Biografie

Tom Hanks

Der US-amerikanische Schauspieler und Produzent feierte seinen Durchbruch mit "Big" aus dem Jahr 1988, wofür er erstmals für den "Oscar" nominiert wurde. Zum Star avancierte er mit den Produktionen "Philadelphia" (1993) und "Forrest Gump" (1994), die beide mit dem "Oscar" für die beste Hauptrolle prämiert wurden. Dabei gelang es Tom Hanks in einzigartiger Manier komplexe Personen entstehen zu lassen und existenzielle und menschliche Züge sichtbar zu machen. 2002 erhielt Hanks den "AFI Life Achievement Award" des American Film Institute. Er wurde damit der jüngste Darsteller, der jemals ausgezeichnet wurde. Deutlich wurde sein nahezu unerschöpfliches Talent in Filmen wie "Terminal" (2004), "Der Polarexpress" (2004) oder "The Da Vinci Code – Sakrileg" (2006). Mit Filmen wie "Der Soldat James Ryan", "The Green Mile", "Cast Away", "Catch Me If You Can" oder "Captain Phillips" war er an einigen der erfolgreichsten Produktionen der letzten Jahrzehnte beteiligt…
Tom Hanks wurde am 9. Juli 1956 in Concord im US-Bundesstaat Kalifornien, als Sohn des Kochs Amos Hanks und der Krankenschwester Janet Turner geboren.

Seine Eltern trennten sich, als Tom fünf Jahre alt war. Aufgewachsen ist er bei seinem Vater, der häufig einen Wohnortswechsel vornahm. Somit prägten zerrüttete Familienverhältnisse seine gesamte Kindheit. Tom Hanks begann mit der Schauspielerei während seiner Schulzeit eigentlich als Therapie gegen Anpassungsschwierigkeiten. An der Universität von Sacramento studierte er, nach Abschluss der Highschool, Schauspielerei. 1976 schloss er diese Ausbildung ab. Obwohl er großes Talent zur Komik besaß, wandte er sich dem ernsten Bühnenfach zu. Zunächst hatte er ab 1978 ein Engagement am Riverside Theater in New York, bis er 1980 in der TV-Produktion "Panische Angst" mitwirken konnte. Hanks heiratete in erster Ehe 1980 die Schauspielerin Samantha Lewes, mit der er die Kinder Colin (1978) und Elizabeth (1982) bekam. Sein Sohn Colin wurde selbst ein erfolgreicher Schauspieler. Die Ehe wurde 1987 geschieden.

Im Jahr 1984 erschien die erste erfolgreiche Kinoproduktion mit Tom Hanks, der Streifen "Splash - Jungfrau am Haken". Der Film, für den er eigentlich nur für eine kleine Nebenrolle vorgesprochen hatte, bescherte ihm erste Popularität. Nach einigen weniger erfolgreichen Filmen folgte 1987 "Big", in dem er einen kleinen Jungen in einem Männerkörper spielt. Diese Rolle brachte ihm den internationalen Durchbruch und eine "Oscar"-Nominierung sowie einen "Golden Globe" ein. Darauf folgten zahlreiche Kinohits mit Tom Hanks. Er heiratete 1988 die Schauspielerin Rita Wilson, mit der er die gemeinsamen Kinder Chester (1990) und Truman Theodore (1995) bekam. Weiter folgten die Unterhaltungsfilme "Meine teuflischen Nachbarn" (1989), "Scott & Huutsch" (1989), "Fegefeuer der Eitelkeiten" (1990) und die charmante Liebesgeschichte "Schlaflos in Seattle" (1993) an der Seite von Meg Ryan.

Der langersehnte Wunsch von Hanks, ernstere Rollen zu spielen, erfüllte sich 1993 mit dem Film "Philadelphia", in dem er einen AIDS-Kranken spielte. Die große Herausforderung für ihn lag darin, auch mit einem ernsten Thema akzeptiert zu werden. Tom Hanks konnte die Zuschauer auch von seinem Talent für Charakterrollen überzeugen und wurde für diese Leistung mit einem "Oscar" für die beste Hauptrolle bedacht. Er avancierte zu einem der hoffungsvollsten Nachwuchstalente des US-Kinos. Insbesondere seine leise und intensive Spielkunst überzeugte Publikum und Kritiker gleichermaßen, zumal das Thema der HIV-Erkrankung erstmals in einer Hollywood-Produktion in seiner gesamten Dramatik umgesetzt wurde. Mit der Tragikkomödie "Forrest Gump" entstand 1994 einer seiner erfolgreichsten Filme. Hanks verkörperte darin einen minderbemittelten jungen Mann mit enormen motorischen Fähigkeiten. Seine naiven Denkweisen und Handlungen mündeten in diverse Erfolgsgeschichten und schufen einen aufrichtigen und liebenswerten Charakter. Für die Darstellung des Forrest Gump wurde Hanks mit dem dritten "Golden Globe und dem zweiten "Oscar" für die beste Hauptrolle ausgezeichnet.

