Biografie

James Dean

Der US-amerikanische Schauspieler zählt zu den größten Filmstars aller Zeiten. Als kühler, unnahbarer und empfindsamer "Rebell" wurde er zum Vorbild der jungen Wilden des prüden Amerikas der 1950er Jahre. In narzisstischer, wehmütiger und auflehnender Art gegenüber gesellschaftlicher Regeln, entwickelte James Dean seine polarisierende Integrationskraft, die ihn menschlich und künstlerisch als Jahrhundertschauspieler ausweist. In seiner Spielkunst vermochte er es verletzlich, reizbar und gleichermaßen sensibel zu sein. Deans glaubhafte Mischung aus Trotz und Dünnhäutigkeit erlaubt es bis heute jedem sich selbst wiederzufinden, der jung und unbefestigt ist...
James Byron Dean wurde am 8. Februar 1931 in Marior im US-Bundesstaat Indiana geboren.

James Dean wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Im Alter von zwei Jahren kam er aufs Land nach Fairmond, Indiana, wo er von seiner Mutter, seiner Tante und der Großmutter erzogen wurde. Deans Vater Winton verdiente sich als Zahntechniker. Zur Zeit der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre brach die Familie nach Kalifornien auf. Neben der Schule nahm er hier Geigen- und Steppstunden an einer Musikschule. Seine Mutter Mildred war die zentrale Person in seinem Leben. Als er neun Jahre alt war wurde bei seiner Mutter Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Wenige Woche später verstarb sie. Alleine überführte der Junge den Sarg seiner Mutter zurück nach Indiana.

Nun wuchs er hier bei seiner Tante und seinem Onkel auf. Er besuchte die High School, spielte intensiv Basketball und trat regelmäßig bei Stücken des Schultheaters auf. Schnell fand er hier seine Berufung. Meist in Hauptrollen verdiente er sich erstes Selbstvertrauen. Nach einem Auswahlverfahren konnte er 1949 im Rahmen einer Lesung Indiana in Colorado bei einem Rezitations-Wettbewerb vertreten. Im Alter von 18 Jahren reiste er zurück nach Kalifornien. Der Kontakt zu seinem Vater, der wieder geheiratet hatte, war von zahlreichen Konflikten gekennzeichnet. Auf drängen des Vaters schrieb er sich an der Universität von Santa Monica für ein Jurastudium ein. Dennoch besuchte er parallel Theaterkurse, um Schauspieler zu werden.

Nachdem er das Jurastudium vernachlässige, entzog der Vater ihm seine Unterstützung. Seinen Unterhalt verdiente er sich fortan als Platzanweiser und Reinigungskraft im Kino, malte Kulissen im Theater und nahm jede Rolle an, die ihm angeboten wurde. Das Ergebnis waren Rollen in Leihentheatern und Auftritte in zweitklassigen Werbespots. Dean reiste nach New York, spielte abermals auf Kleinbühnen und erhielt die Aufnahme am Actors Studio von Lee Strasberg, und damit eine Ausbildung an der renommiertesten Schauspielschule der USA. Es folge das erste Engagement im Stück "The Immoralist" von André Gide, das er am Broadway in Manhattan gab. 1953 erhielt er für diese Titelrolle die Auszeichnung des "Daniel-Blum-Preis" als bester Nachwuchsdarsteller der USA.

Regisseur Elia Kazan entdeckte sein Talent und bestellte ihn zu Probeaufnahmen. Zur Auswahl stand der sechs Jahre ältere Paul Newman, den James Dean klar ausstach. Mit "Jenseits von Eden" erhielt Dean im Jahr 1955 seinen ersten Hollywood Vertag. Das biblische Kinoepos handelt von Kain und Abel aus Sicht des landwirtschaftlichen Kalifornien: Dean verkörperte "Cal Trask", der versucht um die Liebe seines Vaters zu kämpfen und seine todgeglaubte Mutter als Bordellbesitzern wiederfindet. "Jenseits von Eden" wurde sein internationaler Durchbruch als Charakterdarsteller. Mit seinen ersten großen Gagen konnte er nun seiner zweiten Leidenschaft, dem Rennsport frönen. Regelmäßig beteiligte er sich erfolgreich an Autorennen.

