Biografie

Edith Piaf

Die Sängerin avancierte ab den 1940er Jahren zur "Königin des französischen Chansons". Ihren Durchbruch feierte sie 1937 im Théâtre de l’A.B.C., ehe Edith Piaf zum Star mit Weltruhm aufstieg. Sie brachte ihre Balladen mit einer kraftvollen und ausdrucksstarken Stimmung zur Geltung. Mit ihrem expressiven Stil begeisterte sie ein Millionenpublikum. "Non, je ne regrette rien", "Milord" oder "La vie en rose" gehören zu ihren berühmtesten Titeln. Sie wurde als "Spatz von Paris" weltweit gefeiert und als Chansonsängerin international zur Legende...
Edith Piaf wurde mit bürgerlichem Namen Edith Giovanna Gassion als Tochter eines Akrobaten und Schaustellers sowie einer Prostituierten am 19. Dezember 1915 in Paris geboren.

Edith Giovanna Gassion kam in einer Arrestzelle einer Pariser Polizeistation zur Welt. Ihre Eltern kümmerten sich nicht um sie. So wuchs sie zunächst bei der Großmutter auf. Später, mit sieben Jahren, zog sie mit ihrem Vater im Wanderzirkus umher und sang schon früh auf Marktplätzen. Mit 15 Jahren trennte sie sich von ihrem Vater und versuchte sich mit selbst geschriebenen Chansontexten in Cafés, Bars und Revuetheatern in Paris. Im Jahr 1935 verdingte sie sich als Straßensängerin, um Geld zu verdienen. Im gleichen Jahr wurde sie von Loius Leplée, dem Revuekönig von Paris und Besitzer des Kabarettclubs "Le Gerny`s", entdeckt, vor dem sie gesungen hatte.

Er gab ihr wegen ihrer kleinen Körpergröße den Namen "La Môme piaf", was soviel bedeutet wie "der kleine Spatz". Später wurde sie zum "Spatz von Paris". Später entdeckte sie der französische Schauspieler und Chansonnier Maurice Chevalier, der bei einer Vorstellung im Publikum saß und ihre Chansons hörte. Das war der Beginn ihrer Karriere. Sie trat in dem berühmtesten Pariser Varieté-Theater "A.B.C." auf. Zwei Jahre lang sang sie zusammen mit der Gruppe "Les Compagnons de la Chanson" auf zahlreichen europäischen Bühnen und feierte große Erfolge. Edith Piaf lernte in dieser Zeit die Konzertpianistin Marguerite Monnot kennen, die ihr viele Hits komponierte. Bereits vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde Edith Piaf eine bekannte Chansonsängerin.

Nach dem Kriegsende setzte sie ihre große Laufbahn fort. Mit den Lied "La vie en rose" schaffte sie den großen internationalen Durchbruch, sie wurde weltweit berühmt. Aber sie dachte nicht nur an die eigene Karriere. Durch Edith Piaf wurden die beiden französischen Gesangskollegen Yves Montand und Gilbert Bécaud zu berühmten Chansonsängern, die von der Piaf entdeckt und gefördert wurden. Sie waren zusammen mit Charles Aznavour und Eddie Constantin Gruppenmitglieder von "Les Compagnons de la Chanson". Die Sängerin begeisterte ihre Zuhörer mit einer kraftvollen und ausdrucksstarken Stimme. Ihr expressiver Stil fand schnell ein Millionenpublikum.

Zu ihren berühmtesten Hits gehören beispielsweise Titel wie "C`est à Hambourg" aus dem Jahr 1955, "C`est l`amour" aus dem Jahr 1960 oder "Je ne regrette rien", den sie im Jahr 1962 vom Eifelturm in Paris sang. Der Titel heißt in der Übersetzung "Nein, ich bereue nichts" und war das Lebensmotto der legendären Chansonsängerin. Ihre Lieder wurden nicht nur wegen ihrer Melodien oder ihrer Person begeistert gefeiert, sondern auch wegen ihrer Inhalte. Edith Piaf sang oftmals von der menschlichen Existenz, und sie sprach mit ihren Texten Themen wie zum Beispiel Liebe, Glück, Tod, Wiedersehen oder Abschied an. Ihre Balladen waren oft voller Tragik und Dramatik. 1958 erschienen ihre Memoiren mit dem Titel "Au bal de la chance", im Jahr 1964 erschien die deutsche Ausgabe unter dem Titel "Mein Leben".

Edith Piaf sang aber nicht nur Chansons. Maurice Chevalier brachte sie auch zum Film, und sie spielte Komödien. Darüber hinaus nahm sie an Operetten teil. Edith Piaf tourte durch Europa, die USA und durch Südamerika. Sie machte den französischen Chanson weltberühmt. Diese Liedgattung wird in einem Atemzug mit der Sängerin Edith Piaf genannt, die sie nicht nur zur berühmtesten Sängerin Frankreichs machte, sondern zu einem Mythos. Dennoch ging es nicht immer aufwärts im Leben der berühmten Chansonsängerin. So kam ihre große Liebe, der Boxweltmeister Marcel Cerdan bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, während sie in New York das Publikum mit ihren Balladen begeisterte.

Das Tragische daran war, dass Marcel Cerdan sich auf dem Weg zu ihr befand. Die Sängerin hatte aber auch gegen Drogen- und Alkoholsucht zu kämpfen. Sie brach mehrmals auf der Bühne zusammen und auch andere gescheiterte Beziehungen setzten ihr zu.

Edith Piaf starb am 11. Oktober 1963 in Paris. Sie hinterließ rund 300 Chansons, davon viele unvergessliche Melodien.
1945 - La vie en rose

1945 - Les Trois Cloches

1949 - Hymne à l'amour

1951 - Padam… Padam…

1954 - Sous le ciel de Paris

1956 - Les amants d'un jour

1957 - La foule

1959 - Milord

1960 - Non, je ne regrette rien

1963 - Les plus grands succès

NameEdith Giovanna Gassion

AliasEdith Piaf

Geboren am19.12.1915

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortParis (F).

Verstorben am11.10.1963

TodesortParis (F).