Biografie

Franz Schubert

Der österreichische Komponist steht am Übergang von der Klassik zur Romantik; seine Arbeiten gehören zu den bedeutendsten Stücken dieser Epoche. Er gilt als großer Meister des Kunstliedes. Franz Peter Schubert war mit über 600 Werken einer der produktivsten Komponisten. Sein Liederzyklus "Die Winterreise" stellte den Gipfel der Liedgattung im 19. Jahrhundert dar. Neben den zahlreichen Liedern und Bühnenwerken arbeitete er zeit seines Lebens an Orchesterwerken. Einen weiteren Schwerpunkt seines Schaffens bildete die Chor- und Kirchenmusik. Trotz seiner hohen Produktivität feierte er nur Erfolge in kleinen Fachkreisen, die seine genuinen Stärken erkannten. Das große öffentliche Publikum blieb ihm verschlossen. Zu seinen Hauptwerken zählen unter anderem zwanzig Streichquartette, zwei Streichtrios, drei Sonatinen für Violine und Klavier, das Klavier-Quintett A-dur und zahlreiche Klaviertrios...
Franz Peter Schubert wurde am 31. Januar 1797 als Sohn eines Volksschullehrers in Himmelpfortgrund bei Wien geboren.

Schubert wurde zunächst von seinem Vater in Musik unterrichtet. 1808 wurde er Chorknabe der Wiener Hofkapelle. In dieser Zeit war er unter anderem Schüler des italienischen Komponisten Antonio Salieri, der ihn auch sonst musikalisch förderte. Zu seinen ersten Kompositionswerken zählen Lieder wie "Hagars Klage" und "Der Vatermörder", beide aus dem Jahr 1811. Im Jahr 1814 wurde er Schulgehilfe seines Vaters, damit verbunden war die Beendigung der Mitgliedschaft bei der Wiener Hofkapelle. Schubert komponierte im gleichen Jahr seine erste Oper mit dem Titel "Des Teufels Lustschloss" sowie insgesamt 17 Lieder und eine Messe. Unter den Liedern befanden sich Meistertitel wie zum Beispiel "Der Taucher und Gretchen am Spinnrad". Schubert schuf sein umfangreiches Gesamtwerk, das sich zudem durch eine außerordentliche Vielseitigkeit auszeichnet, in nur 15 Jahren.

Im Jahr 1815 wurden Schuberts zweite und dritte Sinfonie fertig sowie seine beiden Messen in G-Dur und B-Dur. Im gleichen Jahr entstanden weitere Sakralwerke, Kammermusiken und insgesamt 146 Lieder. Darunter befand sich auch das "Erlkönig"-Lied, das die Vorliebe des Komponisten für Goethes Lyrik verdeutlicht. Von ihm vertonte er insgesamt 80 poetische Werke. Im selben Jahr, 1815, beschäftigte sich Schubert noch mit fünf weiteren Opern. Im darauffolgenden Jahr komponierte er die 4. Sinfonie c-moll, die 5. Sinfonie B-Dur, die Tragische Sinfonie, eine Oper und über 100 Lieder. Seine extensive Komponistentätigkeit ließ ihm keine Zeit mehr zum Unterricht. Trotz seiner hohen Produktivität feierte er nur Erfolge in kleinen Fachkreisen, die seine genuinen Stärken erkannten. Das große öffentliche Publikum blieb ihm eher verschlossen. Zu seinen Bewunderern gehörte unter anderem der österreichische Dichter Franz Grillparzer, der Maler Moritz von Schwind oder der Komponist Franz Lachner.

Ab dem Jahr 1818 war Schubert Berufskomponist in Wien. Ohne feste Anstellung hatte er auch kein geregeltes Einkommen und lebte in bescheidenen Verhältnissen. Ausgenommen in den Jahren 1818 und 1824: in dieser Zeit gab er im Sommer als Hauslehrer des Grafen Esterházy Musikunterricht auf dessen Landsitz in Ungarn. Ansonsten wurde er von Freunden und Gönnern finanziell unterstützt. Auch die Musikabende, die Schubertiade steuerten etwas zum Unterhalt bei. 1820 entstand das Bühnenwerk "Die Zauberharfe", das Singspiel "Die Zwillingsbrüder" sowie die Sakralstücke "Der Dreiundzwanzigste Psalm" oder das Oratorium "Lazarus" und andere Stücke. Zwei Jahre später komponierte Franz Schubert die Sinfonie h-moll, die "Unvollendete" und die Messe As-dur. Im Jahr darauf entstand dann der Liederzyklus "Die Schöne Müllerin", das Oktett und das Streichquartett d-moll "Der Tod und das Mädchen". Auch in den nächsten Jahren arbeitete Schubert unermüdlich und produzierte zahlreiche Kompositionen.

Es entstanden Werke wie die Sinfonie C-Dur oder der Liederzyklus "Die Winterreise", der einen Gipfel in der Gattung des Liedes im 19. Jahrhundert darstellte. 1828 verfasste Schubert die Messe Es-Dur, das Streichquintett C-Dur, drei Klaviersonaten und die Heine-Lieder "Schwanensang" und "Der Doppelgänger". Im gleichen Jahr wurde auch Schuberts einziges Konzert in der Öffentlichkeit organisiert. Der Komponist erkrankte an Typhus. In seinem Kompositionswerk schloss Schubert zwar an die Wiener Klassik und damit an Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn an, doch zugleich ging er über diese Epoche hinaus und komponierte im Geist der Romantik. Besonders sein Liedschaffen war wegweisend für andere Komponisten im 19. Jahrhundert wie zum Beispiel Hugo Wolf, Robert Schumann oder Johannes Brahms. Darüber hinaus bildete das Lied mit rund 600 Kompositionen einen Schwerpunkt seines Schaffens. Dagegen hielt die Wirkung seiner Opern und Singspiele nur kurzzeitig an.

Schuberts Gesamtwerk umfasst ebenso Kammer- und Klavierstücke, Bühnenwerke, Orchester- und Kirchenmusik und auch Chorwerke. Zu seinen Hauptwerken zählen unter anderem zwanzig Streichquartette, zwei Streichtrios, drei Sonatinen für Violine und Klavier, das Klavier-Quintett A-dur und zahlreiche Klaviertrios.

Franz Schubert starb am 19. November 1828 in Wien.

NameFranz Schubert

Geboren am31.01.1797

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortHimmelpfortgrund, Wien (A).

Verstorben am19.11.1828

TodesortWien (A).