Biografie

Dietmar Hopp

Der Diplom-Ingenieur war als zentraler Manager an der Entstehung der SAP AG in Walldorf beteiligt. Dietmar Hopp begleitete dabei den Aufstieg der Firma von einer kleinen nordbadischen Software-Schmiede zum Weltmarktführer für betriebswirtschaftliche Anwendungssoftware. Hopp stellte darauf von 1988 bis 1998 deren Vorstandsvorsitzenden und war danach bis 2003 Vorsitzender des Aufsichtsrats sowie bis Mai 2005 Mitglied des Aufsichtsrats. Große Bekanntheit erfuhr er als Förderer des Sports. So kaufte er den Golf Club "St. Leon-Rot", unterstützte den Bau der "SAP-Arena" Mannheim und setzte sich für die Förderung der "Adler Mannheim" (Eishockey) und der "Rhein-Neckar Löwen" (Handball) ein. Über viele Jahre unterstützte Hopp seinen Jugendverein "TSG 1899 Hoffenheim", dem 2008 der Sprung in die 1. Fußball-Bundesliga gelang...
Dietmar Hopp wurde am 26. April 1940 in Heidelberg geboren.

Nach dem Gymnasium absolvierte er ein Studium der Nachrichtentechnik an der Technischen Hochschule Karlsruhe, das er 1966 als Diplom-Ingenieur abschloss. Im Anschluss an das Studium trat Hopp in die "IBM Deutschland" ein, für die er zunächst in Stuttgart als Software-Entwickler tätig wurde. In den Jahren 1968 bis 1972 arbeitete er in der Mannheimer Niederlassung des Unternehmens als Systemberater. Zusammen mit vier anderen IBM-Kollegen, darunter Hasso Plattner, Klaus Tschira und Werner Hector, gründete Hopp 1972 in Mannheim die Firma "Systemanalyse und Programmentwicklung". Das kleine Software-Unternehmen basierte auf der Idee, die bei Großunternehmen eingesetzten Computerprogramme zu vereinheitlichen und zu standardisieren.

Das Geschäftskonzept erwies sich insofern als erfolgreich, als dass die Firma dank eines ersten Großauftrags vom Chemiekonzern ICI schon im ersten Geschäftsjahr schwarze Zahlen schrieb. 1977 erfolgte die Gründung der "Systeme, Anwendungen, Produkte in der Datenverarbeitung" (SAP) GmbH. Mit dem Software-System "R/2" setzte sich die Unternehmenssoftware von SAP während der 1980er Jahre im deutschsprachigen Wirtschaftsraum durch. Die SAP-Systeme erfassten von der Finanzbuchhaltung zur Produktionsplanung und -steuerung immer mehr Bereiche der Unternehmens- und Produktionslenkung. Dies hatte eine rasche Expansion des Unternehmens auch im Ausland zur Folge, wo ein wachsendes Vertriebs- und Service-Netz entstand.

Im Zuge der Umwandlung des Unternehmens in eine AG und dem Börsengang, wurde Hopp 1988 zum Vorstandsvorsitzenden der "SAP AG" berufen. 1992 markierte die Entwicklung des Software-Pakets "R/3" den nationalen und auch internationalen Durchbruch der SAP, die 1994 mit 4.000 Kundenunternehmen bereits als führender Hersteller von Standard-Anwendungssoftware in Deutschland galt. In den folgenden zehn Jahren entwickelte sich die Firma zum Weltmarktführer für standardisierte Unternehmenssoftware: 1996 nutzten weltweit mehr als eine Million Anwender das "R/3"-System. 1997 wurde Hopp zusammen mit Hasso Plattner zum Vorstandssprecher berufen. 1998 wechselte Hopp in den SAP-Aufsichtsrat, wo er bis 2003 den Vorsitz führte.

Im Vorstand folgte ihm Henning Kagermann nach. Im Mai 2005 schied Hopp auch als einfaches Mitglied des Aufsichtsrates aus dem SAP-Gremium aus. Das Unternehmen konnte im Oktober 2005 für das dritte Jahresquartal eine weitere Steigerung von Umsatz und Gewinn vermelden. Der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware erreichte nun einen Anteil von 60% am Weltumsatz in diesem Bereich. Nach seinem Rückzug aus dem Tagesgeschäft der SAP, beteiligte sich Hopp an zahlreichen Unternehmen. Ebenso erwarb er das renommierte Schloss-Hotel Bühlerhöhe bei Baden-Baden. Weiter erfuhr er große Anerkennung und Popularität als Förderer des Sports.

So kaufte er den Golf Club "St. Leon-Rot", unterstützte den Bau der "SAP-Arena" Mannheim (2002-2005) und setzte sich für die Förderung der "Adler Mannheim" (Eishockey) und der "Rhein-Neckar Löwen" (Handball) ein. Über viele Jahre unterstützte Hopp seinen Jugendverein "TSG 1899 Hoffenheim", dem 2008 der Sprung in die 1. Fußball-Bundesliga gelang. Im selben Jahr wurde er zum Sport-Manager des Jahres gekürt. 2009 erhielt er dafür weiter Laureus-Sport-Award für Wohltätigkeit. 2010 wurde Hopp mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) geehrt. 2014 erhielt er den Deutschen Stifterpreis vom Bundesverband Deutscher Stiftungen.

Dietmar Hopp ist mit Anneliese Hopp, geb. Zeuner, verheiratet, mit der er zwei Söhne hat.


Bedeutende Vertreter der Informations- und Kommunikationsrevolution
Die 100 reichsten Deutschen

NameDietmar Hopp

Geboren am26.04.1940

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortHeidelberg (D).