Biografie

Alan Greenspan

Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler, Finanz- und Unternehmensberater stellte vom 11. August 1987 bis zum 31. Januar 2006 den Vorsitzenden der US-Notenbank "Fed" (Federal Reserve Board). Seine Berufung erfolgte unter Präsident Ronald Reagan. Insgesamt arbeitete er unter vier US-Präsidenten. Er erreichte in dieser Position internationales Ansehen. Alan Greenspan wandte sich als Verantwortlicher des Zentralbank-Systems der Vereinigten Staaten stets gegen eine feste Regelbindung der Geldpolitik. Nach seiner fünften Amtszeit und nach 19 Jahren als Chairman berief George W. Bush im Januar 2006 Ben Bernanke zu Greenspans Nachfolger...
Alan Greenspan wurde am 6. März 1926 in New York City (USA) als Sohn einer Familie jüdischen Glaubens geboren.

Nach der Schulausbildung nahm er an der New York University ein Studium der Wirtschaftswissenschaften auf, das er zunächst mit dem Bachelor (1948) und dann mit dem Master (1950) abschloss. 1977 legte er an derselben Universität nachträglich die Promotion ab. Zu Beginn der 1950er Jahre begann Greenspan zunächst als Finanzberater in Manhattan zu arbeiten. 1953 folgte mit William Townsend die Gründung der Unternehmensberatung Townsend-Greenspan & Company, zu deren Präsidenten er nach dem Tod seines Partners ab 1958 aufstieg.

Aufgrund seiner Unterstützung von US-Präsident Richard Nixon im Präsidentschaftswahlkampf wurde der Republikaner Greenspan 1974, noch kurz vor dem Rücktritt Nixons, zum Vorsitzenden des "Council of Economic Advisers" (CEA) berufen. Als solcher beriet er bis 1977 auch den nachfolgenden Präsidenten Gerald Ford. Während der demokratischen Präsidentschaft Jimmy Carters wandte sich Greenspan von 1977 bis 1980 wieder seiner privatwirtschaftlichen Tätigkeit zu. Infolge des Amtsantritts des republikanischen Präsidenten Ronald Reagan wurde er zum Vorsitzenden der "Commission on Social Security Reform" ernannt, in der er von 1981 bis 1983 maßgeblich zu einem überparteilichen Kompromiss zur Reform der Sozialversicherung beitrug.

Im Jahr 1987 avancierte Greenspan durch seine Nominierung zum Vorsitzenden des "Board of Governors", dem Leitungsgremium des "Federal Reserve System", also der US-Notenbank, zum zweitmächtigsten Mann der USA. Obwohl der neue Notenbankchef seine erste Bewährungsprobe, die Börsenkrise vom Oktober 1987, bestand, geriet er mit dem 1989 nachfolgenden Präsidenten George Bush in einen Konflikt über die Zinspolitik. Dennoch wurde Greenspan 1991 für eine zweite Amtszeit in seiner Funktion bestätigt. Trotz anfänglicher Differenzen, die sich nach dem demokratischen Präsidentschaftswechsel von 1993 zwischen Greenspan und Bill Clinton einstellten, sah sich der Notenbankchef 1996 auch von diesem Präsidenten für eine dritte Amtszeit bestätigt.

Die Konstellation Clinton und Greenspan führten zum längsten Wirtschaftsaufstieg der US-Geschichte. Auch nach dem Amtsantritt von Präsident George W. Bush im Januar 2001 erfuhr die Tätigkeit Greenspans eine weitere Verlängerung, der nunmehr die Geschicke der US-Notenbank in seiner vierten Amtsperiode bestimmt. Greenspan wurde mit mehreren Preisen, darunter mit dem Thomas Jefferson Award (1976), ausgezeichnet. Im Juli 2005 warnte Greenspan vor einer weiteren Steigerung des Ölpreises, da diese zu einem allgemeinen Preisanstieg und damit zu einer Gefährdung des Wirtschaftswachstums führe.

Nach 19 Jahren an der Spitze der Federal Reserve schied Greenspan zum Januar 2006 als Präsident der US-Notenbank aus, da seine Amtszeit nach fünf Verlängerungen nicht mehr fortgesetzt werden konnte. Im selben Jahr, 2006, erhielt Greenspan, zusammen mit Gordon Brown, den Ehrendoktortitel der New York University.

Privat war Alan Greenspan von 1951 bis 1952 mit Joan Mitchell verheiratet. Seine zweite Ehe, mit der NBC-Reporterin Andrea Mitchell, wurde 1997 nach weinigen Monaten geschieden.

NameAlan Greenspan

Geboren am06.03.1926

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortNew York, NY City (USA).

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