Biografie

Giacomo Puccini

Der italienische Komponist und Abkömmling einer Musikerfamilie gilt neben Giuseppe Verdi und Richard Wagner als der bedeutendste Meister der internationalen Opernszene des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Mit seinem Prototyp der italienischen Oper und einem einzigartigen Melodieverständnis eroberten die Opern Giacomo Puccinis die Bühnen der Welt, in deren Repertoire sie bis heute ihren verdienten Platz behaupten. Das künstlerische Schaffen Giacomo Puccinis erstreckt sich von 1884 bis 1924. In diesen vierzig Jahren entstanden zwölf Opern. Zu den bekanntesten Bühnenwerken des Meisters der Spätromantik gehören "Madame Butterfly", "Tosca", "La Bohème" und "Manon Lescaut"...
Giacomo Antonio Domenico Puccini wurde am 22. Dezember 1858 in Lucca (Italien) als Abkömmling einer angesehenen lokalen Musikerfamilie geboren.

Nach einer ersten Musikausbildung in seiner Heimatstadt nahm er am Konservatorium von Mailand unter A. Bazzini und A. Ponchielli ein weiterführendes Studium auf. 1884 feierte Puccini die Aufführung seiner ersten Oper "Le Villi" in Mailand. Der Erfolg des romantischen Stückes brachte ihm einen Vertrag mit dem Verleger Giulio Ricordi ein. 1989 verzeichnete seine zweite, ebenfalls romantische Oper "Edgar" einen Misserfolg. Begeisterte Aufnahme fand dagegen 1893 "Manon Lescaut" beim Turiner Publikum. Die Oper ließ erstmals die künstlerische Note Puccinis erkennen.

Nach diesem ersten Meisterwerk schuf der Komponist mit "La Bohème", die 1896 uraufgeführt wurde, ein vielbeachtetes Stück, das als Prototyp der italienischen Oper des ausgehenden 19. Jahrhunderts international rezipiert wurde. Auch "Madame Butterfly" entwickelte sich zunächst 1904 in Turin, dann weltweit zu einem Erfolg. 1910 gelangte "La fanciulla del West" in New York zur Aufführung. Durch ihre hervorstechende Originalität begründeten die Opern Puccinis ein Musiktheater, das sich in der internationalen Opernkultur neben denen Giuseppe Verdis und Richard Wagners seinen Platz eroberte und bis heute bewahrt hat. Das letzte Werk des Meisters blieb unvollendet.

Giacomo Puccini starb am 29. November 1924 in Brüssel. Noch kurz davor hatte man den Komponist in den italienischen Senat berufen. Die Oper "Turandot" wurde posthum durch den Komponisten Franco Alfano abgeschlossen und 1926 in Mailand erstmals dargeboten.
1884 - Mailand - Le Villi - Librettist: F. Fontana

1889 - Mailand - Edgar - Librettist: F. Fontana

1893 - Turin - Manon Lescaut - Librettist: D. Oliva

1896 - Turin - La Bohème - Librettist: G. Giacosa u. L. Illica

1900 - Rom - Tosca - Librettist: G. Giacosa u. L. Illica

1904 - Turin - Madame Butterfly - Librettist: G. Giacosa u. L. Illica

1910 - New York - La fanciulla del West - Librettist: G. Civinini u. C. Zangarini

1918 - New York - Trittico - Librettist: G. Adami u. G. Forzano

1926 - Mailand - Turandot - Librettist: R. Simoni u. G. Adami.

NameGiacomo Puccini

Geboren am22.12.1858

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortLucca (I).

Verstorben am29.11.1924

TodesortBrüssel (B).