Biografie

Gordon Brown

Der schottische Politiker stellte als Mitglied der Labour Party von 2007 bis 2010 den Premierminister von Großbritannien. Davor war er von 1997 bis 2007 Schatzkanzler in der Regierung von Tony Blair und der am längsten amtierende Schatzkanzler seit Nicholas Vansittart (1812–1823). Bereits als Schatzkanzler des Vereinigten Königreichs bewegte er sich auffallend im Fokus der Medien. James Gordon Brown studierte Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität von Edinburgh, wo er zu den Wortführern der Studentenschaft zählte. Seit 1983 gehörte er dem britischen Unterhaus als Abgeordneter an. Weitreichende Anerkennung über die Partei hinaus erwarb sich Brown durch wirtschaftlichen Sachverstand mit sozialem Gewissen...
James Gordon Brown wurde am 20. Februar 1951 in Glasgow als Sohn des Pfarrers der reformierten Kirche von Schottland, John Ebenezer Brown, geboren.

Aufgewachsen ist er mit zwei Brüdern in bürgerlichen Verhältnissen. Brown besuchte bis zu seinem frühzeitigen Abschluss die Kirkcaldy High School. Im Alter von 16 Jahren wurde Brown als Hochbegabter zum Geschichtsstudium an der Universität Edinburgh zugelassen. Als er mit 17 Jahren während seiner Studienzeit bei einem Rugbyspiel am Kopf verletzt wurde, erlitt er eine Netzhautablösung, worauf er auf dem linken Auge erblindete. 1972 graduierte Brown als Master of Arts. Er blieb weiter an der Universität Edinburgh, um 1982 zu promovieren. Seine Doktorarbeit befasste sich mit der Geschichte der schottischen Labour Party in den Jahren von 1918 bis 1929.

Brown verdiente sich noch während seines Studiums als Rektor der Universität Edinburgh, als Vorsitzender des Universitätsgerichts und als Herausgeber von "The Red Paper on Scotland". Bei den Unterhauswahlen 1979 kandidierte Brown für den Wahlbezirk Edinburgh South, verlor aber gegen Michael Ancram von der Conservative Party. Er unterrichtete an der Kaledonischen Universität Glasgow, bevor er als Journalist zu Scottish Television, ITV-Netzwerks wechselte. Seine politische Laufbahn begann Brown auf dem linken Flügel der Labour-Partei. Geprägt hatte ihn damals die Armut in der Arbeiterstadt Kirkcaldy, in der er aufwuchs. Erstmals wurde Brown 1983 ins Unterhaus gewählt.

Darauf teilte er sich das Abgeordnetenbüro mit Tony Blair. 1985 wurde er Sprecher der Opposition für Handel und Industrie. 1986 veröffentlichte er eine Biografie über den Labour-Politiker James Maxton. Ab 1987 gehörte er dem Schattenkabinett an, zunächst als Schattenchefsekretär der Treasury, dann ab 1989 als Schattenminister für Handel und Industrie und ab 1992 als Schattenschatzkanzler. Nach dem Tod des Labour-Vorsitzenden John Smith im Mai 1994 wurde Brown als potenzieller Nachfolger gehandelt, verzichtete jedoch zugunsten von Tony Blair auf eine Kandidatur. Nachdem Brown im Mai 1997 das Amt als Schatzkanzler angetreten hatte, gewährte er der Bank of England weitreichende Freiheit in der Geldpolitik und somit den Einfluss auf die Festlegung der Zinssätze.

Unter Brown wurden die Einkommensteuern und die Unternehmenssteuern gesenkt. Als der Ausgabenplan der Konservativen abgelaufen war, setzte Brown ab 2000 größere Ausgaben in den Bereichen Gesundheit und Bildung durch. 2003 wurde er von der Universität Edinburgh mit dem Ehrendoktortitel bedacht. Am 15. Juni 2004 wurde Brown der am längsten ununterbrochen amtierende Schatzkanzler seit Nicholas Vansittart, der das Amt von 1812 bis 1823 innehatte. 2006 erhielt er zusammen mit Alan Greenspan den Ehrendoktortitel der New York University. 2007 erhielt er den Ehrendoktortitel der Universität Newcastle. Am 24. Juni 2007 übergab Tony Blair auf einem Sonderparteitag in Manchester sein Amt an Brown. Nach dem angekündigten Rücktritt Blairs zum 27. Juni 2007 wurde Gordon Brown dessen designierter Nachfolger.

Brown erhielt die Unterstützung von 313 der 353 Parlamentsmitglieder seiner Partei. Daraufhin bestimmte ihn das Labour-Exekutivkomitee offiziell zu Blairs Nachfolger als Premierminister. Privat war Gordon Brown seit dem 3. August 2000 mit der PR-Managerin Sarah Macaulay verheiratet. Am 28. Dezember 2001 brachte Sarah Macaulay eine früh geborene Tochter zur Welt. Sie starb am 8. Januar 2002. Das zweite Kind John wurde 2003 geboren. 2006 kam der zweite Sohn James zur Welt. Seit dem 27. Juni 2007 führte Brown als Premierminister die Regierungsgeschäfte. Nach den verloren Unterhauswahlen 2010 und dem folgenden Scheitern von Verhandlungen mit der Liberaldemokratischen Partei war Brown am 11. Mai 2010 von seinen Ämtern als Premierminister und Vorsitzender der Labour Party zurückgetreten. Sein Nachfolger wurde der Konservative David Cameron.

NameGordon Brown

Geboren am20.02.1951

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortGlasgow (GB).