Biografie

Gerd Müller

Der deutsche Fußballspieler zählt zu den erfolgreichsten Stürmern der Fußballgeschichte. Er machte sich einen Namen als "Bomber der Nation". Sein Spiel war gekennzeichnet von Reaktionsschnelligkeit. Berühmt wurden seine Tore, die er vielfach aus ungewöhnlichen Positionen, aus der Drehung schoss. Mit 68 Toren in 62 Länderspielen für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft (1966-1974) weist er bis heute die beste Torquote aller deutschen Nationalspieler auf. Von 1964 bis 1979 spielte er für den FC Bayern München, wo er in 427 Spielen 365 Tore erzielte. Nach Beendigung seiner Karriere 1981 wurde es ruhig um den einstigen Ballstar...
Gerd Müller wurde am 3. November 1945 in Nördlingen geboren.

Müller trat im Jahr 1955 als Zehnjähriger der Jugendmannschaft des Turn- und Sportvereins TSV 1861 Nördlingen bei. Neun Jahre später im Jahr 1964 kickte er erstmals für den Verein FC Bayern München. Im gleichen Jahr stieg er mit dem Verein in die Bundesliga auf. Zwischenzeitlich hatte er eine Lehre als Weber absolviert. Schnell wurden die Fans aufmerksam auf den kleinen Stürmer mit seiner untersetzten Figur, vor allem durch seine Reaktionsschnelligkeit vor dem Tor. Spektakulär und beim Gegner gefürchtet waren Tore, die er aus den scheinbar unmöglichsten Positionen schoss. Immer wieder bewies er als Spieler den richtigen Riecher für einen günstigen Doppelpass, den er dann trefferstark im gegnerischen Tor zum glücklichen Ende brachte.

Durch diese Spielweise verdiente er sich bei seinen Fans die Bezeichnung „Bomber der Nation“. Andere bezeichneten ihn als Abstauber, da er sich solche Erfolge nicht selbst herausspielte. Anerkennung zollten ihm aber alle für das richtige Gespür der Spielsituation und seine schnelle und wirksame Technik. Mit dem Verein Bayern München erspielte sich Gerd Müller in den Jahren 1969, 1972, 1973 und 1974 insgesamt viermal den Titel "Deutscher Meister". In den Jahren 1966, 1967, 1969 und 1971 wurde er mit der Bayern-Elf DFB-Pokalsieger. 1967 gewann er mit der Mannschaft außerdem den Europapokal der Pokalsieger. Von 1974 bis 1976 holte er sich dreimal hintereinander der Europapokal der Landesmeister. 1976 wurde ihm mit der bayerischen Elf der Weltpokal zuteil. In der Zeit von 1966 bis 1974 gehörte Gerd Müller der Nationalmannschaft an.

In dieser Zeit absolvierte er insgesamt 62 Länderspiele, in denen er 68 Mal das gegnerische Tor traf. Mit dieser Bilanz führt er die Trefferliste der Besten noch heute an vor seinen Kollegen Rudi Völler mit 47 Toren und Jürgen Klinsmann ebenfalls mit 47 Toren. Allein bei der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 1970 erzielte er zehn Tore und wurde damit Torschützenkönig dieser internationalen Veranstaltung. 1972 holte sich Müller mit der deutschen Nationalelf den Europameister-Titel. Zwei Jahre später im Jahr 1974 wurde er Weltmeister. In der Finalbegegnung mit der Niederlande schoss Gerd Müller dabei den entscheidenden Treffer zum 2 : 1-Sieg. Müller führt außerdem mit insgesamt 14 Treffern die Torliste der Weltmeisterschaftspiele an. In den Jahren 1967, 1969, 1970, 1972, 1973, 1974 und 1978 wurde Gerd Müller jeweils zum Torschützenkönig der Bundesliga gekrönt.

Damit ragte er unter weiteren hervorragenden Spielern seiner Zeit wie Sepp Maier, Uli Hoeness, Franz Beckenbauer oder Paul Breitner heraus. 1979 stand ein Vereinswechsel an. Gerd Müller spielte ab dieser Zeit in der nordamerikanischen Soccer League für den Verein Fort Lauderdale Strikers. Zwei Jahre später im Jahr 1981 wechselte er zu Smith Brothers Lounge. 1982 hängte er die Fußballschuhe an den Nagel und beendete damit eine beispiellose Karriere. In 427 Bundesligaspielen erzielte Gerd Müller insgesamt 365 Treffer. Seine komplette Torbilanz beläuft sich auf 618 Toren. Allein in einer Spielsaison beförderte er das Leder 40 Mal in das Netz des Gegners – eine Bestmarke, die heute noch Bestand hat. Müller wurde mehrfach geehrt. So kürte man ihn in Deutschland in den Jahren 1967 und 1969 zum Fußballer des Jahres. Auf Europaebene wiederholte sich diese Titel-Auszeichnung im Jahr 1970.

Im Jahr 1998 erreichte er bei der Wahl zu "Deutschlands Fußballer des Jahrhunderts" den zweiten Platz. Nach Beendigung seiner aktiven Fußballkarriere wurde es ruhig um den einstigen "Bomber der Nation". Der Starfußballer konnte seinen Ruhm nicht umsetzen wie die seinerzeitigen Mitspieler und wichtige Funktionen im Fußballsport übernehmen – allen voran Franz Beckenbauer oder Günther Netzer. Er hatte nach dem Fußball-Aus mit Alkoholproblemen zu kämpfen. Nach seiner Rückkehr aus den Staaten ist Gerd Müller seit 1992 für die Jugend und Amateure als Trainer bei seinem ehemaligen Verein Bayern München, der ihm hinsichtlich sportlicher Leistungen viel zu verdanken hat, tätig. Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland betätigte sich Müller als Nationaler Botschafter dieses internationalen Großereignisses.

NameGerd Müller

Geboren am03.11.1945

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortNördlingen (D).