Biografie

Dennis Hopper

Der US-amerikanische Schauspieler und Künstler galt als profilierter und geschätzter Charakterdarsteller in typisch harten und maskulinen Rollen. Im Laufe seiner langen Kariere hatte er die unterschiedlichsten Wandlungen vollzogen - vom hoffnungsvollen Jung-Schauspieler über den rebellischen Exzentriker und Filmemacher bis hin zum drogensüchtigen Außenseiter. Besonderst durch seinen Kult-Film "Easy Rider" (1969) wurde Dennis Hopper einer der populärsten Stars Hollywoods. Hopper wurde neben seiner Filmarbeit auch ein anerkannter Fotograf und Maler. Zu seinen erfolgreichsten Filmen zählen "Zwei rechnen ab", "Der Unbeugsame", "Apocalypse Now", "Blue Velvet" und "Land of the Dead"...
Dennis Hopper wurde am 17. Mai 1936 in Dodge City im US-Bundesstaat Kansas als Sohn eines Farmers geboren.

Hopper wuchs auf der Farm seiner Großeltern in Dodge City auf. Als Teenager zog er mit den Eltern nach San Diego, Kalifornien und begann mit einer professionellen Schauspielkarriere. Nach einigen Auftritten im Fernsehen wurde Hopper von Warner Brothers unter Vertrag genommen. 1953 hatte er im Western "Johnny Guitar - Wenn Frauen hassen" seinen ersten Leinwandauftritt. Hopper gehörte bald zur Clique "Brat Pack" um James Dean, Sal Mineo und Natalie Wood. Zusammen probierten sie Motorräder, schnelle Autos und Drogen aus.

Im Jahr 1955 spielte Hopper neben James Dean in "...denn sie wissen nicht was sie tun", mit dem er 1956 auch in "Giganten" zu sehen war. Dennis Hopper hatte lange mit dem Unfalltod seines Freundes James Dean zu kämpfen und spielte fortan keine Rollen mehr, die den früheren Besetzungen ähnelten. Er nahm Unterricht im renommierten Actor's Studio, und in den folgenden Jahren war er an einigen der erfolgreichsten Kino-Produktionen beteiligt. Er stand 1957 in "Zwei rechnen ab" mit Kirk Douglas und Burt Lancaster vor der Kamera, 1965 und 1968 mit John Wayne in "Die vier Söhne der Katie Elder" und "Der Marshal", 1967 mit Clint Eastwood in "Hängt ihn höher" sowie im selben Jahr mit Paul Newman in "Der Unbeugsame".

Hopper galt damals als schwer umgänglich und als störrischer Exzentriker. Durch seine Anlage blieb er besonderst in der Zeit von 1960 bis 1963 ohne Engagement. Danach verschaffte er sich wieder Aufmerksamkeit mit einigen psychedelischen Filmen wie "The Trip" (1967) und "Head" (1968). Er zeigte damit die Hoffnungen und Ängste der Hippies und machte sich einen Namen in der Szene. 1969 produzierte Hopper mit seinen Freunden Peter Fonda und Jack Nicholson für nur 400.000 Dollar den Kult-Film "Easy Rider", was ihm eine "Oscar"-Nominierung für die "Beste Regie" einbrachte. Hopper, der durch das niedrige Budget und den großen Erfolg die Filmindustrie überraschte, machte sich damit zum Star der 68er Bewegung.

Doch zusehends machten sich Drogen- und Alkoholprobleme bemerkbar. Seine zweite Ehe mit Michelle Phillips ging 1970, nach nur acht Tagen, in die Brüche, und Hopper kam in die Psychiatrie, wo er einen bis heute erfolgreichen Zwangsentzug machte. Hopper zog sich zurück und war nur noch selten vor der Kamera zu sehen. 1976 besetzte er eine Rolle in "Der amerikanische Freund", 1979 in "Apocalypse Now" und 1983 in "Rumble Fish". Anfang der 1980er Jahre kam seine Karriere wieder in Schwung. Er spielte in einigen Filmen und landete 1986 in David Lynchs "Blue Velvet" ein gelungenes Comeback. Für seine Rolle in "Freiwurf" (1986) konnte er im gleichen Jahr eine "Oscar"-Nominierung verbuchen.

Im Jahr 1988 stand Dennis Hopper wieder hinter der Kamera und überzeugte als Regisseur von "Colors - Farben der Gewalt". Es folgten Regiearbeiten zu "Catchfire" (1989), "The Hot Spot" (1990) und "Chasers" (1994). In den 1990er Jahren spielte Dennis Hopper in rund 30 Filmen mit und war unter anderem in den Erfolgsfilmen "Tollwütig" (1990), "True Romance" (1993), "Super Mario Bros." (1993), "Speed" (1994) mit Sandra Bullock und Keanu Reeves, und "Waterworld" (1995) zu sehen. 1998 spielte Hopper in einer Werbung im deutschen Fernsehen für die Automarke Ford. Darin persifliert er seinen eigenen Kultfilm "Easy Rider", indem er sich selbst nach 30 Jahren auf seinem alten Motorrad aus diesem Film wiedertrifft.

