Biografie

Harvey Keitel

Der US-amerikanische Schauspieler avancierte als Vertreter des Method Acting zu einem der erfolgreichsten Mimen Hollywoods. Als Sohn jüdischer Einwanderer fand er seinen Förderer in Lee Strasbergs "Actor’s Studio". Eng war seine folgende Karriere mit der des Regisseurs Martin Scorsese verbunden. So wirkte er bereits nach dessen Regie-Studium in seiner Abschlussarbeit "Wer klopft denn da an meine Tür?" (1968) mit. Seinen Durchbruch feierte Harvey Keitel mit den Scorsese-Produktionen "Hexenkessel" (1973) und "Taxi Driver" (1975) neben Robert De Niro. Zum Star wurde Keitel mit Filmen wie "Thelma und Louise" (1991), "Reservoir Dogs" (1992), "Das Piano" (1993) und "Pulp Fiction" (1994). Dabei verkörperte er oft in Nebenrollen den "Good Bad Guy" aus den schäbigen Einwanderer-Vierteln...
Harvey Keitel wurde am 13. Mai 1947 in Brooklyn, New York, geboren.

Aufgewachsen ist er in Brighton Beach, Brooklyn als Sohn jüdischer Emigranten, sein Vater Harry Keitel kam aus Polen und seine Mutter Miriam aus Rumänien. Geprägt war seine Kindheit und Jugend von ärmlichen Verhältnissen. Der Vater war Näher in einer Fabrik, die Mutter arbeitete als Serviererin. Nach Abschluss der Highschool verpflichtete er sich als Freiwilliger bei der US-Armee. Noch vor Ausbruch des Vietnam-Krieges wurde er entlassen. Ab Mitte der 1960er Jahre fand er zur Schauspielerei. Ab 1967 ließ er sich in New York bei Größen wie Frank Corsaro, Lee Strasberg und Stella Adler ausbilden und wurde Mitglied des großen Lee Strasberg Actors Studio. Dadurch schaffte es Keitel, auf vielen Bühnen New Yorks zu spielen und sich den Weg bis an den Broadway zu ebnen. Hier trat er unter anderem in Stücken von Sam Shepard und Arthur Miller auf.

Ende der 1960er Jahre kam es zur Begegnung mit Martin Scorsese, der gerade seinen Abschluss an der New York University in Regie machte. Gemeinsam drehten sie den Scorseses Abschlussfilm "Wer klopft denn da an meine Tür?". Und auch später arbeiteten sie einige Male zusammen. 1973 spielte Keitel in Scorseses erstem großen Mafia-Kinofilm "Hexenkessel" und später war er mit Robert De Niro in seinem "Taxi Driver" (1975) zu sehen, was zugleich Keitels Durchbruch markierte. Durch die 1970er und 1980er Jahre hindurch entwickelte sich Harvey Keitel zu einem der wichtigsten Charakterdarsteller des neuen amerikanischen Films. Allerdings war er nicht nur auf große Rollen in großen Filmen von großen Regisseuren aus. Er war immer wieder in Filmen von Nachwuchs-Regisseuren zu sehen, wie im Debüt von Ridley Scott, "Die Duellisten", oder von Quentin Tarantino, "Reservoir Dogs".

In den 1980er Jahren verschlug es Harvey Keitel mehrfach nach Europa, wo er in einigen Filmen unter Regisseuren wie Ettore Scola, Lina Wertmüller, Theo Angelopoulos und Bertrand Tavernier arbeitete. 1988 glänzte der Mime in "Die letzte Versuchung Christi". 1991 wurde er für "Bugsy" für den "Oscar" als "Bester Nebendarsteller" nominiert. In den 1990er Jahren sah man den zurückhaltenden und öffentlichkeitsscheuen Keitel in einer großen Zahl erfolgreicher Filme. Sein Charakterkopf ließ ihn inzwischen zur ersten Riege Hollywoods zählen. Er war in Top-Streifen zu sehen, wie "Thelma und Louise", "Das Piano", "Die Wiege der Sonne", "Pulp Fiction", "Unsere Welt war eine schöne Lüge", "Schnappt Shorty!", "Der Blick des Odysseus", "From Dusk till Dawn", "Cop Land" und anderen. In den Jahren 2003 und 2004 war er in "Who Killed the Idea?" und "Das Vermächtnis der Tempelritter" zu sehen.

Im Jahr 2005 stand Keitel für "Be Cool – Jeder ist auf der Suche nach dem nächsten großen Hit" und "Shadows in the Sun" vor der Kamera.

Harvey Keitel ist privat seit 2001 mit der Schauspielerin Daphna Kastner verheiratet. Mit ihr hat er einen Sohn. Aus einer früheren Ehe mit Lorraine Bracco ist er Vater einer Tochter.
1968 - Wer klopft denn da an meine Tür?

1973 - Hexenkessel

1974 - Alice lebt hier nicht mehr

1975 - Taxi Driver

1975 - C. R. A. S. H.

1976 - Buffalo Bill und die Indianer

1976 - Willkommen in Los Angeles

1976 - Die Duellisten

1977 - Finger - Zärtlich und brutal

1978 - Blue Collar

1978 - Adlerflügel

1979 - Saturn City

1979 - Der Gesundheitskongress

1979 - Blackout - Anatomie einer Leidenschaft

1980 - Death Watch - Der gekaufte Tod

1980 - Grenzpatrouille

1982 - Flucht nach Varennes

1982 - Copkiller

1983 - Gefährliches Dreieck - Exposed

1983 - Dream One

1984 - Der Liebe verfallen

1985 - Camorra

1985 - Off Beat - Laß die Bullen tanzen

1985 - The Men's Club

1986 - Star Knight - Herr der Sterne

1986 - Die Untersuchung

1986 - Wise Guys - Zwei ausgeschlafene Jungs

1987 - Blindside

1987 - Jack, der Aufreißer

1987 - Dear America - Briefe aus Vietnam

1988 - Im Zeichen der Jungfrau

1988 - Die letzte Versuchung Christi

1989 - Die Spur führt zurück - The Two Jakes

1990 - Two Evil Eyes

1990 - Tödliche Gedanken

1991 - Reservoir Dogs

1991 - Bugsy

1991 - Thelma & Louise

1992 - Bad Lieutenant

1992 - Sister Act - Eine himmlische Karriere

1992 - Codename: Nina

1993 - Das Piano

1993 - Die Wiege der Sonne

1993 - Snake Eyes

1993 - Young Americans

1993 - Pulp Fiction

1994 - Immer Ärger um Dojo

1994 - Der Blick des Odysseus

1994 - Unsere Welt war eine schöne Lüge

1994 - Smoke

1994 - Blue In The Face

1995 - Clockers

1996 - From Dusk Till Dawn

1996 - Kopf über Wasser

1997 - Cop Land

1997 - City Of Industry

1999 - Lulu On The Bridge

1999 - Three Seasons

2000 - U-571

2000 - Little Nicky

2001 - Die Grauzone

2002 - Roter Drache

2002 - Crime Spree

2003 - Who Killed the Idea?

2004 - Das Vermächtnis der Tempelritter

2005 - Be Cool

2005 - Shadows in the Sun

NameHarvey Keitel

Geboren am13.05.1947

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortBrooklyn, New York (USA).