Biografie

Paul Bowles

NamePaul Bowles

Geboren am30.12.1910

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortNew York City (USA).

Verstorben am18.11.1999

TodesortTanger (MAR).

Paul Bowles

Der US-amerikanische Schriftsteller und Komponist behauptete sich als Verfasser von Kurzgeschichten als einer der bedeutendsten Autoren der amerikanischen Literatur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zunächst schrieb er in den 1920er Jahren Partituren für Ballette und komponierte die Musik für zahlreiche Dramen. In den 1960er Jahren avancierte Paul Bowles zur Kultfigur der Beat-Generation. In seinen Werken schildert er zivilisationsmüde Amerikaner, die nach Nordafrika fliehen, um ihrem inhaltslosen Dasein zu entgehen. Sein Roman "Himmel über der Wüste" machte ihn neben Albert Camus und Jean-Paul Sartre zu einem der bekanntesten Vertreter des Existentialismus...
Paul Bowles wurde am 30. Dezember 1910 als einziger Sohn konservativer Eltern in New York geboren.

Bereits als Kind schrieb er Gedichte und Kurzgeschichten. Im Alter von 19 Jahren ging er nach Paris, wo er Gertrude Stein, Jean Cocteau und André Gide begegnete. In Berlin und New York studierte Bowles zunächst Musik, unter anderem bei dem berühmten Filmkomponisten Aaron Copland. 1931 reiste er zum ersten Mal nach Tanger, der Stadt in Nordafrika, die später zum Mittelpunkt seines Lebens werden sollte und in der er bis zu seinem Tod lebte. Er traf 1937 Jane Auer, die er ein Jahr später, 1938, heiratete. Jane arbeitete bereits als Schriftstellerin und veröffentlichte 1943 ihren ersten Roman "Two serious ladies", der allerdings von der Kritik verrissen wurde.

Bowles arbeitete zu dieser Zeit noch als Komponist. Er schrieb Bühnenmusiken für Orson Welles, William Saroyan und Tennessee Williams. Außerdem schrieb er Theaterkritiken für die "New York Herald Tribune". Bowles schriftstellerische Laufbahn begann 1945, als er gebeten wurde eine Ausgabe des Magazins "View" zu gestalten. Bowles verspürte den Drang selbst zu schreiben und steuerte dem Magazin die Kurzgeschichte "The Scorpion" bei. Von da an ließ ihn das Schreiben nicht mehr los. 1947 wurde ihm ein Roman-Vertrag angeboten, er nahm an und reiste erneut nach Tanger. Seine Frau Jane kam ein Jahr später nach.

Bowles beendete seinen ersten Roman "The sheltering sky" (deutsch: "Himmel über der Wüste"), der 1949 in England und den USA veröffentlicht wurde. Die Geschichte des gelangweilten amerikanischen Ehepaars, dessen Schicksal sich während einer Nordafrika-Reise dramatisch verändert, machte ihn mit einem Schlag berühmt. Bowles reiste viel in den folgenden Jahren und arbeitete an seinem zweiten Roman, der 1952 veröffentlicht wurde. ("Let it come down", deutsch "So mag er fallen"). Drei Jahre später erschien sein dritter Roman, "The spider`s house" (deutsch: "Das Haus der Spinne") und 1966 der vierte und letzte "Gesang der Insekten". Diese Romane sowie die zahlreichen Kurzgeschichten machten Bowles zu einem Klassiker der Moderne.

Zentrale Themen seines Werkes sind die Konfrontation von Westeuropäern und Amerikanern mit fremden Kulturen. Insbesondere die beklemmenden Porträts seiner oft entwurzelten Romanhelden machten ihm zum "geistigen" Vater der Beat-Generation der 1950er und 1960er Jahre und zum Vorbild solch berühmter Autoren wie William Bourroughs, Jack Kerouac oder Truman Capote. 1957 erlitt Jane einen Schlaganfall, von dem sie sich nie mehr richtig erholte. Bowles kümmerte sich bis zu ihrem Tod 1973 um Jane, gab aber auch sein künstlerisches Schaffen nicht auf. Er beschäftigte sich weiter mit Musik, komponierte eine Oper ("Yerma") und nahm für die "Library of Congress" marokkanische Musik auf.

Er schrieb weiter Kurzgeschichten, verfasste seine Autobiographie ("Without stoppin"; "Rastlos", 1972) und zeichnete Geschichten der Marokkaner Larbi Layachi und Mohammed Mrabet auf, die selbst weder Lesen noch Schreiben konnten.

Paul Bowles verstarb am 18. November 1999 in Tanger.

NamePaul Bowles

Geboren am30.12.1910

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortNew York City (USA).

Verstorben am18.11.1999

TodesortTanger (MAR).

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