Zu seinen folgenden Filmprojekten zählen unter anderem der Fantasyfilm "Jason und der Kampf um das Goldene Vlies", "Held for Ransom", "The Spreading Ground" und "Choke" (alle 2000). Nach längerer Leinwandpause meldete sich Hopper 2005 mit dem Horror-Schocker "Land of the Dead" in den Kinos zurück. Privat war Hopper in fünf Ehen verheiratet. Er wurde Vater von zwei Töchtern und einem Sohn. Er war immer mit Schauspielerinnen verheiratet. Von 1961 bis 1969 mit Brooke Hayward, 1970 mit Michelle Phillips, von 1972 bis 1976 mit Daria Halprin, von 1989 bis 1992 mit Katherine La Nasa und seit 1995 mit Victoria Duffy.

Dennis Hopper wurde neben seiner Filmarbeit auch ein anerkannter Fotograf und Maler. Seine Arbeiten zeigte er in Galerien in den USA, Europa und Japan. Zuletzt stand er 2009 für die TV-Serie "L.A. Crash" vor der Kamera. Im selben Jahr wurde bekannt das der Schauspieler an Prostatakrebs erkrankt war.

Dennis Hopper starb am 29. Mai 2010 im Alter von 74 Jahren in seinem Haus in Venice, Kalifornien.
1954: Johnny Guitar – Wenn Frauen hassen (Johnny Guitar)
1955: Gegen alle Gewalten (I Died a Thousand Times)
1955: … denn sie wissen nicht, was sie tun
1956: Giganten (Giant)
1957: Zwei rechnen ab (Gunfight at the O.K. Corral)
1957: The Story of Mankind
1957: Sayonara ungenannt
1958: Schieß zurück, Cowboy (From Hell to Texas)
1959: Land ohne Gesetz (The Young Land)
1960: Die Wölfe von Los Angeles (Key Witness)
1965: Die vier Söhne der Katie Elder (The Sons of Katie Elder)
1967: Der Unbeugsame (Cool Hand Luke)
1967: The Trip
1968: Hängt ihn höher (Hang 'Em High)
1969: Easy Rider
1969: Der Marshal (True Grit)
1971: The Last Movie
1973: Kid Blue
1976: Mad Dog (Mad Dog Morgan)
1976: Tracks
1977: Der amerikanische Freund
1979: Apocalypse Now
1980: Out of the blue
1982: Human Highway
1983: Rumble Fish
1983: White Star
1984: Inside Man (Slagskämpen)
1985: My Science Project
1986: Blue Velvet
1986: Das Messer am Ufer (River's Edge)
1986: Freiwurf (Hoosiers)
1986: The Texas Chainsaw Massacre Part 2
1987: Die schwarze Witwe (Black Widow)
1987: Straight to Hell
1988: Colors – Farben der Gewalt (Colors)
1989: Chattahoochee – Regie: Mick Jackson
1989: Blood Red – Stirb für dein Land (Blood Red)
1990: Flashback
1990: Catchfire (Backtrack)
1990: Tollwütig (Paris Trout)
1991: Schneeweißrosenrot (SnowwhiteRosered)
1991: Indian Runner (The Indian Runner)
1991: Heiße Nächte in L.A. (Sunset Heat)
1993: Red Rock West
1993: True Romance
1993: Boiling Point – Die Bombe tickt (Boiling Point)
1993: Super Mario Bros.
1994: Speed
1994: Chasers – Zu sexy für den Knast (Chasers)
1995: Waterworld
1995: Search and Destroy (The Moviemaker)
1996: Basquiat
1996: Die Bibel – Samson und Delila
1996: Acts of Love – In den Fängen der Sinnlichkeit
1996: Space Truckers
1997: Showdown (Top of the World)
1998: Tycus – Tod aus dem All (Tycus)
1999: Bad City Blues
1999: EDtv
1999: Straight Shooter
2000: Prophet's Game – Im Netz des Todes
2000: Kidnapped – Tödlicher Sumpf (Held for Ransom)
2001: 24 (Fernsehserie – Gastauftritt)
2001: Ticker
2001: Knockaround Guys
2001: L.A.P.D. – To Protect and to Serve
2002: The Piano Player
2004: The Last Ride
2004: The Keeper
2004: Out of Season
2005: Land of the Dead
2005: House of 9
2006: E-Ring (TV-Serie)
2006: Memory – Wenn Gedanken töten
2006: Streets of Philadelphia – Unter Verrätern
2008: Hell Ride
2008: Sleepwalking
2008: Palermo Shooting
2008: Swing Vote
2008: Big Fat Important Movie
2008: Elegy oder die Kunst zu lieben (Elegy)
2008–2009: L.A. Crash (TV-Serie)

NameDennis Hopper

Geboren am17.05.1936

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortDodge City, Kansas (USA).

Verstorben am29.05.2010

TodesortVenice, Kalifornien (USA).