Biografie

Fritz Thyssen

NameFritz Thyssen

Geboren am09.11.1873

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortMülheim a.d. Ruhr (D).

Verstorben am08.02.1951

TodesortBuenos Aires (Argentinien)

Fritz Thyssen

Der deutsche Unternehmersohn übernahm während der Weimarer Republik von seinem Vater das führende deutsche Eisen- und Stahlunternehmen. Als einer der ersten deutschen Unternehmer unterstützte Fritz Thyssen finanziell die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP). Seine anfängliche Parteinahme für die Nationalsozialisten und Verstrickung mit dem Hitler-Regime, bezahlte Fritz Thyssen jedoch mit langjähriger Haft in den Konzentrationslagern. Nach seinem Tod errichteten seine Witwe und seine Tochter die "Fritz-Thyssen-Stiftung" in Köln zur Förderung der Wissenschaften...
Fritz Thyssen wurde am 9. November 1873 in Mülheim an der Ruhr als Sohn des Stahlunternehmers August Thyssen (1842-1926) geboren.

Nach dem Schulbesuch studierte er in Lüttich, London und Berlin Ingenieurwissenschaften. 1896/97 absolvierte er ein freiwilliges Wehrjahr beim Militär, wo er bis zum Leutnant aufstieg. Im Anschluss daran trat er bereits 1898 in den Vorstand der väterlichen Firma, der August-Thyssen-Hütte "Gewerkschaft", ein. Die Teilnahme am Ersten Weltkrieg 1914 bis 1918 brachte ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse ein. Zu Beginn der 1920er Jahre beteiligte sich Thyssen am Widerstand gegen die französische Ruhrbesetzung, was ihn eine hohe Geldbuße kostete. 1926 rückte Fritz Thyssen in der Nachfolge seines Vaters an die Spitze des Konzerns. Er fungierte ab 1928 als Aufsichtsratsvorsitzender der Vereinigten Stahlwerke AG und als Vorsitzender der internationalen Rohstahlgemeinschaft.

Auf politischer Ebene engagierte sich Thyssen zunächst als Mitglied der Deutsch-Nationalen Volkspartei im Kampf der rechten und deutschnationalen Kräfte gegen die Weimarer Demokratie. Als einer der ersten deutschen Unternehmer unterstützte er finanziell die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) um Adolf Hitler und Gregor Straßer und Gregor Straßer. Ende 1931 wechselte er schließlich ganz zur aufsteigenden NSDAP. Infolge der nationalsozialistischen Machtübernahme durch Adolf Hitler im Januar 1933 wurde Thyssen in den Generalrat der Wirtschaft aufgenommen. Auch im preußischen Staatsrat und im Reichstag war er vertreten. Seine wirtschaftliche Tätigkeit war auch im nationalsozialistischen Deutschland von der Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden der August-Thyssen-Hütte AG bestimmt. Ab 1934 geriet Thyssen in zunehmende Differenzen zum Hitler-Regime.

Aus Opposition zur Kirchenpolitik und Judenverfolgung der Nationalsozialisten emigrierte er 1939 in die Schweiz. 1940 wurde er von der Hitler-Regierung ausgebürgert, sein Vermögen eingezogen. Noch im selben Jahr geriet er in Frankreich in Haft, von wo er nach Deutschland ausgeliefert wurde. Bis 1945 saß Thyssen in mehreren Konzentrationslagern ein. Nach Kriegsende wurde er im Zuge der Entnazifizierung als "minderbelastet" beurteilt. Ein Teil seines Vermögens wurde eingezogen, zugleich erhielt Thyssen jedoch die 1939 beschlagnahmten Güter zurück.

Fritz Thyssen starb am 8. Februar 1951 in Buenos Aires (Argentinien).

Im selben Jahr errichten seine Witwe und seine Tochter die "Fritz-Thyssen-Stiftung" in Köln zur Förderung der Wissenschaften. 1953 kam es im Zuge der Neuordnung der deutschen Montanindustrie zur Neugründung der August Thyssen-Hütte AG, die 1977 in Thyssen AG umbenannt wurde. Nach dem Tod Thyssens expandierte der Konzern durch den Erwerb zahlreicher Unternehmen. Darauf fungierte die Thyssen AG als Führungsgesellschaft eines multinationalen Industrie- und Handelskonzerns in Duisburg.


Menschen und Marken

NameFritz Thyssen

Geboren am09.11.1873

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortMülheim a.d. Ruhr (D).

Verstorben am08.02.1951

TodesortBuenos Aires (Argentinien)

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