Biografie

Catherine Deneuve

Die französische Schauspielerin zählt zur Elite des französischen Films. Bereits mit 13 Jahren stand sie vor der Kamera, ehe sie durch Roger Vadim zum Star avancierte. Ihren internationalen Durchbruch feierte Catherine Deneuve mit dem Roman Polanski-Thriller "Ekel" aus dem Jahr 1964. Als elegante, feminine, schöne und erotische Erscheinung verkörperte sie in unterschiedlichsten Themen, zumeist im Wiederspruch zu ihrer Gestalt, die einfache Frau mit existenziellen Ansprüchen. Mit Filmen wie "Der Chef", an der Seite von Alain Delon 1972, "Die letzte Metro", mit Gérard Depardieu aus dem Jahr 1980, oder "Wahl der Waffen", mit Yves Montand von 1981, behauptete sich Deneuve, neben so bedeutenden Kollegen, immer wieder als eine der zentralen Charakterdarstellerinnen Frankreichs...
Catherine Deneuve wurde am 22. Oktober 1943, als Tochter der Schauspieler Maurice Dorléac und Renée Simonot, als Catherine Fabienne Dorléac in Paris geboren.

Deneuve wuchs in Paris auf und besuchte dort die Schule. Ihre Schauspielkarriere begann sie bereits mit 13 Jahren, als sie der französische Regisseur Roger Vadim, der damalige Ehemann von Brigitte Bardot, für den Film entdeckte. So debütierte Deneuve 1956 in dem Film "Junge Rosen im Wind", ohne jemals eine Schauspielschule besucht zu haben. 1960 stand sie gemeinsam mit ihrer Schwester Françoise für "Die kleinen Sünderinnen" vor der Kamera. Für die Hauptrolle in dem Liebesdrama "Die Regenschirme von Cherbourg" von 1964, wurde Deneuve mit der Goldenen Palme von Cannes bedacht.

Fortan zählte sie zu den Stars des französischen Kinos. Internationales Ansehen verschaffte sich Deneuve 1964 mit ihrer Rolle in "Ekel". In der Hauptrolle des Psychothrillers spielte sie eine 18jährige Schizophrene, die wegen ihrer sexuellen Alpträume zur Mörderin wird. Inszeniert wurde das Meisterwerk von dem jungen Regisseur Roman Polanski, der damit eine eindrucksvolle Kostprobe seines Könnens gab. 1966 erfolgte mit dem Musical "Die Fräulein von Rochefort" eine der letzten gemeinsamen Arbeiten mit ihrer Schwester, die im Jahr darauf tödlich verunglückte.

Nach Arbeiten wie "Das Geheimnis der falschen Frau" mit Jean-Paul Belmondo oder "Der Chef" mit Alain Delon glänzte Deneuve 1980 in "Die Letzte Metro" in einer ihrer besten Rollen. Darin spielte sie sich an der Seite von Gérard Depardieu endgültig zum internationalen Star des Filmgeschäfts hoch. Zum auffallenden Kennzeichen ihrer Rollen entwickelte sich die Eleganz, auf der vielfach ihre filmische Wirkung beruht. Ebenso erfolgreich war die Produktion "Wahl der Waffen" mit Yves Montand aus dem Jahr 1981. Nach zahlreichen weiteren Arbeiten wurde Deneuve 1991 für ihre darstellerische Leistung in "Indochine" für den "Oscar" nominiert.

Im Jahr 1997 arbeitete die Schauspielerin gemeinsam mit Guillaume Depardieu für "Pola X", und 2000 stand sie für das Melodram "Dancer in the dark" vor der Kamera. 2001 erhielt sie den "Bambi" in der Kategorie "Internationaler Film". Zu ihren späten Filmprojekten gehört die Krimi-Komödie "8 Frauen" (2002), in der sie eine der Hauptrollen spielt und dafür mit dem "European Film Award" und dem "Silberner Bären" in Berlin ausgezeichnet wurde. Im Rahmen der 55. Berliner Filmfestspiele trat Deneuve am 14. Februar 2004 als eine der prominenten Gastgeber bei der Gala-Veranstaltung "Cinema for Peace" in der deutschen Hauptstadt auf.

Im Jahr 2005 wurde sie mit der Ehrenpalme in Cannes für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. 2006 stand sie für "Le Concile de Pierre" vor der Kamera. Deneuve lebte indes in Paris. Über ihr Privatleben ließ sie nie etwas verlauten. Lange Zeit war sie mit dem inzwischen verstorbenen italienischen Schauspieler Marcello Mastroianni liiert. Aus der unehelichen Beziehung zu Roger Vadim gingen zwei Kinder hervor.
1957 - "Junge Rosen im Wind".

1959 - "Les petits Chats".

1960 - "Die kleinen Sünderinnen".

1961 - "Dossier 1413".

1962 - "Laster und Tugend".

1963 - "Die Regenschirme von Cherbourg".

1963 - "Ferien in Portugal".

1963 - "Die Frauen sind an allem schuld".

1964 - "Ich war eine männliche Sexbombe".

1964 - "Jagd auf Männer".

1965 - "Und die Wälder werden schweigen".

1965 - "Ekel".

1965 - "Leben im Schloß".

1965 - "Das Liebeskarussell".

1966 - "Die Geschöpfe".

1967 - "Belle de jour – Schöne des Tages".

1967 - "Die Fräulein von Rochefort".

1968 - "Hemmungslose Manon".

1968 - "Benjamin".

1968 - "La Chamade - Herzklopfen".

1968 - "Mayerling".

1969 - "Darling, laß dich scheiden".

1969 - "Das Geheimnis der falschen Braut".

1970 - "Tristana".

1971 - "Das passiert immer nur den Anderen".

1972 - "Der Chef".

1972 - "Allein mir Giorgio".

1974 - "Berühre nicht die weiße Frau".

1974 - "Die Frau mit den weißen Stiefeln".

1975 - "Die Affäre Murri".

1975 - "Straßen der Nacht".

1975 - "Die Entfesselten".

1975 - "Die schönen Wilden".

1976 - "Ein Hauch von Zärtlichkeit".

1977 - "Marschier oder stirb".

1979 - "Allein zu zweit".

1980 - "Die letzte Metro".

1981 - "Wahl der Waffen".

1982 - "Begegnung in Biarritz".

1982 - "Der Schock".

1983 - "Der Buschpilot".

1983 - "Begierde".

1984 - "Duett zu dritt".

1986 - "Schauplatz des Verbrechens".

1987 - "Agent Troubel".

1988 - "Frequenz Mord".

1988 - "Nächtliche Sehnsucht".

1992 - "Indochine".

1993 - "Meine liebste Jahreszeit".

1996 - "Genealogien eines Verbrechens".

1996 - "Diebe der Nacht".

1997 - "Pola X".

1999 - "Place Vendôme".

1999 - "Est Quest - Eine Liebe in Russland".

2000 - "Dancer in the dark".

2002 - "8 Frauen".

NameCatherine Deneuve

Geboren am22.10.1943

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortParis (F).