Biografie

Hermann Kant

NameHermann Kant

Geboren am14.06.1926

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortHamburg (D).

Hermann Kant

Der deutsche Schriftsteller begründete seinen Erfolg als Romanautor mit dem Werk "Die Aula" (1965), in dem er einen chronologischen Abriss über die Aufbauphase der DDR gibt. Darin nutzte Hermann Kant moderne Erzähltechniken wie Rückblende, ironische Brechung oder Perspektiven- und Zeitenwechsel. Durch witzige Ideen oder Anekdoten gewann das Werk an Unterhaltungswert. In dem Roman "Der Aufenthalt" (1977) wird die deutsche Geschichte aufgearbeitet. Diese Werke zeichnen sich dadurch aus, dass sie zusammen mit einigen anderen DDR-Literaturwerken die Folgen des Faschismus in den 1970er Jahren thematisieren...
Hermann Kant wurde am 14. Juni 1926 als Sohn einer Arbeiterfamilie in Hamburg geboren.

Bereits in seiner Jugendzeit interessierte sich Hermann Kant für Bücher und das Lesen. Er absolvierte nach der Schulzeit eine Lehre als Elektriker. Als Soldat im Zweiten Weltkrieg geriet er in polnische Gefangenschaft und in ein Arbeitslager in Warschau. Dort wurde er zum Antifaschisten. Kant schloss er sich der Gründung eines Antifa-Komitees an und unterrichtete in der Antifa-Schule. Nach seiner Entlassung im Jahr 1949 siedelte er in die DDR über. Er wurde Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und besuchte die Arbeiter- und Bauernfakultät in Greifswald, um das Abitur nachzuholen. Im Anschluss nahm er von 1952 bis 1954 ein Studium der Germanistik in Berlin auf.

Danach war er eine Zeitlang als wissenschaftlicher Assistent an der Hochschule tätig. Zugleich schrieb er als Redakteur Beiträge für die Studentenzeitung. Seitdem lebt er als Berufsschriftsteller in Berlin. In den Jahren von 1969 bis 1978 war Kant unter Anna Seghers Vizepräsident des Schriftstellerverbandes der DDR. 1968 wurde er zu ihrem Präsidenten gewählt. In der Zeit von 1981 bis 1990 war er Abgeordneter der Volkskammer. Er war außerdem von 1986 bis 1989 Mitglied des Zentralkomitees der SED. Hermann Kant schaffte im Jahr 1965 mit dem Roman "Die Aula" den literarischen Durchbruch. Er gestaltete sein Erzählwerk mit modernen Erzähltechniken wie innerer Monolog, die zuvor in den DDR-Werken und in der DDR-Rezeption nicht beliebt waren.

In "Die Aula" schaut der Autor zurück auf die Aufbaujahre der DDR und die erste Studentengeneration. Der chronologische Abriss wird aufgeheitert durch witzige Geschichten und erhält somit einen gewissen Unterhaltungswert. Auch die beiden Romane "Das Impressum" (1972), in dem der Autor den Aufstieg eines Handwerkers zum Minister beschreibt, und "Die Summe. Eine Begebenheit" (1987), ein satirisches Stück über die europäische Zusammenarbeit in der Kultur, sind in einem positiven Grundton wie eben "Die Aula" gehalten. In dem Romanwerk "Der Aufenthalt" thematisiert Hermann Kant die deutsche Geschichte anhand der biographischen Gegebenheiten eines Grenadiers, der in Polen unschuldig als Kriegsverbrecher angeklagt wird.

Das Buch versetzt den Leser in die Vorzeit der DDR, in die Zeit vom Kriegsende und der Gefangenschaft. Der Titel knüpft an die Tradition des deutschen Bildungsromans an. Mit den Folgen des Faschismus in seinen Büchern "Die Aula" und "Der Aufenthalt" reihte sich Kant in den 1970er Jahren in eine Anzahl von DDR-Schriftstellern, die einen neuen literarischen Anfang markierten. Für Hermann Kant bestand und besteht auf der geistigen Ebene stets eine Verbindung zwischen Politik und Literatur. Nach dem Fall der Mauer und der deutschen Vereinigung publizierte Kant kritiklose Erinnerungen. So ist der Titel "Abspann. Erinnerungen an meine Gegenwart" (1991) eine Art Rechtfertigungsschrift, in der er auch seine schwierige Zeit als Präsident des Schriftstellerverbandes behandelt.

Er war in dieser Funktion unter anderem verantwortlich für den Ausschluss von einigen Schriftstellern aus dem Verband im Rahmen seiner Bemühungen, die offizielle kulturpolitische Auffassung der DDR aufrecht zu erhalten. Zu seinen weiteren Werken zählen "Ein bißchen Südsee" (1962), "Eine Übertretung" (1975), "Der dritte Nagel" (1981), "Bronzezeit. Geschichten aus dem Leben des Buchhalters Farßmann" (1986), "Kormoran" (1994) oder "Escape. Ein WORD-Spiel" (1995). 2002 und 2005 erschienen die Romane "Okarina" und "Kino". Hermann Kants Schreibstil zeichnet sich aus durch das Witzige, durch kleine Anekdoten, satirische Stückchen und die Beschäftigung mit den alltäglichen Pannen.

NameHermann Kant

Geboren am14.06.1926

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortHamburg (D).

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