Biografie

Helen Mirren

Die britische Theater- und Filmschauspielerin russischer Abstammung zählt zu den meist ausgezeichneten Darstellerinnen des internationalen Films. Ihre beeindruckende Darstellungskraft zeigte sie fern von populären Rollen in zumeist hoch anspruchsvollen klassischen Themen. Neben verschiedenen Theaterauftritten war sie häufig in Filmadaptionen von Shakespeare-Stücken zu sehen. Nachdem sie 2005 in dem Film "Elizabeth I." die britische Königin porträtierte, verkörperte sie im Jahr darauf Elizabeth II. in "Die Queen". Für beide Darstellungen wurde sie mit einem "Golden Globe" bedacht, für "Die Queen" mit dem "Oscar" als beste Schauspielerin. Zu ihren erfolgreichsten Filmen zählen weiter "King George – Ein Königreich für mehr Verstand" (1995), "Gosford Park" (2002) und "Ein russischer Sommer" (2010), für die Mirren jeweils für den "Oscar" nominiert wurde...
Helen Mirren wurde am 26. Juli 1945 in London als Ilyena Lydia Mironov und Tochter einer Schottin sowie eines weißrussischen Aristokraten geboren.

Sie ist direkte Nachfahrin des russischen Feldmarschalls Michail Fedotowitsch Kamenski. Anfang der 1950er Jahre änderte der Vater den Familiennamen in Mirren. Nach Abschuss der Hochschule widmete sie sich der Schauspielerei. 1964 wurde sie Ensemblemitglied des National Youth Theatre. Ihre erste tragende Rolle spielte sie im September 1965 als Kleopatra im Theaterstück "Antonius und Kleopatra" am Old Vic in London. 1967 wurde sie Mitglied der Royal Shakespeare Company; sie war damit eine der jüngsten Schauspielerinnen, denen diese Ehre zuteil wurde. 1968 hatte sie in Peter Halls "Sommernachtstraum" ihre erste Filmrolle. Unter dessen avancierte Mirren zu einer etablierten Theater-Schauspielerin mit internationaler Anerkennung.

Auf Helen Mirren als Filmschauspielerin wurde man erstmals aufmerksam, als sie im Jahr 1969 in dem Kinofilm "Das Mädchen vom Korallenriff" die Muse des Malers Bradley Monahan (James Mason) darstellte. 1972 stand sie für "Der Erfolgreiche" vor der Kamera. 1979 verkörperte sie die Rolle der Caesonia im Historienfilm "Caligula", nach der Buchvorlage von Gore Vidal. 1984 wurde Mirren für den Film "Cal" als beste Schauspielerin bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes geehrt. Größere Bekanntheit erlangte sie von 1991 bis 1996 durch die TV-Serie "Heißer Verdacht", in der sie eine Kommissarin mimte. Für ihre Nebenrolle im Film "King George - Ein Königreich für mehr Verstand" wurde sie unter dessen 1995 für den "Oscar" nominiert und erneut als beste Schauspielerin bei den Filmfestspielen von Cannes ausgezeichnet.

Mirren heiratete am 31. Dezember 1997 den Regisseur Taylor Hackford, mit dem sie sich in London niederließ. 1998 wurde Mirren Botschafterin der Entwicklungshilfeorganisation "Oxfam". 2000 folgte ihr Regiedebüt mit dem Kinofilm "Happy Birthday". 2002 erhielt sie eine "Oscar"-Nominierung für "Gosford Park" als beste Nebendarstellerin. Am 5. Dezember 2003 wurde ihr der Ritterorden "Order of the British Empire" (Dame Commander of the British Empire, DBE) verliehen. In der Originalfassung von "Per Anhalter durch die Galaxis" sprach sie 2005 den Computer "Deep Thought". Nachdem sie 2005 im Film "Elizabeth I." die britische Königin porträtierte, verkörperte sie im Jahr darauf Elizabeth II. in "Die Queen". Für beide Darstellungen wurde Helen Mirren mit je einem "Golden Globe" ausgezeichnet. Bei der Verleihung der 79. Academy Awards im Februar 2007 wurde Helen Mirren für ihre Leistung in "Die Queen" mit dem "Oscar" für die "Beste weibliche Hauptrolle" ausgezeichnet.

