Biografie

Christian Petzold

Der Absolvent der Film- und Fernsehakademie Berlin war zunächst als Regieassistent und Regisseur im Kurz- und Dokumentarfilmbereich tätig, bevor er 1995 mit seinem ersten Spielfilm "Pilotinnen" beim "Kleinen Fernsehspiel" des ZDF debütierte. Nach "Cuba Libre" (1996) und "Die Beischlafdiebin" (1997) erlebte Christian Petzold mit "Die innere Sicherheit" (2000) einen ersten großen Erfolg. 2005 lieferte er auf der 55. Berlinale mit "Gespenster" einen der deutschen Wettbewerbsbeiträge...
Christian Petzold wurde am 14. September 1960 in Hilden geboren.

Nach der Schule und dem Abitur 1979 wechselte er 1981 von Haan nach West-Berlin. Dort nahm Petzold 1982 ein Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft auf. Während des Studiums schrieb er filmkritische Beiträge für den SFB und einige Zeitungen. 1988 wurde Petzold bei der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin aufgenommen, an der er bis 1994 studierte. In diesen Jahren begann er jedoch bereits aktiv im Filmbereich zu arbeiten: So übernahm er Regieassistenzen bei den Regisseuren Harun Farocki und Hartmut Bitomsky. Auch führte er selbst bei einigen Kurzfilmen bereits Regie.

Petzold legte sein Regiedebüt im Spielfilmbereich 1994/95 mit dem ZDF-Spiel "Pilotinnen" vor, für das er auch das Drehbuch verfasste. Seine weiteren für das ZDF produzierten Spielfilme waren "Cuba Libre" (1996), für den er 1996 beim Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken den Förderpreis der Jury erhielt, und "Die Beischlafdiebin" (1997). Für beide schrieb er neben der Regie ebenfalls jeweils auch das Buch. Seinen Durchbruch im deutschsprachigen Kino erlebte Petzold 2000 mit dem Film "Die innere Sicherheit", für den er mit dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet wurde. In dem Film mimte Julia Hummer den weiblichen Part eines Terroristenpaars. Für seine nachfolgende Arbeit als Regisseur und Drehbuchautor von "Toter Mann" (2001) erhielt er 2003 den Grimme-Preis.

Im Jahr 2003 legte Petzold das Fahrerfluchtdrama "Wolfsburg" vor, für das er Regie und Drehbuch übernommen hatte und mehrere Filmpreis-Nominierungen erhielt. 2005 stellte Petzold seine nächste Regiearbeit mit einer bewährten Schauspielerin in einer Hauptrolle fertig: In "Gespenster" spielte Julia Hummer die als Kleinkind in Berlin entführte Tochter einer Französin. Der Film war als einer der drei deutschen Wettbewerbsbeiträge auf der 55. Berlinale im Februar 2005 zu sehen. Im März 2005 wurde Petzold für das TV-Drama "Wolfsburg" mit dem Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet.
2005:
Gespenster (R)

2003:
Wolfsburg (R, B)

2001:
Toter Mann (R, B)

2000:
Die innere Sicherheit (R, B mit Harun Farocki)

1997:
Die Beischlafdiebin (R, B)

1996:
Cuba Libre (R, B)

1994:
Pilotinnen (R, B);
Abzüge (Doku / R, B)

1990:
Süden (Doku / R, B)

1989:
Weiber (Kurz / R, B)

1987:
Mission (Kurz / R, B)

NameChristian Petzold

Geboren am14.09.1960

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortHilden (D).