Bereits zum Star avanciert entstand noch im selben Jahr das Drama "Denn sie wissen nicht was sie tun" und schließlich "Giganten" an der Seite von Rock Hudson und Liz Taylor, nach dem Roman von Edna Ferber. Der Film handelt von den dramatischen Veränderungen der texanischen Gesellschaft zur Zeit des amerikanischen Ölrausches. Im Vertrag zu diesem Film bestanden die Produzenten ausdrücklich darauf, dass sich Dean in dieser Zeit an keinen Rennen beteiligen dürfte. In seinen Arbeiten verkörperte James Dean den Prototypen des verletzbaren Außenseiters. Er wurde zum Inbegriff der ungezähmten, rebellischen Jugend, die sich von der Erwachsenenwelt unverstanden fühlt und die bestehenden sozialen Regeln und Werte bekämpft.

Am 21. September 1955 kaufte Dean seinem silbernen Porsche 550 Spyder. Für ein geplantes Rennen ließ er sich die Nummer 130 auf den Deckel und "Little Bastard" auf die Motorhaube lackieren, um sich mit einem Tross aus Fotografen, Freunden und Mechanikern nach Salinas aufzumachen. Mit Dean im Auto war der deutsche Mechaniker Rolf Wütherich.

Am 30. September 1955 kollidierte Dean auf dem Highway 46 an einer Kreuzung in der kalifornischen Wüste mit einem abbiegenden Fahrzeug. Sein Mechaniker wurde aus dem Auto geschleudert und überlebte schwer verletzt. James Dean war sofort tot.

Die Anteilnahme an seinem frühen Tod war überwältigend und begründete den Mythos und die Sagenbildung um seine Person. Sein Auftreten, seine Kleidung und sein Lebensstil wurden zu Mode und Zeitgeist, die sich über seinen Tod hinaus hielten. Sein dritter und letzter Film "Giganten" erschien postum 1956 in den Kinos.
1951: Family Theatre (TV-Serie)
1951: The Bigelow Theatre (TV-Serie)
1951: Der letzte Angriff (Fixed Bayonets!)
1951: The Stu Erwin Show/Trouble with Father (TV-Serie)
1952: CBS Television Workshop (Fernsehserie)
1952: Seemann, paß auf! (Sailor Beware)
1952: The Web (TV-Serie)
1952: Hallmark Hall of Fame (TV-Serie)
1952: Hat jemand meine Braut gesehen?
1953: The Kate Smith Hour (TV-Serie)
1953: You Are There (TV-Serie)
1953: Ärger auf der ganzen Linie (Trouble Along the Way)
1953: Treasury Men in Action (TV-Serie)
1953: Tales of Tomorrow (TV-Serie)
1952/53: Studio One (TV-Serie)
1953: The Big Story (TV-Serie)
1953: Omnibus (TV-Serie)
1953: Campbell Playhouse (TV-Serie)
1952/53: Kraft Television Theatre (TV-Serie)
1953: Armstrong Circle Theatre (TV-Serie)
1953: Robert Montgomery Presents (TV-Serie)
1953: Harvest (TV-Kurzfilm)
1954: The Philco Television Playhouse (TV-Serie)
1953/54: Danger (TV-Serie)
1954: General Electric Theater (TV-Serie)
1955: The United States Steel Hour (TV-Serie)
1955: Jenseits von Eden (East of Eden)
1952/55: Lux Video Theatre (TV-Serie)
1955: Schlitz Playhouse of Stars (TV-Serie)
1955: denn sie wissen nicht,was sie tun (Rebel Without a Cause)
1955: Crossroads (TV-Serie)
1956: Giganten (Giant)
1956:
Golden Globe Bester Hauptdarsteller – Drama

1956:
Jussi Bester ausländischer Darsteller für Jenseits von Eden

1956:
Étoile de Cristal Bester ausländischer Darsteller für … denn sie wissen nicht, was sie tun

1956:
BAFTA-Award Nominierung als Bester ausländischer Darsteller für Jenseits von Eden

1956:
Oscar Nominierung als Bester Hauptdarsteller für Jenseits von Eden

1957:
Oscar Nominierung als Bester Hauptdarsteller für Giganten

1957
BAFTA-Award Nominierung als Bester ausländischer Darsteller für … denn sie wissen nicht, was sie tun

1957:
World Film Favorite – Male

NameJames Dean

Geboren am08.02.1931

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortFairmond, Indiana (USA).

Verstorben am30.09.1955

TodesortSalinas, Kalifornien (USA).