Im Jahr 1995 spielte er in dem Film "Apollo 13" ein weiteres Mal den amerikanischen Traum auf die ihm eigene Weise - ruhig, überzeugend und ohne Pathos. Der Streifen wurde ein weiterer Erfolg, sowohl für Tom Hanks als auch an den Kinokassen. Ein Jahr später absolvierte er mit "That Thing You Do" sein Regiedebüt. In Steven Spielbergs "Der Soldat James Ryan" mimte er 1998 einen US-Captain im Zweiten Weltkrieg auf der Suche nach einem Soldaten während der Anlandung amerikanischer Truppen in der Normandie. Im selben Jahr war er gemeinsam mit Meg Ryan in "Email für Dich" zu sehen. Ein Jahr später, 1999, folgte die Verfilmung des Buches von Stephen King, "The Green Mile", in dem Hanks einen Gefängnisaufseher im Todestrakt spielte. Einen weiteren "Golden Globe" erhielt er für "Cast Away – Verschollen". Als einziger Überlebender eines Flugzeugabsturzes erzählte er die Geschichte eines gestrandeten FedEx Angestellten. Für die Rolle nahm er zunächst an Gewicht zu, um im Schluss des Films rund 20 Kilo zu verlieren.

Im Jahr 2002 gründete Hanks zusammen mit dem Produzenten Gary Goetzman die Produktionsfirma Playtone, mit welcher er fortan produzierte; sein Debüt gab er im selben Jahr mit "My Big Fat Greek Wedding" und "Road To Perdition". 2002 spielte er auch unter der Steven Spielberg-Regie in "Catch Me If You Can" an der Seite von Leonardo DiCaprio: Der Film hat das Leben des legendären Hochstaplers Frank William Abagnale Jr. zum Gegenstand. 2004 spielte Hanks die Hauptrolle in Steven Spielbergs Film "Terminal". Der Film hat die wahre Geschichte des Iraners Merhan Karimi Nasseri zur Vorlage, der aus seiner Heimat floh und nach erfolgloser Asyl-Suche auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle am 26. August 1988 seiner Papiere beraubt wurde. Ohne Papiere durfte er den Flughafen nicht verlassen und so wurde das Terminal 1 sein Zuhause. Im November 2004 wurde Hanks der "Bambi" in der Kategorie "Film International" verliehen. Er erhielt den wichtigsten deutschen Medienpreis für seine schauspielerische Leistung in dem computeranimierten Weihnachtsfilm "Polarexpress", der kurz darauf in den deutschen Kinos anlief. Der Film wurde in "Performance Capture" gedreht, durch die es Hanks möglich war, gleich fünf unterschiedliche Rollen zu spielen.

