Biografie

Doris Dörrie

Die Filmemacherin, Schriftstellerin und Drehbuchautorin schaffte mit der Kino-Komödie "Männer" aus dem Jahr 1986 den Durchbruch als Regisseurin. Ihre nachfolgenden Produktionen folgten dem gleichen Thema, das angesiedelt ist zwischen Tragik und Komik. Zu ihrer Themenspanne zählen die Erlebnisse der Einsamkeit und die Suche nach dem Lebensglück. Dabei schildert sie den alltäglichen Wahnsinn des Lebens. Doris Dorries Filme und auch literarisches Schaffen ist durch die Gabe einer exakten Beobachtung ausgezeichnet, die auch Kleinigkeiten entdeckt und ihnen eine entsprechende Bedeutung verleiht. Weiterhin findet ihre analysierende Sichtweise einen deutlichen Niederschlag in ihrem Werk...
Doris Dörrie wurde als Tochter eines Arztes am 26. Mai 1955 in Hannover geboren.

Dörrie absolvierte ihre Schulzeit auf einem humanistischen Gymnasium, das sie im Jahr 1973 mit dem Abitur abschloss. Im selben Jahr folgte ein zweijähriger Aufenthalt in den USA. Dort studierte sie Film und Schauspiel am Drama Department der University of the Pacific in Stockton im US-Bundesstaat Kalifornien. Im Anschluss folgte ein Studium an der New School of Social Research in New York. Zusätzlich arbeitete sie in Cafés und als Filmvorführerin im Goethe-Haus in New York. 1975 kehrte sie nach Deutschland zurück. In München studierte sie anschließend an der Hochschule für Fernsehen und Film. Parallel dazu arbeitete sie als Journalistin für Filmkritik für die Süddeutsche Zeitung.

Ihr Abschlussfilm trägt den Titel "Der erste Walzer" und wurde im bayerischen Fernsehen als "Max und Sandie" gesendet. Bis zum Jahr 1982 drehte Doris Dörrie verschiedene Dokumentarfilme. Im Jahr 1983 entstand in München ihr erster Kinofilm mit dem Titel "Mitten ins Herz". Drei Jahre später landete sie mit dem Titel "Männer" einen Kino-Hit. In der chaotischen Beziehungskomödie spielen die bekannten Schauspieler Uwe Ochsenknecht und Heiner Lauterbach mit. Das Stück wurde zum erfolgreichsten deutschen Kinofilm des Jahres 1986. Von 1988 bis 1996 war Doris Dörrie mit Helge Weindler verheiratet. Ihre gemeinsame Tochter Carla wurde 1990 geboren.

Im Jahr 1991 gelang ihr mit dem Titel "Happy Birthday, Türke" abermals ein Kino-Erfolg. Dabei verfilmte sie die Vorlage des deutschen Schriftstellers Jakob Arjouni, ein Roman der Kayankaya-Reihe. Der witzig aufgemachte Film steht in der Tradition klassischer Detektivstreifen und erzählt die Suche nach einem Verschwundenen im Frankfurter Milieu. Dabei erlebt der türkische Privatdetektiv Kayankaya, gespielt von Hansa Czypionka, die Korruption der Polizei. 1994 drehte Doris Dörrie die Filmkomödie "Keiner liebt mich" mit Maria Schrader. In dieser Produktion geht es um das persönliche Glück. Das Werk wurde mit dem Filmband in Silber geehrt, die Hauptdarstellerin Maria Schrader mit dem Filmband in Gold.

Zu ihren weiteren Filmwerken zählen unter anderem "Von Romantik keine Spur" aus dem Jahr 1980, "Dazwischen" aus dem Jahr 1981, "Love in Germany" aus dem Jahr 1989 oder "Erleuchtung garantiert" aus dem Jahr 1999. Zu all ihren filmischen Werken verfasste die Regisseurin auch das Drehbuch selbst. Oftmals wurden die Filme mit bekannten Schauspielern wie Senta Berger, Gottfried John oder Uwe Ochsenknecht besetzt. Darüber hinaus drehte sie auch die Dokumentation mit dem Titel "Was darf`s denn sein?". Neben ihrer Rolle hinter der Kamera erfüllte sie auch Gastrollen vor der Kamera. So spielte sie beispielsweise in dem Streifen "Der Hauptdarsteller" aus dem Jahr 1977 oder in "King Kongs Faust" sowie in "Zurück auf Los" aus dem Jahr 2000.

Über ihre Filmarbeit hinaus realisierte Doris Dörrie literarische Projekte. So entstanden die Kurzgeschichten mit den Titeln "Liebe, Schmerz und das ganze verdammte Zeug" und "Was wollen Sie von mir?". Zudem schrieb sie die Kurzgeschichte "Der Mann meiner Träume" oder den Roman "Was machen wir jetzt". Im Jahr 1991 entstand ihre Novellen-Sammlung mit dem Titel "Für immer und ewig". Das 300 Seiten umfassende Werk wurde wohlwollend von der Kritik aufgenommen. 2002 folgte ihr Filmwerk mit den Titel "Nackt" und ihr Roman "Happy". 2005 inszenierte sie, unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta, an der Bayerischen Staatsoper in München Giuseppe Verdis Oper "Rigoletto".

Im selben Jahr, 2005, entstand unter ihrer Regie am Gärtnerplatztheater Giacomo Puccinis "Madame Butterfly". Bei den Salzburger Festspielen 2006 inszeniert sie Wolfgang Amadeus Mozarts "La finta Giardiniera".
1978 - Der letzte Walzer

1981 - Dazwischen (Dokumentation)

1983 - Mitten ins Herz

1984 - Im Inneren des Wals

1985 - Männer

1986 - Paradies

1987 - Ich und Er

1988 - Geld

1991 - Happy Birthday, Türke

1994 - Keiner liebt mich

1996 - Augenblick (Dokumentation)

1998 - Bin ich schön?

2000 - Erleuchtung garantiert

2002 - Nackt

2007 - How to Cook Your Life

NameDoris Dörrie

Geboren am26.05.1955

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortHannover (D).