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Roman Polanski wurde am 18. August 1933 in Paris als Sohn einer jüdischen Einwandererfamilie geboren.
In Flucht vor dem aufkommenden antisemitischen Klima in der französischen Hauptstadt wechselten die Polanskis 1937 nach Krakau. In Polen erlebte Roman 1940 nach dem deutschen Einmarsch die Verhaftung der Mutter, die wenig später im Konzentrationslager starb. Roman konnte durch ein abenteuerliches Leben im Untergrund die deutsche Besatzung überleben.
Die Erfahrung von Verfolgung und Gewalt prägten den jungen Polanski nachhaltig. Nach Kriegsende holte er zunächst seine Schulausbildung nach. Dann studierte er Zeichnen, Malerei und Grafik an der Kunstschule von Krakau. Die Auseinandersetzung mit dem literarischen Surrealismus Franz Kafkas und anderer Schriftsteller beeinflusste Polanskis spätere filmische Erzählweise.
Beim zweiten Versuch gelang ihm schließlich die Aufnahme an der Filmhochschule in Lodz. 1959 heiratete er die Schauspielerin Barbara Kwiatkowska. 1962 wurde die Ehe geschieden. 1958 legte er mit "Zwei Männer und ein Schrank" seine erste Regiearbeit vor. Der an die Tradition des absurden und existentialistischen Theaters anknüpfende Film "Das Messer im Wasser" bildete 1962 Polanskis ersten Spielfilm. Der Streifen wurde mit einem Preis in Venedig ausgezeichnet.
Im Jahr 1963 emigrierte er aus Polen. Nach seinem Wechsel in die USA bescherten ihm seine beiden nachfolgenden Filme "Ekel" (1965) und "Rosemaries Baby" (1968), mit jeweils Catherine Deneuve und Mia Farrow in den Hauptrollen, erstmals die Aufmerksamkeit der internationalen Filmwelt. "Ekel" gewann einen Preis bei den Berliner Filmfestspielen.
Die Filme Polanskis zeichnen in einer einzigartig subtilen Atmosphäre die psychischen Entfremdungsprozesse ihrer Akteure und die Absurditäten und Schrecken des Alltags nach. Zugleich parodierte der Regisseur durch absurde Inszenierungen wie "Wenn Katelbach kommt" (1966) und dem erfolgreichen "Tanz der Vampire" (1967) die Genre des Ganoven- und des Vampirfilms. In vielen seiner Filme trat Polanski selbst als Schauspieler auf.
Im Jahr 1968 wurde Polanskis schwangere Frau Sharon Tate, mit der er in zweiter Ehe lebte, ermordet. Polanski verließ daraufhin die USA und zog sich ins Privatleben zurück. 1971 kehrte er durch die Verfilmung von Shakespeares "Macbeth" in die Filmszene zurück. Einen seiner größten internationalen Erfolge feierte der Regisseur jedoch 1974 mit dem Psychothriller "Chinatown", mit Jack Nicholson in der Hauptrolle.
Im Jahr 1975 nahm Polanski die französische Staatsbürgerschaft an. Weitere Erfolge feierte Polanski 1979 mit "Tess", der im Jahr darauf den "Golden Globe" gewann, sowie mit dem von ihm produzierten, inszenierten und geschriebenen "Bitter Moon" von 1991. 1997 feierte die Uraufführung der Musical-Version von "Tanz der Vampire" in Wien Premiere.
Im Jahr 1999 wurde Polanski für sein Lebenswerk mit dem "Pris René Clair" der Académie Française ausgezeichnet. 2002 erhielt er für "Der Pianist" mit Adrien Brody in der Hauptrolle die Goldene Palme von Cannes und 2003 den "Oscar". 2005 nahm sich Polanski der Interpretation des Waisenjungen-Schicksals "Oliver Twist" an und gab somit dem Klassiker von Charles Dickens seine eigene Note.
Roman Polanski ist seit 1989 in dritter Ehe mit der Schauspielerin Emmanuelle Seigner verheiratet und hat zwei Kinder. |
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