Im Jahr 2006 übernahm Tom Hanks die Hauptrolle des "Robert Langdon" in der Dan Brown-Bestsellerverfilmung "Sakrileg". Wie auch bei der Veröffentlichung des Romans wurde auch vor der Kinopremiere gerätselt und diskutiert, in wie weit die größte Verschwörung der letzten 2000 Jahre auf Wahrheit oder auf Fiktion beruht. Im Jahr 2009 folgte "Illuminati" (Angels & Demons). Zusammen mit seiner Frau Rita Wilson produzierte er im selben Jahr die Komödie "My Big Fat Greek Summer" (My Life in Ruins). Auch bei den TV-Serien "From the Earth to the Moon" und "Band of Brothers" war er als Produzent und Autor tätig. In "Saving Mr. Banks" (2013) verkörperte Hanks, an der Seite von Emma Thomson, den Filmproduzenten Walt Disney. Das Drehbuch basiert auf den zweiwöchigen Verhandlungen um die Filmrechte an "Mary Poppins", welche Disney mit der Autorin P.L. Travers 1961 führte. Im selben Jahr, 2013, folgte der Thriller "Captain Phillips". 2014 wurde Hanks mit dem Kennedy-Preis ausgezeichnet.
1980: Panische Angst (He Knows You're Alone)
1982: Hilfe wir werden erwachsen (Family Ties)
1982: Labyrinth der Monster (Rona Jaffe's Mazes and Monsters)
1984: Splash – Eine Jungfrau am Haken (Splash)
1984: Bachelor Party
1985: Alles hört auf mein Kommando (Volunteers)
1985: Der Verrückte mit dem Geigenkasten
1986: Nothing in Common – Sie haben nichts gemein
1986: Geschenkt ist noch zu teuer (The Money Pit)
1986: Liebe ist ein Spiel auf Zeit (Every Time You Say Goodbye)
1987: Schlappe Bullen beißen nicht (Dragnet)
1988: Big (Big)
1989: Meine teuflischen Nachbarn (The Burbs)
1989: Scott & Huutsch (Turner & Hooch)
1990: Fegefeuer der Eitelkeiten (The Bonfire of the Vanities)
1990: Joe gegen den Vulkan (Joe Versus the Volcano)
1992: Eine Klasse für sich (A League of Their Own)
1992: Flug ins Abenteuer (Radio Flyer)
1993: Schlaflos in Seattle (Sleepless in Seattle)
1993: Philadelphia
1994: Forrest Gump
1995: Apollo 13
1995: Toy Story (Stimme von Cowboy Woody)
1996: That Thing You Do! (Regie, Drehbuch und Nebenrolle)
1998: Der Soldat James Ryan (Saving Private Ryan)
1998: e-m@il für Dich (You’ve Got Mail)
1999: The Green Mile
1999: Toy Story 2 (Stimme von Cowboy Woody)
2000: Cast Away – Verschollen (Cast Away)
2001: Band of Brothers (Produktion)
2002: My Big Fat Greek Wedding (Produktion)
2002: Road to Perdition
2002: Catch Me If You Can
2004: Elvis Has Left the Building
2004: Ladykillers (The Ladykillers)
2004: Terminal (The Terminal)
2004: Der Polarexpress (Polar Express)
2004: Connie und Carla (Connie and Carla) (Produzent)
2006: Cars (Stimme von Woody Car)
2006: The Da Vinci Code – Sakrileg (The Da Vinci Code)
2006: Starter for Ten (Produzent)
2006: Lucas der Ameisenschreck (The Ant Bully) (Produzent)
2007: Die Simpsons (The Simpsons Movie) (Stimme)
2007: Evan Allmächtig (Evan Almighty) (Produzent)
2007: Der Krieg des Charlie Wilson (Charlie Wilson's War)
2008: The Great Buck Howard
2009: Illuminati (Angels & Demons)
2009: My Big Fat Greek Summer (Produzent)
2010: The Pacific (Ausführender Produzent)
2010: Toy Story 3 (Stimme von Cowboy Woody)
2011: Larry Crowne (Regie, Drehbuch, Produzent und Hauptdarsteller)
2011: Extrem laut & unglaublich nah (Extremely Loud & Incredibly Close)
2012: Cloud Atlas
2013: Captain Phillips
2013: Saving Mr. Banks
Tom Hanks
c/o PMK/HBH
8500 Wilshire Boulevard
Suite 700
Beverly Hills, CA 90211
USA
1988:
Oscar – Nominierung Bester Hauptdarsteller (Big)

1989:
Golden Globe Bester Hauptdarsteller in der Kategorie Comedy (Big)

1994:
Oscar - Bester Hauptdarsteller (Philadelphia)

1994:
Golden Globe Bester Hauptdarsteller in der Kategorie Drama (Philadelphia)

1994:
Golden Globe Nominierung Bester Hauptdarsteller in der Kategorie Comedy (Schlaflos in Seattle)

1995:
Oscar - Bester Hauptdarsteller (Forrest Gump)

1995:
Golden Globe Bester Hauptdarsteller in der Kategorie Drama (Forrest Gump)

1998:
Oscar – Nominierung Bester Hauptdarsteller (Der Soldat James Ryan)

1999:
Golden Globe Nominierung Bester Hauptdarsteller in der Kategorie Drama (Der Soldat James Ryan)

1999:
Distinguished Public Service Award für Der Soldat James Ryan (Höchste Auszeichnung der US Navy für einen Zivilisten.)

2000:
Oscar – Nominierung Bester Hauptdarsteller (Cast Away)

2001:
Golden Globe Bester Hauptdarsteller in der Kategorie Drama (Cast Away)

2002:
AFI Life Achievement Award

2004:
Bambi Kategorie Film International (Polarexpress)

2008:
Golden Globe Nominierung Bester Hauptdarsteller in der Kategorie Comedy (Der Krieg des Charlie Wilson)

2014:
Golden Globe Nominierung Bester Hauptdarsteller in der Kategorie Drama (Captain Phillips)

2014:
Kennedy-Preis (The Kennedy Center Honors)

NameThomas Jeffrey Hanks

AliasTom Hanks

Geboren am09.07.1956

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortConcord, Kalifornien (USA).