Biografie

Wilm Hosenfeld

NameWilm Hosenfeld

Geboren am02.05.1895

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortRhoendorf (D).

Verstorben am13.08.1952

TodesortStalingrad (R).

Wilm Hosenfeld

Der Wehrmachtsoffizier zählte zu dem kleinen Kreis derer, die sich gegen den nationalsozialistischen Gedanken stellten und im stillen Einsatz die Rettung zahlreicher Menschen vor dem Konzentrationslager unter großen Risiken verantworteten. Nach Kriegsende geriet Wilm Hosenfest in russische Kriegsgefangenschaft, deren Folter ihn körperlich und seelisch zerstörte. Versuche, zu den von ihm Geretteten Kontakt aufzunehmen um sich zu entlasten, scheiterten zu Lebzeiten. Postum wurden 2004 seine Tagebücher und Briefe unter dem Titel "Ich versuche jeden zu retten – von Wilm Hosenfeld" veröffentlicht. Davor berichtete 2001 das filmische Kriegsdrama "Der Pianist" von Roman Polanski über die Rettung des polnisch-jüdischen Pianisten Szpilman...
Hosenfeld wurde am 2. Mai 1895 als viertes von sechs Kindern eines Lehrers in Rhoendorf, Mackenzell geboren.

Erzogen wurde Hosenfeld nach dem katholischen Glauben. Nach Abschluss der Schule mit Abitur und einer pädagogischen Ausbildung wurde Hosenfeld 1914 als Infanterist zum Kriegsdienst des Ersten Weltkrieges eingezogen. 1917 kehrte er schwer verwundet in die Heimat zurück. Nach Kriegsende 1918 wirkte er als sozial und christlich engagierter Dorfschullehrer im Spessart und später in Thalau bei Fulda. Im Jahr 1920 heiratete er Annemarie Krummacher, die Tochter eines Worpsweder Malers. Durch ihren Einfluss erhielt er seine protestantisch-pazifistische Einstellung. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor, die später alle in medizinischen Berufen arbeiteten.

Im Jahr 1933 wurde Hosenfeld Mitglied der NSDAP. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde er erneut zum Kriegsdienst eingezogen und in Polen stationiert. Von 1940 bis 1944 diente er als Offizier und Leiter des Wehrmachts-Sportamtes in Warschau, das der Abteilung "Ic" unterstand. Seine militärische Karriere ließ ihn 1944 zum Kompanieführer aufsteigen. Indes entwickelte sich Wilm Hosenfeld gegen den nationalsozialistischen Gedanken und wurde zum Retter zahlreicher Juden, die er mit Hilfe gefälschter Papiere und Namen zum Arbeitsdienst und zur Pflege der Sportanlagen einsetzen konnte. Dieser Einsatz bescherte ihm unter den Verfolgten ein Höchstmass an Ansehen, woraus sich auch zahlreiche Freundschaften entwickelten.

Auch erlernte er die polnische Sprache. Zu jenen Personen, die durch seinen Einsatz vor dem Konzentrationslager und damit vor dem sicheren Tod bewahrt wurden, zählte auch der polnische Pianist Wladyslaw Szpilman. Mit dem Vordringen russischer Truppen auf Warschau endete Hosenfelds Einfluss. Im Januar 1945 geriet er in Kriegsgefangenschaft. Da das Hosenfeld unterstellte Sportamt zum Teil auch nachrichtendienstliche Aufgaben übernahm wurde er als "Hochbelastet" eingestuft. Um seine, in diesem Zusammenhang überschätze, Aufgabe in der Wehrmacht zu beleuchten, wurde Hosefeld im Gefängnis von Minsk dem sogenannten "Strengen-Verhör" unterzogen.

Nach sechs Monaten der Tortur in Isolationshaft erlitt Wilm Hosefeld einen Schlaganfall. Die Untersuchungen blieben ohne jeden Verdacht eines Vergehens. Dennoch wurde er nur aufgrund der Abteilungszugehörigkeit "Ic" 1950 zu 25 Jahren Haft verurteilt. Zahlreiche Versuchte mit polnischen Juden in Kontakt zu treten, die zu seinen Gunsten hätten aussagen können und seine Unschuld hätten bestätigen können, scheiterten.

Wilm Hosenfeld starb am 13. August 1952 im Kriegsgefangenenlager von Stalingrad im Alter von 57 Jahren.

Postum wurden 2004 seine Tagebücher und Briefe unter dem Titel "Ich versuche jeden zu retten – von Wilm Hosenfeld" veröffentlicht. Davor berichtete 2001 das filmische Kriegsdrama "Der Pianist" von Roman Polanski über die Rettung des polnisch-jüdischen Pianisten Szpilman.

NameWilm Hosenfeld

Geboren am02.05.1895

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortRhoendorf (D).

Verstorben am13.08.1952

TodesortStalingrad (R).

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