Biografie

Alexander von Humboldt

Der Wissenschaftler und Humanist zählt als Mitbegründer der Geographie als empirische Wissenschaft zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Naturwissenschaften. Um die Wechselbeziehungen zwischen Umwelt und Lebewesen zu ergründen, unternahm er mehrere Forschungsreisen. Indes erlangte er vor allem mit seinen Ansichten zu Natur und Kosmos außerordentliche Popularität. Wissenschaftliche Feldforschung betrieb Alexander von Humboldt weiter in den Bereichen Physik, Chemie, Geologie, Mineralogie, Vulkanologie (Überwindung des Neptunismus), Botanik (er begründete die Pflanzengeographie), Zoologie, Klimatologie (Isothermen), Ozeanographie und Astronomie, aber auch zu Fragen der Wirtschaftsgeographie, der Ethnologie und der Demographie. Seine Reise nach Lateinamerika bescherte ihm den Namen eines "zweiten, wissenschaftlichen Entdeckers Amerikas"...

Erfinder, Entdecker, Erleuchtete
Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt wurde am 14. September 1769 in Berlin, als zweiter Sohn eines Offiziers des preußischen Hofadels, geboren.

Seine ersten Lebensjahre verbrachte Alexander von Humboldt im Schloss Tegel Berlin, dem Familienbesitz der von Humboldts. Zusammen mit seinem Bruder Wilhelm wurde er während seiner Kindheit von einem Privatlehrer unterrichtet. In den Jahren 1787 bis 1792 studierte Alexander von Humboldt zunächst an den Universitäten Frankfurt/Oder und Göttingen, später an der Handelsakademie Hamburg und an der Bergakademie in Freiberg. Während dieser Zeit unternahm Humboldt mehrere Studienreisen. Von 1792 bis 1796 arbeitete er als Assessor im preußischen Bergdienst, er reiste viel und wurde auf diplomatische Missionen geschickt.

Vor allem interessierten ihn wissenschaftliche Forschungen über die Geographie und die Ausbreitung von Pflanzen. 1796 schied er aus dem preußischen Dienst wieder aus. Nach Beendigung seiner Studienzeit unternahm von Humboldt mehrere Reisen, um naturwissenschaftliche Forschung zu betreiben. 1797 traf er Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich von Schiller. Während eines Aufenthalts in Paris lernte Humboldt den Arzt und Botaniker Aime Bonpland kennen, der später sein Begleiter auf mehreren Reisen werden sollte. Von 1799 bis 1804 reisten Humboldt und Bonpland in die spanischen Provinzen von Südamerika: Venezuela, Kuba, Kolumbien, Ecuador, Peru, Mexiko und über die USA zurück nach Europa.

In 75 Tagen legten sie 2.000 km auf dem Orinoko zurück, erforschten den Amazonas und bewiesen dabei, dass es eine Verbindung zwischen dem Orinoko und dem Amazonas gibt. In Ecuador bestieg Alexander von Humboldt fast den Gipfel des Vulkans Chimborazo, der 5.800 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Damit hielt von Humboldt für einige Zeit einen Höhenrekord im Bergsteigen. Während seiner Reise katalogisierte er über 60.000 Pflanzen. Zudem untersuchte er verschiedene wissenschaftliche Aspekte: er nahm Bevölkerungsstatistiken auf, untersuchte politische und gesellschaftliche Verhältnisse, interessierte sich für Geologie, Zoologie, Meteorologie und sprachliche Forschung.

Kaum ein Forschungsgebiet ließ Alexander von Humboldt während seiner Reisen aus, unerschöpflich schien sein Wissensdrang zu sein. Wissenschaftliche Feldforschung betrieb von Humboldt weiter in den Bereichen Physik, Chemie, Geologie, Mineralogie, Vulkanologie (Überwindung des Neptunismus), Botanik (er begründete die Pflanzengeographie), Zoologie, Klimatologie (Isothermen), Ozeanographie und Astronomie, aber auch zu Fragen der Wirtschaftsgeographie, der Ethnologie und der Demographie. Nach seiner Rückkehr begann von Humboldt 1805 an seinem Werk "Voyage aux regions equinoxales du Nouveau Continent" zu arbeiten (bis 1834). 1805 promovierte von Humboldt an der Universität Frankfurt/Oder, und kurze Zeit später zog er nach Paris, wo er bis 1827 überwiegend lebte.

Zurück in Berlin hielt er an der dortigen Universität Vorlesungen über physikalische Erdbeschreibungen und außerdem 16 öffentliche Vorträge in der Singakademie. Mittlerweile ein angesehener Wissenschaftler und Gelehrter, begann von Humboldt 1829 eine neunmonatige Reise nach Russland und Sibirien. Nach dieser Reise kehrte er nach Berlin zurück, wo er bis zu seinem Tode als Wissenschaftler arbeitete. Er wollte stets seine wissenschaftlichen Erkenntnisse dem Volk verständlich machen. "Mit Wissen kommt das Denken und mit dem Denken der Ernst und die Kraft in die Menge." Über 1000 Pflanzen, Tiere, Berge, Flüsse und Erzeugnisse tragen heute von Humboldts Namen.

Alexander von Humboldt starb am 6. Mai 1859 in Berlin.


Erfinder, Entdecker, Erleuchtete

NameAlexander von Humboldt

Geboren am14.09.1769

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am06.05.1859

TodesortBerlin (D).

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