Biografie

Nina Hoss

Die deutsche Theater- und Filmschauspielerin feierte in der Titelrolle des Bernd Eichinger-Films "Das Mädchen Rosemarie" noch während ihrer Schauspielausbildung ihren Durchbruch. Für den Part der Frankfurter Edelprostituierten, die 1957 einem Mord zum Opfer fiel, gewann sie ein Jahr später bei der Verleihung der Goldenen Kamera die Lilli-Palmer-und-Curd-Jürgens-Gedächtniskamera als beste Nachwuchsdarstellerin. Für den Fernsehfilm "Toter Mann" (2002) und die Kinoproduktion "Wolfsburg" (2003) wurde sie jeweils mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Weitere Erfolgsarbeiten waren 1999 "Die Geiseln von Costa Rica", 2000 der Komödientitel "Nackt" und 2005 "Die weiße Massai"...
Nina Hoss wurde als Tochter der Schauspielerin und Regisseurin Heidemarie Rohweder und des "Grünen"-Gründungsmitgliedes Willi Hoss am 7. Juli 1975 in Stuttgart geboren.

Bereits als Kind kam Nina Hoss durch ihre Mutter, die später Theater-Intendantin der Württembergischen Landesbühne in Esslingen wurde, in engen Kontakt mit der Schauspielerei und der Filmwelt. Im Alter von sieben Jahren besprach Nina Hoss erste Hörspiele. Mit 14 Jahren stand sie das erste Mal in Wendy Kesselmanns Zwei-Personen-Stück "Ich lieb Dich, ich lieb Dich nicht" auf der Bühne, ihre Mutter führte Regie. In Stuttgart besuchte Hoss die Merz-Schule, nebenbei nahm sie Schauspiel-, Klavier- und Gesangsunterricht, organisierte freie Lieder- und Theateraufführungen und nahm sich vor, später die bekannte Ernst-Busch-Schule in Berlin zu besuchen.

Noch während ihrer Ausbildung spielte Hoss in Joseph Vilsmaiers Kinofilm "Und keiner weint mir nach" (1995) die Rolle der lebenshungrigen "Marilli Kosemund". Darauf folgte 1996 Bernd Eichingers TV-Fernsehfilm "Das Mädchen Rosemarie". In der dramatischen Erzählung verkörperte sie die Lebedame und Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt, die 1957 einem Mord zum Opfer fiel. Mit diesem Erfolgsstreifen avancierte die damals 21-jährige Nina Hoss über Nacht zum Star. Film- und Fernsehangebote folgten, doch Hoss beendete erst ihre Schauspielausbildung an der Ernst-Busch-Schule.

Danach nahm sie ein Angebot des Deutschen Theaters an, dessen Ensemble sie seit September 1998 angehört. Inzwischen war Hoss in ihrer ersten Hauptrolle als "Minna von Barnhelm" in Amélie Niermeyers Inszenierung der Lessing-Komödie, als Königstochter Leonore in Goethes "Tasso" und in verschiedenen anderen Aufführungen zu sehen. Neben ihrer Arbeit am Theater drehte Hoss weiterhin Filme für Kino und Fernsehen. So spielte sie 1997 eine tragende Rolle in Nina Grosses "Feuerreiter". Im Jahr darauf folgte die Hauptrolle in Ottokar Runzes "Der Vulkan" und 1998 entstand Detlef Bucks "Liebe deine Nächste!". Nach dreijähriger Abstinenz kehrte Hoss 1999 wieder auf den TV-Bildschirm zurück.

Sie war zu sehen in "Die Geiseln von Costa Rica", den Uwe Janson nach der Vorlage des spektakulären Entführungsfalls inszenierte, bei dem sich Nicola Fleuchaus 1996 in ihren Kidnapper verliebt hatte. Beim Filmfest in Montreal wurde Hoss 1999 zur besten Darstellerin gewählt. Auf der Berlinale erhielt sie die Auszeichnung "Shooting Star 2000". Im Jahr 2001 drehte sie unter der Regie von Doris Dörrie den Spielfilm "Nackt", der im September 2002 in die deutschen Kinos kam. Für ihre Mitwirkung an Christian Petzolds TV-Film "Wolfsburg" wurde Hoss im März 2005, wie für den Fernsehfilm "Toter Mann" (2002), mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Große Erfolge feierte Nina Hoss bei den Salzburger Festspielen 2005 als die "Buhlschaft" in dem Festspielklassiker "Jedermann".

Die Verfilmung der Lebens- und Liebesgeschichte von Corinne Hofmann "Die weiße Massai" kam im September 2005 in die Kinos. Nina Hoss übernahm die Hauptrolle und verdeutlichte auf beeindruckende Weise den Kampf um eine ungewöhnliche Liebe in einer fremden Welt. Für ihre Leistung wurde sie mit dem "Bayerischen Filmpreis" ausgezeichnet. 2008 folgte die vierte Zusammenarbeit mit Christian Petzold an dem Spielfilm "Jerichow". 2004 und 2010 wurde sie von den Grünen in die Bundesversammlung zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten entsandt. 2011 wurde sie in die Wettbewerbsjury der 61. Internationalen Filmfestspiele von Berlin berufen.

Nina Hoss ist mit dem Schauspieler Hans-Jochen Wagner liiert, den sie seit ihrer gemeinsamen Zeit an der Schauspielschule kennt. Das Paar lebt in Berlin.
(Auswahl):

1995 - Und keiner weint mir nach

1996 - Das Mädchen Rosemarie

1997 - Feuerreiter

1998 - Liebe Deine Nächste

1998 - Der Vulkan

1999 - Die Geiseln von Costa Rica

2001 - Epsteins Nacht

2002 - Toter Mann

2002 - Nackt

2003 - Leonce und Lena

2003 - Wolfsburg

2004 - "Bloch" Schwestern

2005 - Die weiße Massai

2006 - Leben mit Hannah

2006 - Elementarteilchen

2006 - Yella
Nina Hoss
c/o Players
Sophienstr. 21
10178 Berlin
Deutschland
1997 - DIVA-Award

1997 - Lilli-Palmer-Gedächtniskamera der Goldenen Kamera

1999 - World Film Festival-Preis / Der Vulkan

2000 - Deutscher Shooting Star des europäischen Films

2003 - Adolf-Grimme-Preis in Gold / Toter Mann

2005 - Adolf-Grimme-Preis in Gold / Wolfsburg

2006 - Bayerischer Filmpreis /Die weiße Massai

2007 - Gertrud-Eysoldt-Ring / Medea, Deutschen Theater Berlin

2007 - Silberner Bär / Yella

NameNina Hoss

Geboren am07.07.1975

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortStuttgart (D).