Biografie

Thomas Eakins

NameThomas Eakins

Geboren am25.06.1844

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortPhiladelphia, Penn. (USA).

Verstorben am25.05.1916

TodesortPhiladelphia, Penn. (USA).

Thomas Eakins

Der US-amerikanische Maler, Bildhauer und Fotograf gilt als populärster und bedeutendster Maler und Porträtist des 19. Jahrhunderts. Vor allem seine vom Realismus kommenden und psychologischen Momente, die seine Werke durchdringen, legten den Grundstein für seine künstlerische Bedeutung. Ab 1876 war Thomas Eakins an der Pennsylvania Academy of the Fine Art als Lehrer tätig und später als ihr Direktor. Dort revolutionierte er den Unterricht, indem er Aktmalerei und medizinische Anatomie auf den Lehrplan setzte. Als Fotograf machte er sich einen Namen in der Bewegungsfotografie...
Thomas Eakins wurde am 25. Juli 1844 in Philadelphia, Pennsylvania, als erstes von fünf Kindern einer irischen Einwandererfamilie geboren.

Eakins besuchte dort die High School und zeigte bereits in dieser Zeit sein Zeichentalent und sein Verständnis für Perspektive. Nach dem Schulbesuch studierte er von 1861 bis 1866 an der Pennsylvania Academy of the Fine Arts Kunst. Gleichzeitig besuchte er am Jefferson Medical College Seminare für Anatomie, die ihn ein Leben lang faszinierte. Durch sie wurde auch sein realistischer Kunstausdruck geformt, der vor allem seine Porträts und Figurenbilder prägte. Feste plastische Formen und eine Farbigkeit von dunkel leuchtender Kraft sind weitere Merkmale von Eakins` Werken. Ab dem Jahr 1866 hielt sich Thomas Eatkins für rund drei Jahre in Paris auf. Dort setzte er seine künstlerischen Studien an der École des Beaux-Arts fort.

Eakins war Schüler des Malers Léon Joseph Florentin Bonnat (1833 – 1922) sowie des Historienmalers und Bildhauers Jean-Léon Gérôme (1824 – 1904). Der Pariser Aufenthalt beeinflusste Eakins` Schaffen in zweifacher Weise: Einmal faszinierte ihn der naturalistische Stil des spanischen Malers Josepe de Ribera (1591 – 1652) und andererseits wurde er zum Bewunderer der vom Realismus geprägten Werke von Spaniens bedeutendstem Porträtisten Diego Velázquez (1599 – 1660). Im Jahr 1870 kehrte er nach Philadelphia zurück und zeit seines Lebens verließ er die USA nicht mehr. Thomas Eakins war ein scharfer Beobachter des Alltags wie häusliche oder berufliche Szenen, aus dem er viele Motive seiner Porträts und Figurenbilder nahm. Zu seinen bemerkenswertesten Bildern aus der Klinikwelt zählt seine Studie "The Gross Clinic" von 1875, die einen operierenden Arzt zeigt.

Er kombinierte in der fortschreitenden Operation einen scharfen Realismus mit psychologischer Schärfe im Porträt des operierenden Dr. Gross. Bilder aus dieser Schaffensphase zeichnen sich aus durch die wissenschaftliche Neigung des Künstlers, die Anatomie des sich bewegenden Körpers darzustellen. Dazu zählen unter anderem Motive aus Jagd, Segel- oder Ruderregatta. Ab dem Jahr 1976 war Eakins an der Pennsylvania Academy of the Fine Art tätig, zunächst als Lehrer und später als ihr Leiter. Dort lernte er auch die Studentin Susan Hannah Macdowell (1851 - 1938), seine spätere Frau, kennen. Er machte sich als Akademiedirektor landesweit und international einen Namen, indem er innovative Unterrichtsfächer auf den Lehrplan setzte. So mussten die Akademie-Schüler das direkte Aktzeichnen nach Modell lernen. Auch bestand er darauf, dass sie sich grundlegende anatomische Kenntnisse erwarben.

Der komplett nackte Auftritt eines männlichen Modells in einer Klasse mit Kunststudentinnen wurde zum Skandal und für Thomas Eakins zum Stolperstein. Er musste seine Führungsposition 1886 aufgeben und zugleich die Akademie verlassen. Als Fotograf widmete sich Thomas Eakins unter anderem den Experimenten des englischen Fotografen Eadweard James Muybridge (1830 – 1904), dem er im Jahr 1878 persönlich begegnete. Muybridge stellte in seinen Studien und Werken vor allem Menschen und Tiere in Bewegung dar. Eakins übernahm nicht nur die neuen Erkenntnisse des englischen Fotografen und verwendete sie in seiner Malerei, sondern er assistierte ihm auch im Jahr 1884. Danach experimentierte Eakins selbst mit der Kamera, um die Bewegungsfotografie weiterzuentwickeln. Im gleichen Jahr heiratete er Susan MacDowell. Die Ehe blieb kinderlos.

Thomas Eakins war kein Auftragsmaler im eigentlichen Sinn. Er absolvierte lediglich 25 künstlerische Aufträge. Dazu zählte im Jahr 1889 ein Porträt von Dr. David Hayes Agnew. Im Jahr 1896 fand seine einzige Einzelausstellung statt. Sie wurde von seinen Kritikern gefeiert, doch Bildverkäufe und finanzieller Erfolg blieben aus. Dennoch beeinflusste der Künstler mit seinen Werken, der auch als Kunstlehrer seiner Zeit voraus war, nachhaltig den amerikanischen Naturalismus.

Thomas Eakins starb am 25. Juni 1916 in Philadelphia.

NameThomas Eakins

Geboren am25.06.1844

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortPhiladelphia, Penn. (USA).

Verstorben am25.05.1916

TodesortPhiladelphia, Penn. (USA).

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