Biografie

August Horch

Der Maschinenbauingenieur war der Gründer der Autoschmiede "Audi", die 1910 ihr erstes Kraftfahrzeug produzierte. Zuvor hatte August Horch das Unternehmen "A. Horch & Cie" in Köln-Ehrenfeld gegründet, das bereits 1900 sein erstes Auto der Öffentlichkeit präsentierte. 1933 trat Horch in den Aufsichtsrat des neu gegründeten Autoherstellers "Auto Union AG" in Zwickau ein, der die Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer vereinigte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beteiligte er sich an der Neugründung von "Auto Union" in Ingolstadt, dem Vorläufer des heutigen modernen Audi-Werkes...

Persönlichkeiten der Automobilindustrie
Menschen und Marken
August Horch wurde als Sohn von Karl Horch und dessen Frau Helene, geborene Michel, am 12. Oktober 1868 in Winningen an der Mosel geboren.

Horchs Vater war als Schmied und Winzer tätig. In den Jahren von 1874 bis 1881 besuchte der spätere Autobauer die Volksschule. Danach erlernte er den Beruf des Schmieds. Von 1884 bis 1887 begab er sich auf eine lange Gesellen-Wanderschaft bis nach Bulgarien. Im Anschluss daran setzte Horch seine Ausbildung am Technikum im sächsischen Mittelweida zum Ingenieur für Maschinen und Motorenbau fort, um sie 1890 zu beenden. Danach arbeitete er zunächst in einer Werft in Rostock. Von 1892 bis 1896 wirkte er in Leipzig an der Konstruktion eines Verbrennungsmotors für ein Torpedoschiff mit. Horch wurde dann 1896 zum Betriebsleiter bei Benz & Co. in Mannheim berufen.

Ein Jahr später heiratete er Anna Schulz in Leipzig. Horch gründete 1899 mit einem Partner seine eigene Autoschmiede, die als "August Horch & Cie" firmierte. Im Januar 1901 absolvierte Horch die erste Fahrt im Eigenbau, der sich durch vier Sitze und eine Kardanwelle als Kraftübertragung auszeichnete. In diesem Modell fand die Reibungskupplung erstmals Anwendung im Fahrzeugbau. Bald machte die wirtschaftliche Situation des Unternehmens nicht nur den Standortwechsel nach Reichenbach im Vogtland, sondern auch die Beteiligung weiterer Partner notwendig. 1903 konstruierte Horch sein erstes Auto mit einem Vierzylindermotor. Im Jahr darauf wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen "Horch AG" umgewandelt.

Zugleich wechselte es seinen Standort nach Zwickau in Sachsen. Den Straßenwettbewerb "Herkomer-Fahrt" als Zuverlässigkeitsprüfung konnte Horch 1906 als Sieger bestehen. Ein Jahr später verließ das erste Auto mit Sechszylindermotor die Halle der "Horch AG". Horch beteiligte sich 1908 auch an der Prinz-Heinrich-Fahrt, die er mit einem Rang unter den zehn Besten beendete. Ein Jahr später trennte er sich wegen Differenzen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten jedoch von der "Horch AG". Im gleichen Jahr nahm Horch den Betrieb eines neuen Unternehmens zur Autoherstellung auf. Er nannte die Firma "Audi", was der lateinischen Übersetzung (Audio) seines Nachnamens entsprach.

Mit seinen Audis beteiligte sich Horch in der Folge an der Alpenfahrt, an der die Fahrer den Teampreis errangen. In der Zeit des Ersten Weltkrieges baute Horch Kraftfahrzeuge für die Heeresverwaltung. Auch konstruierte er Kriegsfahrzeuge. 1920 wechselte Horch vom Vorstand in den Aufsichtsrat bei Audi. Ab 1921 war er Ausschussvorsitzender der "Außenhandelsstelle für Fahrzeuge" zur Kontrolle von Kfz und –Teilen. Die Technische Hochschule Braunschweig ehrte den Autobauer 1922 mit dem Ehrendoktortitel Dr. Ing. h. c. Ein Jahr darauf initiierte Horch die fast weltweit einheitliche Linkssteuerung. 1931 erlebte Horch im Zuge der Weltwirtschaftskrise auch eine Unternehmenskrise.

Ein Jahr später entstand das Unternehmen "Auto Union Sächsischer Motorenfahrzeugfabriken", das die Werke der Markenhersteller von Audi, Horch, DKW und Wanderer vereinte. Damit verband sich auch die Entstehung des heute noch gültigen Audi-Zeichens mit den vier sich überschneidenden Ringen. 1932 wurde Horch Präsident des Reichsverbandes der Sachverständigen und im Jahr darauf Aufsichtsratsvorsitzender der "Auto Union". Der deutsche Rennfahrer Hans Stuck fuhr 1934 mit einem Rennwagen der "Auto Union" insgesamt drei Weltrekorde ein. Horchs autobiografisches Werk mit dem Titel "Ich baute Autos" erschien 1937. Zwei Jahre darauf wurde er zum Ehrenbürger von Zwickau ernannt.

Nach dem Tod seiner Frau heiratete Horch 1948 in zweiter Ehe Else Kolmar, geborene Moll. Winningen, Horchs Geburtsstadt, verlieh ihm 1949 die Ehrenbürgerschaft.

August Horch starb am 3. Februar 1951 im oberfränkischen Münchberg.


Persönlichkeiten der Automobilindustrie
Menschen und Marken

NameAugust Horch

Geboren am12.10.1868

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortWinningen (D).

Verstorben am03.02.1951

TodesortMünchberg (D).