Biografie

Ronald Reagan

Der US-amerikanische und konservative Politiker stellte von 1981 bis 1989 den 40. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. In seiner Amtszeit verfolgte er das Ziel, das zerstörte amerikanische Selbstbewusstsein wieder herzustellen, welches noch stark unter den Ereignissen des Vietnamkrieges sowie der "Watergate-Affäre" zu leiden hatte. Seine Amtszeit war geprägt von der Schlussphase des Kalten Krieges mit der Ausweitung der Rüstungsausgaben, Kürzungen bei den Sozialausgaben und einem unfangreichen Abbau staatlicher Wirtschaftskontrollen. Seine Außenpolitik war von einem starken Antikommunismus geprägt. Davor war Ronald Reagan von 1945 bis 1957 als Schauspieler und von 1954 bis 1964 als Showmaster und Moderator tätig, ehe er als 33. Gouverneur von Kalifornien (1966-1973) seinen Einstand in der Politik fand...
Ronald Wilson Reagan wurde am 6. Februar 1911 in Tampico, Illinois, als Sohn eines Kaufmanns geboren.

Nach dem er die High School in Dixon beendet hatte, studierte er am Eureka College in Illinois, welches er 1932 mit den Fächern Ökonomie und Soziologie abschloss. Seinen Einstieg ins Berufsleben fand er noch im selben Jahr als Sportreporter einer Radiostation in Davenport, Iowa. Hier hatte er erste Kontakte zum Film. Reagan wurde Ansager bei den Chicago Cubs und erhielt 1937 nach Probeaufnahmen in "Love is in the air" seine erste große Filmrolle. Der Streifen hatte Erfolg und zahlreiche Produktionen folgten, in denen er jedoch meist nur in Nebenrollen zu sehen war. Zu seinen besten Arbeiten wurde 1939 "Land der Gottlosen" an der Seite von Errol Flynn und der Klassiker "Tod eines Killers".

Im Jahr 1941 wurde Reagan Mitglied der Schauspielergewerkschaft und von 1974 bis 1952 war er deren Präsident, sowie von 1959 bis 1960 Präsident der Gewerkschaft der Filmschaffenden. Zu dieser Zeit war Reagan Anhänger der Demokratischen Partei und Befürworter der Politik von Franklin D. Roosevelt. Dennoch trat er 1962 in die Republikanische Partei ein. Hier fand er durch seine streng konservative Politik auch außerhalb des Staates eine große Anhängerschaft. So wurde er von 1966 bis 1973 Gouverneur von Kalifornien. Bei den Präsidentschaftswahlen 1976 kandidierte er erstmals für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Dabei wurde er von ehemaligen Kollegen wie Frank Sinatra, Dean Martin oder James Stewart bei seinen Wahlkämpfen unterstütz.

Auch John Wayne setzte sich für ihn ein und forderte in zahlreichen Radio- und TV Sendungen "Reagan for President". Bei den Vorwahlen der Republikanischen Partei unterlag er jedoch dem damaligen Amtsinhaber Gerald Ford. Ford unterlag bei den Wahlen seinem Rivalen Jimmy Carter, der 1977 als 39. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde. Ronald Reagan, der sich 1980 wieder den Wahlen stellte, gewann mit deutlicher Mehrheit und wurde 1981 der 40. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Ronald Reagan verfolgte zunächst das Ziel, das zerstörte amerikanische Selbstbewusstsein wieder herzustellen, welches noch stark unter den Ereignissen des Vietnamkrieges sowie der "Watergate-Affäre" zu leiden hatte. Des weiteren führte er die Wirtschaft durch drastische Steuersenkungen in kürzester Zeit zur Weltführungsposition zurück.

Nach diesen Erfolgen, sowie seinem Einsatz innerhalb der Amerikanischen Anti-Drogenkampagne, wurde er mit klarer Mehrheit bei den Präsidentschaftswahlen 1984 im Amt bestätigt. Seine zweite Amtszeit widmete er entschieden der Amerikanischen Aufrüstung. So wurde er auch Befürworter des umstrittenen SDI-Programms. Mit der Invasion der Karibikinsel Grenada 1983 und dem Bombenangriff auf Tripolis in Libyen 1986, gelang es Reagan die militärische Stärke und die Kompromisslosigkeit seiner Regierung zu demonstrieren. Auch setzte er eine Lockerung des amerikanischen Antitrustgesetzes durch. Die Außenpolitik von Ronald Reagan war von einem starken Antikommunismus geprägt. So unterstützte er in Nicaragua die Contra-Rebellen gegen die linksgerichtete Regierung unter Daniel Ortega und in Afghanistan Rebellen wie Osama bin Laden, die gegen die prosowjetische Regierung kämpften.

Mit dem Sowjetischen Staats-Chef Michail Gorbatschow traf sich Reagan 1986 in Reykjavík. Damit leitete er nach John F Kennedy die zweite Phase der Entspannungspolitik ein. Ergebnis war unter anderem der INF-Vertrag über die Abrüstung der Mittelstreckenraketen in Europa von 1987. Reagan machte sich somit insbesondere innerhalb seiner zweiten Amtszeit um das Ende des Kalten Krieges verdient. Durch seine Innen- und Sozialpolitik, die zum größten Teil nur aus Umschichtungen bestand, verstärkte er jedoch die Kluft zwischen Arm und Reich. Dieses Phänomen wird heute als "Reaganomics" beschrieben. 1989 endete seine zweite Amtszeit und Vizepräsident George H. W. Bush, der den Friedensprozess mit der Sowjetunion weiterführte, wurde sein Nachfolger im Präsidentschaftsamt.

Seine Autobiografie veröffentlichte Reagan im Jahr 1990 unter dem Titel "American Life / Ein amerikanisches Leben". Seinen letzten öffentlichen Auftritt beging er 1996 zu seinem 85. Geburtstag. In den folgenden Jahren zog er sich völlig aus den Medien zurück und teilte mit, dass er an Alzheimer erkrankt sei.

Ronald Reagan starb am 5. Juni 2004 im Alter von 93 Jahren auf seinem Anwesen in Bel Air, Los Angeles.


James Earl Carter < Ronals Reagan > George H. W. Bush

NameRonald Reagan

Geboren am06.02.1911

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortTampico (Illinois, USA).

Verstorben am05.06.2004

TodesortLos Angeles (USA).

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