Biografie

Tennessee Williams

Der US-amerikanische Dramatiker schaffte seinen literarischen Durchbruch mit dem Stück "Die Glasmenagerie". In seinen meisten Werken bewegt sich der Autor in einer kleinbürgerlichen Welt. Darin schildert Tennessee Williams die Hoffnungen und Ängste seiner Figuren sowie den Zusammenprall mit der Realität. Die Desillusionierung ist bei Williams direkt, offen und zuweilen hart gestaltet. Seine Figuren stattete er mit viel Leidenschaft aus, die in manchen Fällen als überzogen gelten kann. 1948 und 1955 wurde Williams mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. Das Stück "Die tätowierte Rose" (1950) erhielt den Tony Award für bestes Schauspiel...
Tennessee Williams, der eigentlich mit Taufnamen Thomas Lanier Williams hieß, wurde am 26. März 1911 in Columbus im US-amerikanischen Staat Mississippi als Sohn eines Angestellten geboren.

Williams ist im Süden der USA aufgewachsen. 1927 ging er nach St. Louis. Von 1931 bis 1938 studierte er an der Iowa University. Das Studium wurde immer wieder unterbrochen von Arbeiten in einer Schuhfabrik, wo sich Williams seinen Lebensunterhalt verdiente, sowie von einem Nervenzusammenbruch. In Hollywood verdingte er sich als Drehbuchautor. Doch die Erfolglosigkeit ließ ihn nach New York übersiedeln. Dort studierte er zunächst Theaterwissenschaft. 1930 wurde sein erstes Stück veröffentlicht. 1937 wurden zwei Dramen von St. Louis Mummers aufgeführt. Mit der Aufführung seines Werkes "Battle of Angels" in Boston erlitt er 1940 einen Misserfolg. Bis zu seinem Durchbruch 1944 mit dem Stück "Die Glasmenagerie" hatte Tennessee eine schwere Zeit zu bewältigen. Nicht nur Geldsorgen machten diese Zeit aus, sondern auch seelische Nöte, Alkohol und Drogen bestimmten sie.

Im Jahr 1969 konvertierte er nach einer schweren Krankheit zum Katholizismus. Nach dem ersten Erfolg kamen weitere Glanzstücke wie zum Beispiel "Endstation Sehnsucht" (1947). Das Stück "Die tätowierte Rose" (1950), seinem Lebensgefährten Frank Merlo gewidmet, erhielt den Tony Award für bestes Schauspiel. Mit dem Südstaatendrama "Die Katze auf dem heißen Blechdach" (1955) erlebte der Schriftsteller einen zusätzlichen Triumph. Bis gegen Mitte der 1960er Jahre war Tennessee Williams – neben Arthur Miller – ein sehr gefragter Bühnenschriftsteller. Williams begann literarisch mit Gedichten, Einaktern und Stories. Bereits seine Anfangswerke deuteten auf die Qualität, die seine besten Stücke in der Auswahl der Motive und in der symbolischen Darstellung einmal auszeichnen sollten. Dazu gehören unter anderem "Spiel der Erinnerungen", "Die Glasmenagerie" und "A Streetcar Named Desire".

Das letzte Stück handelt vom psychischen Verfall. Williams bekam dafür 1948 seinen ersten Pulitzer-Preis verliehen. Dem Bühnenstück "Camino Real" unterliegt eine pessimistische Grundstimmung; es zeichnet sich in seiner Aufführung aus durch Farbe und Bewegung. Überhaupt sind viele seiner literarischen Stücke, die vielfach im Süden der USA spielen, als bühnen- und filmnahe Kunst angelegt. Für ihn hatte das Schreiben – neben dem Brotverdienst – eine weitere Qualität. Er erfüllte in seinem von Krankheiten und Klinikaufenthalten gekennzeichneten Leben therapeutische Zwecke gegen seine Depressionen. Seine weiteren Werke sind oftmals ausgestattet mit psychopathischen Figuren, die eine überzogene Leidenschaft zeigen. Dieser charakterlichen Überspanntheit stellte Williams einfache Typen daneben, so dass er durch die Konfrontation effektvolle Wirkungen erzielte. Seine psychologisierenden Werke zeigen eine starke Verbindung zu Sigmund Freud.

In seinem literarischen Schaffen wurde Williams unter anderem von dem englischen Romanschriftsteller David Herbert Lawrence beeinflusst. So bildete Williams ein Gegensatz zwischen dem Purismus der Angelsachsen und der freien Sexualität von Menschen anderen Schlages. Viele seiner Werke handeln vom seelisch-moralischen Verfall, vom Verlust der Unschuld, von der inneren Zerrissenheit, die sich bis zum Krankhaften steigert, das auch in sexuellen Perversionen exzessiv ausgelebt wird. In dieser Überladenheit von Komplexen und Konflikten wandte sich Tennessee Williams dem leichteren Genre zu.

Zahlreiche Werke wurden verfilmt und waren auch in diesem Medium ein Erfolg. Zu seinen weiteren Werken zählen unter anderem "American Blues" (1939), "You Touched Me" (1945), "One Arm and Other Storie" (1948), "Summer and Smoke" (1948), "Two Character Play" (1967), "In the Bar of a Tokyo Hotel" (1969), "The Red Devil Battery Sign" (1974), "Memoirs" (1975), "Vieux Carré" (1977), oder "Where I Lived" (1977).

Tennessee Williams starb am 25. Februar 1983 in New York.

NameTennessee Williams

Geboren am26.03.1911

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortColumbus (USA).

Verstorben am25.02.1983

TodesortNew York (USA).