Biografie

George H. W. Bush

Der Wirtschaftswissenschaftler und Ölunternehmer amtierte von 1989 bis 1993 als 41. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er galt als typischer Vertreter des wohlhabenden Ostküsten-Establishments. Verdient machte er sich mit dem START-Vertrag um die internationale Abrüstung von Atomwaffen. Gemeinsam mit Michail Gorbatschow erklärte George Herbert Walker Bush 1989 den Kalten Krieg für beendet. 1990 entsandte Bush, nach der irakischen Kuwait-Invasion, amerikanische Truppen in den "Golf-Krieg" gegen Saddam Hussein. Damit provozierte er die Proklamation eines "Heiligen Krieges" (Jihad) gegen die USA, der das Weltgeschehen weit über seine Amtszeit hinaus prägte...

Die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika
George Herbert Walker Bush wurde am 12. Juni 1924 in Milton, Massachusetts, (USA) geboren.

Sein Vater war der spätere US-Senator Prescott Sheldon Bush (1895-1972), der in den 1930er und 1940er Jahren für die Investmentfirma Brown Brothers Harriman (BBH) tätig war und Anteile an der Union Banking Corporation hielt, die auch mit einem Hauptfinanzier des nationalsozialistischen Diktators Adolf Hitler, Fritz Thyssen, Geschäfte tätigten. Infolge des Eintritts der USA in den Zweiten Weltkrieg wurden die Gewinne Prescotts aus dem Bankgeschäft beschlagnahmt, später erhielt er jedoch dafür eine Entschädigung. Aufgewachsen ist George H. W. Bush in Greenwich Connecticut.

Nach Abschluss der High School besuchte er die Philips Andover Academy in Massachusetts. Während des Zweiten Weltkrieges war Bush von 1941 bis 1945 Pilot bei der Marine. Nach Beendigung des Militärdienstes studierte er an der Universität in Yale Wirtschaftswissenschaften. Nach Abschluss des Studiums 1948 arbeitete Bush erfolgreich im Ölgeschäft von Texas. 1949 wurde er Mitbegründer, später Direktor und Präsident der Zapata Petroleum Corp. sowie der Zapata Off Shore Corp. Bush wandte sich 1964 mit nur mäßigem Erfolg der Politik zu und erlitt zunächst eine Niederlage bei der Wahl in den Senat. 1966 erfolgte die Wahl zum US-Senator für Texas. Bei der Wahl 1968 wurde er im Amt bestätigt. 1970 kandidierte Bush erneut für das Amt im Senat, ohne Erfolg.

Durch Präsident Richard Nixon wurde Bush 1971 amerikanischer Botschafter bei den Vereinten Nationen und bis 1973 Leiter des Republikanischen Nationalkomitees. In den Jahren 1974 bis 1975 war Bush als Leiter des amerikanischen Verbindungsbüros in Peking tätig. Zu Jahresbeginn 1976 wechselte er auf den Posten des Direktors der "Central Intelligence Agency" (CIA), den er für ein Jahr innehatte. Infolge der anschließenden Präsidentschaft Jimmy Carters zog sich Bush vorübergehend aus der Politik zurück, um die Leitung einer Bank in Houston zu übernehmen. 1980 stellte sich Bush erstmals zur Präsidentschaftswahl, verlor aber gegen Ronald Reagan. Unter Reagan wurde er 1981 zum Vizepräsidenten ernannt.

Im Jahr 1984 gewann Reagan die Wahlen erneut und wurde dadurch für weitere 4 Jahre in seinem Amt als Präsident bestätigt. Bush blieb Vizepräsident. Bei den Wahlen von 1988 wurde Bush zum Präsidentschaftskandidat der Republikaner nominiert. Bush gewann die Wahl und wurde damit seit 1836 der erste amtierende Vizepräsident, der zum Präsidenten gewählt wurde. Bushs spektakulärste Amtstat erfolgte 1990. Nach der Besetzung Kuwaits durch den Irak, ließ Bush in Saudi-Arabien amerikanische Truppen stationieren. Es kam nach Ablauf mehrerer Ultimaten zum Golf-Krieg, den Amerika für sich entscheiden konnte. Weiter unterzeichnete Bush mit Michail Gorbatschow den START-Vertrag zur Reduzierung von strategischen Waffen.

Im Jahr 1991 dann der Zusammenbruch der UdSSR und die Einberufung der ersten Nahostfriedenskonferenz am 30. Oktober. Die US-amerikanische Wirtschaft hatte sich unter der Führung Bushs alles andere als gut entwickelt. Sowohl Arbeitslosigkeit als auch das Haushaltsdefizit nahmen stetig zu. So war 1992 laut Meinungsumfragen nur noch die Hälfte der Bürger, die sich Anfang 1991 für ihn ausgesprochen hatten, mit Bushs Politik zufrieden. 1993 wurde der Demokrat Bill Clinton als 42. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. In den letzten Wochen als Präsident war Bush außenpolitisch noch einmal sehr aktiv. So befahl er amerikanische Truppen zur Wiederherstellung der Ordnung und zur Unterstützung der hungernden Menschen nach Somalia.

Des Weiteren befahl er Luftangriffe gegen den Irak. Mit dem neuen russischen Präsidenten Boris Jelzin unterzeichnete er einen weitreichenden Abrüstungsvertrag. Bush zog sich nach seiner Amtszeit aus dem öffentlichen Leben zurück. 2000 wurde sein Sohn George W. Bush zum 43. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.


Die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika

NameGeorge H. W. Bush

Geboren am12.06.1924

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortMilton, Massachusetts (USA).