Biografie

Grace Jones

Die jamaikanische Schauspielerin, Sängerin und Songwriterin feierte ihren Durchbruch als Erste Entertainerin der legendären Diskothek "Studio 54" in New York, wo sie sich als androgyne Nachtclub-Diva in Szene setzte. Ihre Songs wie "Sorry, I Need A Man", "What's the Trouble", "Slave To The Rhythm" und die Cover-Version des Edith-Piaf-Chansons "La vie en rose" wurden Hits der Disco-Szene. Charakteristisch wurden indes ihre extravagante Kleidung und ihre ausgefallenen Auftritte. Ihr perfekt gestyltes und betont hedonistisches, unterkühltes Image wurde Bestandteil ihrer Bühnenperson. Neben Gloria Gaynor und Donna Summer avancierte Grace Jones so zu einer populären Repräsentantin des Disco-Sounds...
Grace Jones wurde als Grace Mendoza am 19. Mai 1948 in Spanish Town bei Kingston geboren.

Aufgewachsen ist sie als Tochter eines Predigers. Zu Beginn der 1970er Jahre zog sie mit ihrem jüngeren Bruder nach Syracuse bei New York. Nach Abschluss der High School besuchte sie eine Schauspielschule, ehe sie von einer Modelagentur entdeckt wurde. Es folgten in den späten 1970er Jahren Foto-Aufträge für renommierte Magazine wie Vogue und Elle. Indes begann sie eine Karriere als Sängerin. Verbunden war ihr Durchbruch mit spektakulären Auftritten in der legendären Diskothek "Studio 54" des New Yorkers Steve Rubell.

Im Jahr 1977 erschien mit "Portfolio" bei "Island Records" ihr erstes Studioalbum. Sie nahm weitere zwei Alben auf, die stark von der Disco-Mode der 1970er Jahre geprägt waren. In Zusammenarbeit mit dem Fotografen und ihrem zeitweiligen Lebensgefährten Jean-Paul Goude und den Produzenten Chris Blackwell und Alex Sadkin, nahm sie Anfang der 1980er Jahre einen Imagewechsel vor. Sie orientierte sich auf ihren drei folgenden Alben musikalisch am New Wave und Reggae. Die Aufnahmen waren geprägt von einer Band, der als Rhythmus-Duo die jamaikanischen Musiker Sly Dunbar und Robbie Shakespeare angehörten, und vom oft unterkühlt wirkenden Sprechgesang Grace Jones'.

Insbesondere das zweite dieser Alben, "Nightclubbing", kam sowohl bei Kritik als auch Publikum gut an und etablierte Grace Jones als international erfolgreichen Popstar. Eines ihrer bekanntesten Stücke aus der frühen Zeit wurde "La vie en rose", ursprünglich von Edith Piaf. Im Anschluss machte sie dem Zeitgeschmack folgend auch Hip-Hop-Dance-Musik. Ihr größter Hit war das von Trevor Horn produzierte Stück "Slave to the Rhythm" (1985). Ab Mitte der 1980er Jahre ließ ihr kommerzieller Erfolg nach, wenngleich sie noch zwei weitere Platten veröffentlichte und weiterhin auftrat.

Indes wurde sie auch als Schauspielerin tätig; ihre bekannteste Rolle wurde die des Bond-Girls "May Day" im James-Bond-007-Film "Im Angesicht des Todes" (1985). Weitere bekannte Filme, in denen sie mitwirkte, waren "Conan der Zerstörer" (1984) neben Arnold Schwarzenegger, "Straight to Hell" (1987) neben Dennis Hopper sowie "Boomerang" von 1992 mit Eddie Murphy. Im Heft Juli 1985 der Ausgabe des Playboy-Magazins war Grace Jones auf dem Titelblatt sowie im Rahmen einer Fotoserie zu sehen.

Seit 1989 war keine neue Aufnahme von ihr erschienen; nach 19 Jahren veröffentlichte sie im November 2008 wieder ein neues Album mit dem Titel "Hurricane". 2007 war Jones in einer Nebenrolle der Falco-Biografie "Falco - Verdammt, wir leben noch!" zu sehen. 2009 kehrte sie mit der "Hurricane Tour" wieder auf die Bühne zurück; mit diesem Programm war sie auch in Deutschland zu sehen.

NameGrace Mendoza

AliasGrace Jones

Geboren am19.05.1948

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortSpanish Town, Kingston (Jamaika)