Mirren wurde indes eine der meist ausgezeichneten Schauspielerinnen. Bei neun Nominierungen gewann sie viermal den Britischen Filmpreis "BAFTA", darunter eine Auszeichnung für ihr Lebenswerk. Zweimal wurde sie mit dem "Emmy" beehrt, sechsmal darüber hinaus nominiert. Drei Auszeichnungen bei den "Golden Globes" folgten aus sechs Nominierungen. 2006 wurde Helen Mirren, die sich privat außerhalb der Presse und Öffentlichkeit bewegt, für "Die Queen" mit der "Coppa Volpi" bei den 63. Internationalen Filmfestspielen von Venedig geehrt. Nach "State of Play – Stand der Dinge" und "Ein russischer Sommer" (2009) stand sie 2010 für die Kinoproduktionen "Love Ranch", "The Debt", "The Tempest" und "Brighton Rock" vor der Kamera. Am 3. Januar 2013 wurde sie mit einem Stern (Nr. 2488) auf dem berühmten "Walk of Fame" in Hollywood geehrt.
1968: Das Mädchen vom Korallenriff (Age of consent)
1968: Sommernachtstraum (A Midsummer Night's Dream)
1972: Der Erfolgreiche (O lucky man!)
1976: Hamlet
1979: Zerstörte Liebe (Hussy)
1979: Caligula
1980: Rififi am Karfreitag (The long good friday)
1980: Das boshafte Spiel des Dr. Fu Manchu
1981: Excalibur
1984: Cal
1984: 2010 – Space odyssey
1985: Spuren der Liebe (Coming through)
1985: Ist dieser Mann nicht himmlisch? (Heavenly pursuits)
1985: White Nights – Nacht der Entscheidung
1986: Mosquito Coast
1987: Die vergessene Insel (Pascali’s island)
1987: Mord aus Leidenschaft (Cause celebre)
1988 / 90: Bethune – Arzt und Held
1989: Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber
1989: Der Fluch der Wale (When the whales came)
1989: Die Mörder warten schon (Red king, white knight)
1990: Der Trost von Fremden (The comfort of strangers)
1991: Heißer Verdacht (Prime suspect)
1991: Engel und Narren (Where angels fear to tread)
1992: Heißer Verdacht: Operation Nadine (Prime suspect 2)
1993: Aktion Soko 1. + 2. Teil (Prime suspect 3)
1993: Der Falke des Schreckens (The hawk)
1994: Hamlet – Der Prinz von Jütland (The prince of Jutland)
1995: Abschied von Chase (Loosing Chase)
1995: Heißer Verdacht (Prime suspect III)
1995: Heißer Verdacht: Der Duft des Todes (Prime suspect)
1995: Heißer Verdacht: Kind vermisst (Prime suspect)
1995: Heißer Verdacht: Seilschaften (Prime suspect)
1995: King George – Ein Königreich für mehr Verstand
1996: Heißer Verdacht: Tödliche Verstrickung (Prime suspect)
1996: Mütter & Söhne (Some mother’s son)
1997: Sterben und erben (Critical Care)
1999: Ayn Rand (The passion of Ayn Rand)
1999: Rettet Mrs. Tingle (Teaching Mrs. Tingle)
2000: Greenfingers – Harte Jungs und zarte Triebe
2001: Das Versprechen (The pledge)
2001: Random – Nichts ist wie es scheint (On the edge)
2001: Letzte Runde (Last Orders)
2002: Gosford Park
2002: Von Tür zu Tür (Door to door)
2003: Heißer Verdacht: Die letzten Zeugen (Prime suspect)
2003: Kalender Girls (Calendar Girls)
2004: Liebe auf Umwegen (Raising Helen)
2004: Anatomie einer Entführung (The clearing)
2005: Elizabeth I
2006: Die Queen (The Queen)
2007: Tintenherz
2009: State of Play – Stand der Dinge
2009: Ein russischer Sommer (The Last Station)
2010: Love Ranch
2010: The Debt
2010: The Tempest
2010: Brighton Rock
2010: R.E.D. (R.E.D – Retired.Extremly.Dangerous)
2010: Die Legende der Wächter (The Owls of Ga'Hoole) – Stimme
2010: Love Ranch
2011: Arthur
2011: Eine offene Rechnung (The Debt)
2012: Hinter der Tür (The Door)
2012: Hitchcock
2013: Die Monster Uni (Monsters University) – Stimme
2013: R.E.D. 2 (RED 2)
2013: Der Fall Phil Spector (Phil Spector)
2014: Madame Mallory und der Duft von Curry (The Hundred-Foot Journey)

NameIlyena Lydia Mironov

AliasHelen Mirren

Geboren am26.06.1945

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortLondon (GB).