein Jahr später erfolgte anlässlich der Fußballweltmeisterschaft ein neuerlicher Auftritt der "drei Tenöre" in Paris. Pavarotti wirkte organisatorisch an der Durchführung mehrerer Festivals mit, wie 1997 und 2000 in Sanremo und 1998 an der Verleihung des Internationalen Giuseppe-Verdi-Preises. In den folgenden Jahren sang der Tenor die "Tosca" in der New Yorker Metropolitan (1998/99) und im römischen "Teatro dell`Opera" (2000) sowie "Aida" erneut in der Metropolitan (2001). Allerdings wurden seine jüngeren öffentlichen Auftritte zunehmend von gesundheitlichen Problemen überschattet, die den Künstler des Öfteren zur Absage von Konzerten zwangen.

Im Jahr 2002 wurde Pavarotti erstmals vom Saison-Spielplan der New Yorker "Metropolitan" ausgeschlossen. Pavarotti wurde mit über 70 Opernpreisen, dem Großen Ritterkreuz des italienischen Verdienstordens, verschiedenen weltweiten Ehrenbürgerschaften sowie zahlreichen künstlerischen Preisen ausgezeichnet. Nach der 2002 vollzogenen Scheidung von seiner Frau Adua lebte Pavarotti mit Nicoletta Mantovani zusammen. Im Januar 2003 wurde der Tenor Vater von Töchterchen Alice. Das Ereignis wurde jedoch überschattet von dem Tod des Zwillingsbruders Riccardo, der bei der Geburt verstarb. Elf Monate später, im Dezember 2003, heiratete Pavarotti die Mutter seiner Tochter, Nicoletta Mantovani, in Modena.

Nachdem der Tenor bereits 2002 angekündigt hatte, mit 70 in den Ruhestand treten zu wollen, gab Pavarotti am 21. August 2004 in Hamburg ein Deutschland-Konzert, mit dem er seine Weltabschiedstournee eröffnete. Die Abschiedstournee dauerte bis Mitte 2006 an. Anlässlich seines 70. Geburtstages trat Pavarotti im Oktober 2005 zunächst in Stuttgart und dann in Modena auf, wo er von einem großen Publikum gefeiert wurde. Der schwergewichtige Sänger konnte auf eine brillante Karriere zurückblicken, die trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen bis in hohe Alter anhielt. Anfang Juli 2006 wurde bei Pavarotti Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Wenige Tage nach der Diagnose unterzog er sich in New York einer aufwendigen Operation, bei der die Bauchspeicheldrüse und der Tumor entfernt wurden.

Luciano Pavarotti starb am 6. September 2007 im Alter von 71 Jahren in Modena.

NameLuciano Pavarotti

Geboren am12.10.1935

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortModena (I).

Verstorben am06.09.2007

TodesortModena (I).